Sperrstunden-Ausnahme: In diesen Kantonen dürfen Beizen und Restaurants auch nach 19 Uhr offen haben
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Sperrstunden-AusnahmeIn diesen Kantonen dürfen Beizen und Restaurants auch nach 19 Uhr offen haben

Der Bundesrat lässt den Kantonen bei der Sperrstunde Spielraum. Wenn Reproduktionszahl und Inzidenz genug tief sind, dürfen die Öffnungszeiten erweitert werden. Gemäss BAG ist das aktuell in 7 Kantonen der Fall.

von
Lucas Orellano
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Der Bundesrat führt ab Samstag eine Sperrstunde ein.

Der Bundesrat führt ab Samstag eine Sperrstunde ein.

Tamedia AG
Um 19 Uhr ist in Restaurants, Bars und Läden Schluss. 

Um 19 Uhr ist in Restaurants, Bars und Läden Schluss.

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Swiss Interior Minister Alain Berset attends a news conference on the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Bern, Switzerland, December 4, 2020. REUTERS/Denis Balibouse

Swiss Interior Minister Alain Berset attends a news conference on the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Bern, Switzerland, December 4, 2020. REUTERS/Denis Balibouse

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Darum gehts

  • Der Bundesrat sieht bei der Sperrstunde Ausnahme für bestimmte Kantone vor.

  • Es gelten zwei Bedingungen: Reproduktionszahl unter 1 und Neuinfektionen unter Schweizer Durchschnitt.

  • Das gilt gemäss den aktuellsten öffentlich verfügbaren Zahlen für 13 Kantone.

  • Das BAG aktualisierte die Zahlen am Freitag: derzeit sind es noch 7 Kantone.

Ab Samstag gilt in der Schweiz eine Sperrstunde für Läden, Restaurants, Bars und Cafés ab 19 Uhr. Ausnahmen gibt es über Weihnachten und — nach föderalistischem Grundsatz – für Kantone, bei denen die Lage als unter Kontrolle gilt.

Der Bundesrat definiert das über zwei Faktoren: Erstens muss die Reproduktionszahl während 7 aufeinanderfolgenden Tagen unter 1 bleiben. Zweitens muss die Anzahl der Neuinfektionen pro 100’000 Personen im 7-Tage-Mittel unter dem Schweizer Durchschnitt sein. Ist das der Fall, darf der Kanton Restaurants, Bars und Clubs bis maximal 23 Uhr offen lassen.

Nur noch 7 Kantone erfüllen die Auflagen

Gemäss aktuellsten offiziellen Zahlen von ETH (28.11.) und BAG (6. 12.) gilt das für 13 Kantone. An der heutigen Medienkonferenz wurde die Zahl aktualisiert. Aktuell gilt die Ausnahme nur noch für 7 Kantone: Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Obwalden, Waadt und Wallis.

Die Westschweizer Kantone Waadt, Neuenburg, Freiburg, Genf und Jura haben gemeinsam entschieden, dass bei ihnen die Restaurants bis 23 Uhr geöffnet bleiben dürfen. Im Kanton Wallis bis 22 Uhr.

Die Lage in Appenzell-Innerrhoden, Bern, Luzern und Zug hat sich demnach in den letzten Tagen auf eine Weise verschlechtert, die keine Ausnahme mehr zulässt. Die restlichen Kantone erfüllten die Bedingungen nicht.

Die Kantone, die Ausnahmen beschliessen, müssen ihre Nachbarkantone und den Bund über den Entscheid informieren. Nicht mehr gültig ist die Ausnahme, wenn die Reproduktionszahl an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 1 liegt oder wenn das 7-Tage-Mittel der Neuinfektionen wieder über den Schweizer Schnitt steigt.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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