Der erste Eindruck täuscht: Diese Kunstwerke überraschen auf Social Media

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Der erste Eindruck täuschtDiese Kunstwerke überraschen auf Social Media

Essbare Kunst oder lecker aussehende Skulpturen aus Ton: Das Internet bekommt nicht genug von lebensechten Kunstwerken, die ihre wahre Beschaffenheit erst auf den zweiten Blick zeigen.

von
Jana Rutarux
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Qimmy Shimmys Horror-Speisen sind nicht zum Essen gedacht.

Qimmy Shimmys Horror-Speisen sind nicht zum Essen gedacht.

Instagram/qimmyshimmy
Mit diesem Cornet sammelte die Künstlerin 14 Tausend Likes.

Mit diesem Cornet sammelte die Künstlerin 14 Tausend Likes.

Instagram/qimmyshimmy
Die Followerinnen und Follower reagieren mit Bewunderung und Ekel auf die Skulpturen.

Die Followerinnen und Follower reagieren mit Bewunderung und Ekel auf die Skulpturen.

Instagram/qimmyshimmy

Darum gehts

  • #Foodsculptures trenden in den sozialen Medien. 

  • Neben Kuchen in Form von Gegenständen, Möbeln oder gar Tieren zählen dazu auch kreative Kunstwerke, die zwar zum Anbeissen aussehen, jedoch nicht verspeist werden können.

  • Die Künstlerinnen und Künstler kreieren wirklichkeitsnahe Replikationen und werden dafür von ihren Fans auf Social Media mit Likes belohnt.

Das Auge isst mit und deshalb zählt die Präsentation – das haben die Künstlerinnen und Künstler, die ihre Kreationen unter dem Hashtag «Foodsculptures» auf Tiktok, Instagram und Co. zeigen, längst verstanden. Dort trenden seit geraumer Zeit Clips, die überraschen und die sich das Publikum regelrecht auf der Zunge zergehen lässt.

Die klassischeren Varianten der Videos zeigen zuerst realistisch anmutende Gegenstände, Möbel, Tiere oder fixfertig angerichtete Menüs auf Tellern, die sogleich von einem Messer angeschnitten werden. Es stellt sich heraus, dass sich im Innern eine süsse Verführung verbirgt: Meist sind es Kuchen, die durch künstlerisches Geschick ein unkonventionelles Aussehen bekommen.

Schokolade zum Verschenken

Sarah Hardy aus Grossbritannien ist auf den sozialen Medien bekannt für ihre professionelle «Food Art». Sie experimentiert meistens mit Schokolade und präsentiert dies im «essbaren Museum». Diese Bezeichnung nutzt die Künstlerin nicht nur für ihre Webseite, sondern auch für den zugehörigen Instagram-Account, der 18,9 Tausend Follower und Followerinnen begeistert. Sarah Hardy liefert ihre Desserts, die zum Verschenken gedacht sind, weltweit.

Horror zum Nachtisch

Es gibt aber auch ungeniessbare Skulpturen, die wie schmackhafte Köstlichkeiten aussehen. Die Künstlerin Quimmy Shimmy aus Singapur kreiert surrealistische Figuren aus Polymer-Ton, die gruselig und niedlich zugleich sind. Mit ihrer Kunst möchte sie Gesellschaftsthemen kritisch aufgreifen und beleuchtet beispielsweise Schönheitsideale, das Konsumdenken oder die Fleischindustrie. Gegenüber dem «Beautiful Bizarre»-Magazin erzählt die 29-Jährige, dass sie versucht, Vertrautes aus dem Alltag in etwas Seltsames zu verwandeln. Dazu lässt sie sich unter anderem beim Einkaufen im Supermarkt inspirieren.

Je kleiner, desto besser

Die chinesische Künstlerin Pan Baoxin arbeitet mit Ton und repliziert Speisen von Dumplings über Suppengerichte bis hin zu Donuts. Dabei hält sie sich zwar akribisch genau an Farben und Formen, jedoch nicht an die Grösse. Sie stellt die Gerichte geschrumpft dar. Solche detailgetreuen Miniaturen sind auf den sozialen Plattformen ein Renner.  Bei Pan Baoxin setzen sich die einzelnen Werke zu einem unkonventionellen Ernährungstagebuch zusammen. Die Zeit, um sich vertieft ihrem Kunsthandwerk zu widmen, fand Pan Baoxin insbesondere seit dem Ausbruch des Coronavirus und den zugehörigen Lockdowns. Seither hat sie weit über 500 solcher Skulptürchen angefertigt.

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