Aktualisiert 28.09.2017 21:51

Sula rennt Diese Lebensmittel sollten Sie vor dem Sport meiden

Kein Fleisch, dafür Randen und Kokoswasser. Die besten Tipps für natürliche Power von Thomas Kampitsch, Experte für Power-Foods.

von
Sulamith Ehrensperger
1 / 11
Redaktorin Sulamith Ehrensperger rennt nach drei Monaten Training ihren ersten Halbmarathon. Ob Randenessen tatsächlich ausdauernder macht?

Redaktorin Sulamith Ehrensperger rennt nach drei Monaten Training ihren ersten Halbmarathon. Ob Randenessen tatsächlich ausdauernder macht?

Ehrensperger, 20 Minuten
Auf all den feinen Kaffee verzichten! Vor Wettkämpfen empfiehlt Thomas Kampitsch alle Säuren aus der Ernährung so gut wie möglich zu streichen. Auch säurehaltige Genussmittel wie Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke.

Auf all den feinen Kaffee verzichten! Vor Wettkämpfen empfiehlt Thomas Kampitsch alle Säuren aus der Ernährung so gut wie möglich zu streichen. Auch säurehaltige Genussmittel wie Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke.

Efetova
Für mehr Wettkampfpower Bananen essen – aber nicht überreif, nur solche ohne schwarze Punkte.

Für mehr Wettkampfpower Bananen essen – aber nicht überreif, nur solche ohne schwarze Punkte.

Pixabay

Thomas Kampitsch, in zwei Wochen renne ich meinen ersten Halbmarathon. Wie kann ich mich mit Nahrungsmitteln in Wettkampfform essen?

Vor harten Trainingseinheiten und Wettkämpfen empfiehlt es sich alle Säuren aus der Ernährung so gut wie möglich zu streichen. Saures Obst sollten Sie unbedingt meiden, auch Essig und andere stark säurehaltige Genussmittel wie täglicher Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke. Als Obst empfehlen sich alle Melonenarten, Feigen, Bananen, Datteln und Rosinen. Die Ernährung sollte mineralstoffreich und zu einem grossen Teil vegetarisch sein – mit Ziegenfrischkäse (Feta), Hüttenkäse und Mozzarella, Eiern und als einzige nicht vegetarische Ausnahme weissem Fleisch wie Huhn oder Pute. Gemüse in allen Formen und Farben erlaubt und sehr empfehlenswert, vor allem Rote Beete und Kohlgemüse.

Was ist mit den viel gepredigten Kohlenhydraten?

Perfekte Kohlenhydratspender sind Süsskartoffeln, Hülsenfrüchte, Hafer und Buchweizen, wie auch Pseudogetreide beispielsweise Quinoa oder Amaranth. Wichtig: Bereiten Sie die Mahlzeiten leicht zu. Haferflocken grob, die Sie noch stark kauen müssen, eignen sich nicht. Für ein hochwertiges Frühstück besser geeignet ist ein Haferbrei mit Feigen und Zimt. Das belastet nicht und liefert schneller Energie.

Was hilft mir, damit ich trotz Wettkampf-Anspannung gut schlafe, ohne dass ich mich am nächsten Morgen schlapp fühle?

Keine aufputschenden Getränke, auch kein Tee, am Tag vor dem Wettkampf. Ebenso kein Training mehr, nur ein angenehmer Spaziergang an der frischen Luft. Versuchen Sie Stress zu vermeiden. Gönnen Sie sich eine heisse Wanne und versuchen Sie bei einem guten Buch abzuschalten. Gehen Sie früh zu Bett und trinken Sie vor dem Schlafen einen Zitronenmelissentee.

Wie dope ich mich am Abend zuvor oder kurz vor dem Rennen fit?

Trainieren Sie nicht am Tag vor dem Wettkampf. Essen Sie reichlich und legen Sie den Schwerpunkt auf leicht Verdauliches. Verzichten Sie auf Fleisch, essen Sie lieber Suppen, Breie und Eintöpfe. Lassen Sie Rohes wie Salat und Co weg. Dopen Sie sich mit gedünstetem Fisch und Buchweizen. Vor dem Rennen: Essen Sie eine nicht überreife Banane, die noch keine schwarzen Punkte hat, dazu hochwertiges, schnell verfügbares Protein. Nun gönnen Sie sich auch wieder einen kleinen Espresso. Durch die lange Karenzphase wirkt das Koffein jetzt himmlisch schnell und zuverlässig.

Gibt es noch weitere Tipps, damit ich während dem Rennen auf den 21,1 km nicht auf der Strecke bleibe?

Den Tag vorher bereits ausreichend elektrolytreich trinken. Während der Belastung wäre Kokosnusswasser und ein Teelöffel Kokosnussöl eine tolle Sache. Wichtig ist, dass Sie allgemein ausreichend trinken während der Belastung, aber auch nicht zuviel! Als Richtwert wäre 1-2 Schluck alle 5 Minuten ein guter Anhaltspunkt. Kokosnusswasser mit einer Prise Meersalz hilft übrigens auch Krämpfen vorzubeugen.

Wie regeneriere ich nach dem Lauf schneller?

Proteine! Trinken Sie einen Eiweissshake oder essen Sie hochwertiges Protein, beispielsweise ein Naturjoghurt. Zudem spielen ausreichend Kalorien eine grosse Rolle. Wer schnell regenerieren will muss genug essen, sonst wird das nichts. Sauerkirschsaft hat sich auch als hervorragende Regenerationshilfe bewiesen. Hier helfen auch Omega-3-Fettsäuren schneller wieder topfit zu sein – und ein heisses Bad mit ätherischen Ölen beispielsweise Lavendel.

Thomas Kampitsch ist Lebensmittelforscher und arbeitet als kreativer Kopf weltweit an neuen Produktkonzepten. Er kreiert die zukünftige Generation natürlicher Nahrungsergänzungsmitteln und

funktioneller Lebensmittel. Kampitsch ist auf Power-Foods und Sporternährung spezialisiert. Er ist Autor des Bestsellers Natural Doping. Potenz, Fitness und Gesundheit durch hormonaktive Superfoods. Kampitsch ist leidenschaftlicher Kampf- und Kraftsportler und grosser CrossFit-Fan.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.