Restaurants, Veranstaltungen, Sport - Diese Lockerungen gelten ab heute in der Schweiz
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Restaurants, Veranstaltungen, SportDiese Lockerungen gelten ab heute in der Schweiz

Der Bundesrat hat die Corona-Massnahmen in der Schweiz gelockert. Das hat Auswirkungen für Restaurants, Homeoffice, private und öffentliche Veranstaltungen, Quarantäne, Sportler und Sportlerinnen.

von
Leo Hurni
Lucas Orellano
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Berner geniessen das schöne Frühlingswetter auf Restaurantterrassen. Ab heute sind draussen wieder sechs Personen pro Tisch erlaubt.

Berner geniessen das schöne Frühlingswetter auf Restaurantterrassen. Ab heute sind draussen wieder sechs Personen pro Tisch erlaubt.

20min/Matthias Spicher
Restaurants dürfen auch Innenräume wieder benutzen. Das ist praktisch, wenn es regnet.

Restaurants dürfen auch Innenräume wieder benutzen. Das ist praktisch, wenn es regnet.

20min/Simon Glauser
Am Tisch muss keine Maske getragen werden, wer sich im Restaurant bewegt – drinnen und draussen –, muss hingegen eine Maske tragen.

Am Tisch muss keine Maske getragen werden, wer sich im Restaurant bewegt – drinnen und draussen –, muss hingegen eine Maske tragen.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Der Bundesrat beschloss Ende Mai weitere Lockerungen in vielen Bereichen .

  • Ab heute dürfen Restaurants wieder die Innenräume öffnen, draussen dürfen sechs Personen am Tisch sitzen.

  • Ausserdem dürfen Veranstaltungen mit mehr Personen durchgeführt werden und die Homeoffice-Pflicht ist gefallen.

  • Für Geimpfte und Genesene gilt keine Quarantänepflicht mehr und Amateursportler und -sportlerinnen dürfen in grösseren Gruppen Sport treiben.

Heute Montag ist Tag der Lockerungen. Die vom Bundesrat am 26. Mai beschlossenen Änderungen der Coronavirus-Massnahmen gelten ab dem 31. Mai. Der Öffnungsschritt fiel grösser aus, als es zuvor erwartet worden war.

Restaurants

Restaurants können nun auch die Tische in den Innenräumen wieder besetzen. Es gilt: Abstand oder Abschrankung, maximal vier Personen pro Tisch, Erhebung der Kontaktdaten aller Gäste und Sitzpflicht. Neu sind auf der Terrasse Sechsertische möglich. Zudem wird die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr aufgehoben. Am Tisch muss keine Maske getragen werden, wer sich im Restaurant bewegt – drinnen und draussen –, muss hingegen eine Maske tragen. Für das Personal gilt eine Maskenpflicht.

Publikumsveranstaltungen

Neu gilt für Veranstaltungen in Innenräumen ein Limit von 100 anstatt 50 Personen und draussen von 300 statt 100 Personen. Es darf die Hälfte der Raumkapazität genutzt werden statt wie bisher bloss ein Drittel. Dieselben Regeln gelten für religiöse Veranstaltungen. Veranstaltungen ohne Publikum, wie Vereinsanlässe oder Führungen, sollen innen und aussen mit maximal 50 statt wie bisher 15 Personen möglich sein. Dies gilt auch für private Anlässe, wie Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern, die nicht in den eigenen privaten Räumlichkeiten stattfinden. Für Menschenansammlungen im öffentlichen Raum gelten keine Einschränkungen mehr.

Private Treffen

Ab heute Montag sind die Limiten für private Treffen von zehn auf 30 in Innenräumen und von 15 auf 50 draussen erhöht. Dies war von einer grossen Mehrheit der Kantone gefordert worden.

Homeoffice

Auch die Homeoffice-Pflicht ist gefallen. Vorerst aber nur für Betriebe, die regelmässig testen. Die Homeoffice-Pflicht wird für jene Betriebe, die einmal pro Woche testen, in eine Homeoffice-Empfehlung umgewandelt. Sobald alle Personen geimpft sind, die dies möchten, soll die Homeoffice-Regel ohne Vorgaben zum repetitiven Testen gelockert werden. Die Regelung zum Schutz besonders gefährdeter Personen am Arbeitsplatz wird verlängert.

Keine Quarantäne für Geimpfte und Genesene

Genesene sind jetzt für sechs Monate von der Kontaktquarantäne und der Reisequarantäne ausgenommen. Das gilt auch für Geimpfte. Voraussetzung ist eine vollständige Impfung mit einem in der Schweiz oder durch die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff. Auch Personen unter 16 Jahren werden von der Reisequarantäne und der Testpflicht bei der Einreise ausgenommen. Die Ausnahmen von der Reisequarantäne und von der Testpflicht gelten nicht für genesene und geimpfte Personen, die aus Ländern mit besorgniserregenden Virusvarianten einreisen.

Amateursport: Grössere Gruppen, Wettkämpfe mit Publikum

Neu dürfen im Amateurbereich maximal 50 statt 15 Personen gemeinsam Sport treiben. Publikum ist zugelassen. Dabei gelten die Regeln für Publikumsanlässe. Wettkämpfe von Mannschaftssportarten sind nur draussen erlaubt. Kontaktsport wie Paartanz oder Schwingen ist in Innenräumen ohne Maske nur in beständigen Gruppen von vier Personen erlaubt. Die Flächenvorgabe für ruhige Sportarten in Innenräumen (z. B. Yoga) wird von 15 auf zehn Quadratmeter pro Person angepasst.

Thermalbäder und Wellnesseinrichtungen dürfen wieder öffnen. Es gelten einheitlich 15 Quadratmeter pro Person, die Aktivitäten dürfen ohne Maske, müssen aber mit Abstand ausgeübt werden. Dieselben Regeln gelten für Hallenbäder. Geschlossen bleiben müssen hingegen Wasserparks, wie beispielsweise das Alpamare.

Ein weiterer Öffnungsschritt vor dem Sommer

Weil der Öffnungsschritt Ende Mai nun grösser als geplant ausfällt, ist vor der Sommerpause nur noch ein weiterer, ebenfalls grösserer Öffnungsschritt geplant. Dies war auch ein Wunsch der Kantone. Damit können auch die Auswirkungen dieses Öffnungsschritts besser beobachtet werden und die Umsetzung der Regelung muss nicht innert kurzer Zeit mehrfach angepasst werden. Der Bundesrat schickt das nächste Öffnungspaket, das ab dem 1. Juli gelten soll, voraussichtlich am 11. Juni in Konsultation und entscheidet darüber am 23. Juni.

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