Kantonsranking - Diese Kantone schneiden im Wettbewerbsvergleich am besten ab
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KantonsrankingDiese Kantone schneiden im Wettbewerbsvergleich am besten ab

Zug vor Basel-Stadt und Zürich. Das ist das Resultat einer neuen UBS-Studie zur Wettbewerbsfähigkeit der Kantone. Schlechter stehen die Bergkantone da.

von
Marco Huber
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Eine Studie hat die Wettbewerbsfähigkeit aller 26 Kantone unter die Lupe genommen. Das ist das Ranking von hinten nach vorne.

Eine Studie hat die Wettbewerbsfähigkeit aller 26 Kantone unter die Lupe genommen. Das ist das Ranking von hinten nach vorne.

20min/Sonja Mulitze
Platz 26: Jura, 33 Punkte.
Kantonsranking

Platz 26: Jura, 33 Punkte.

Adrian Moser
Platz 25: Wallis. 42,9 Punkte.
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Platz 25: Wallis. 42,9 Punkte.

Getty Images/iStockphoto

Darum gehts:

  • Eine Studie zeigt, wie wettbewerbsfähig die Kantone sind.

  • Zug, Basel-Stadt und Zürich liegen an der Spitze.

  • Die Bergkantone sowie der Jura sind die Schlusslichter.

Wer in den Kantonen Zug, Basel-Stadt oder Zürich wohnt, hat bessere Aussichten als anderswo. Diese Kantone sind die wettbewerbsfähigsten des Landes. Dies geht aus einer Studie der UBS hervor, die die Grossbank am Mittwoch vorstellte.

Der kantonale Wettbewerbsindikator zeigt, welches Potenzial die einzelnen Kantone haben, um wirtschaftlich zu wachsen und sich zu entwickeln. Entscheidend dafür sind vor allem Faktoren wie Steuern, Infrastruktur, Arbeitsplätze und Absatzmärkte (siehe Box).

Diese Faktoren sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit

Der kantonale Wettbewerbsindikator analysiert, wie wettbewerbsfähig die einzelnen Kantone langfristig sind. Er zeigt zudem auf, wie das Potenzial eines Kantons aussieht, um wirtschaftlich stärker zu wachsen. Es geht also unter anderem um Faktoren wie Steuern, Infrastruktur, Arbeitsplätze, Absatzmärkte, Wettbewerb, Innovation und Erreichbarkeit. Dafür verteilen die Studienautoren und Studienautorinnen Punkte zwischen 0 und 100. Laut dem Indikator wachsen wettbewerbsstarke Kantone stärker als die Gesamtwirtschaft der Schweiz. Hingegen wachsen Kantone, die eher wettbewerbsschwächer sind, eher unterdurchschnittlich.

Hinter dem Spitzentrio folgen der Aargau, Schwyz und die Waadt. Am stärksten verbessert hat sich der Kanton Solothurn. Das hängt mit den Steuern zusammen, wie die UBS mitteilt. Konkret hat Solothurn die Unternehmenssteuern reduziert.

Generell sind die Finanzen ein wichtiger Faktor. Steuerausfälle können die Finanzrechnung der Kantone stark beeinflussen. Die Kantone sind aber gemäss UBS trotz der Corona-Krise noch optimistisch. Die Budgets für 2021 weisen fast nirgendwo grössere Defizite aus.

Regionale Unterschiede

Im Tabellenmittelfeld haben die Kantone Nidwalden und Freiburg vier, beziehungsweise drei Ränge eingebüsst. Im Hintertreffen liegen die Bergkantone. Die Schlusslichter sind Graubünden, das Wallis und der Kanton Jura. Diese Kantone haben es laut den Studienautoren und Studienautorinnen vor allem beim Wettbewerb um Arbeitskräfte schwerer als andere.

Teils gibt es grosse regionale Unterschiede – so beispielswiese in den Kantonen Bern und Waadt. Dort wachsen die städtischeren Regionen um die Städte Bern und Lausanne stark. Sie bieten viele Arbeitsplätze und sind gut erreichbar. Anderseits gibt es in diesen beiden Kantonen auch ländlichere Gebiete, wie etwa die Region Saanen-Obersimmental sowie Pays d’Enhaut, die eher gering wachsen.

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