Arbeit an Silvester: Diese Leute arbeiten statt zu feiern
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Arbeit an SilvesterDiese Leute arbeiten statt zu feiern

Während viele das neue Jahr mit Feiern einläuten, müssen andere arbeiten. VBL- und dem LUKS-Mitarbeiter können trotzdem anstossen – vielleicht aber nicht ganz pünktlich.

von
gwa
Am Silvesterabend im Einsatz: VBL-Chauffeur Miodrag Milojevic.

Am Silvesterabend im Einsatz: VBL-Chauffeur Miodrag Milojevic.

Das neue Jahr naht – und viele nehmen den Silvesterabend zum Anlass für rauschende Feste oder andächtige Neujahrsfeiern. Wer zu ersteren gehört und sich dabei etwas zu stark austobt, trifft möglicherweise am 31. Dezember im Luzerner Kantonsspital (LUKS) auf Priska Renggli: Die Pflegefachfrau sorgt mit weiteren Angestellten für eine reibungslose Nacht im Spital. «Da ich seit sechs Jahren im Pflegeberuf arbeite hatte ich schon öfters über Silvester Dienst. Für mich ist es jedoch eine Premiere, über die Silvestertage Nachtwache zu machen – es wird für mich sicherlich speziell sein», sagt Renggli.

Ob sie trotz Dienst pünktlich auf das neue Jahr prosten kann, wird sich erst spontan zeigen: «Das kann man leider in unserem Beruf nicht voraussagen, da die Arbeit nicht zu 100 Prozent vorausgeplant werden kann. Allerdings hoffe ich, dass wir alle zusammen um Mitternacht mit einem Glas Rimuss anstossen können», sagt sie. Immerhin hatte die Pflegefachfrau über die Weihnachtstage genügend Zeit zum Feiern. Renggli: «Dieses Jahr durfte ich Weihnachten zusammen mit meiner Familie und meinen Freunden feiern und hatte über die Festtage mehrere Tage frei.»

Chauffeure werden von Chefs verwöhnt

Für VBL-Chauffeur Miodrag Milojevic ist es nicht das erste Mal, dass er an Silvester arbeitet: «Ich war schon in den letzten Jahren an Silvester für die VBL im Einsatz. Für mich ist dies kein Problem, da meine Kinder noch klein sind», sagt der 36-Jährige. Doch nicht nur zur Jahreswende, sondern auch an Weihnachten hat Milojevic gearbeitet: «Da wir in unserer Religion erst am 7. Januar Weihnachten feiern, ist der 25. Dezember für mich kein spezieller Tag, so dass ich dann auch problemlos arbeiten kann.»

Nach getaner Arbeit gehts für die VBL-Chauffeure aber noch nicht direkt nach Hause – erst werden sie noch von ihren Chefs verwöhnt: «Wenn wir von der Spätschicht an Silvester ins Depot einfahren, warten jeweils ein paar Vorgesetzte auf uns mit alkoholfreien Getränken und Wienerli mit Brot.» Die Chauffeure, die die Partygänger mit dem Nachtstern nach Hause bringen, dürfen sich gar schon vor ihrem Einsatz zuprosten. «Wir können aufs neue Jahr anstossen – aber selbstverständlich ohne Alkohol», so Milojevic.

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