19.06.2020 13:10

Corona-Pandemie

Diese Lockerungen hat der Bundesrat beschlossen

Die Polizeistunde für Restaurants, Bars und Clubs wird aufgehoben, an Demos gilt Maskenpflicht: Der Bundesrat will die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ab Montag weitgehend aufheben. Die Übersicht.

von
Daniel Krähenbühl
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Veranstaltungen und Versammlungen sind per 22. Juni mit bis zu 1000 Personen sind wieder erlaubt.

Veranstaltungen und Versammlungen sind per 22. Juni mit bis zu 1000 Personen sind wieder erlaubt.

KEYSTONE
Das Nachverfolgen von Kontakten muss aber stets möglich sein. Der Veranstalter muss sicherstellen, dass die Zahl der maximal zu kontaktierenden Personen nicht grösser als 300 ist, etwa durch die Unterteilung in Sektoren.

Das Nachverfolgen von Kontakten muss aber stets möglich sein. Der Veranstalter muss sicherstellen, dass die Zahl der maximal zu kontaktierenden Personen nicht grösser als 300 ist, etwa durch die Unterteilung in Sektoren.

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An Demonstrationen gibt es keine Obergrenze für die Anzahl teilnehmender Personen, es gilt aber eine 
Maskentragpflicht. Diese Änderung für politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen gelten bereits ab Samstag, 20. Juni 2020.

An Demonstrationen gibt es keine Obergrenze für die Anzahl teilnehmender Personen, es gilt aber eine
Maskentragpflicht. Diese Änderung für politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen gelten bereits ab Samstag, 20. Juni 2020.

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An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat diverse Entscheide zu weiteren Lockerungsschritten gefällt. So werden ab Montag, 22. Juni 2020, die Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus weitgehend aufgehoben. Einzig Grossveranstaltungen bleiben bis Ende August verboten. 20 Minuten fasst die wichtigsten Entscheide zusammen.

Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 1000 Personen möglich

Veranstaltungen und Versammlungen sind per 22. Juni mit bis zu 1000 Personen wieder erlaubt. Das Nachverfolgen von Kontakten muss aber stets möglich sein. Der Veranstalter muss sicherstellen, dass die Zahl der maximal zu kontaktierenden Personen nicht grösser als 300 ist, etwa durch die Unterteilung in Sektoren. Kantone können diese Grenzen jedoch auch herabsetzen.

Grossveranstaltungen von mehr als 1000 Personen sind ab Anfang September wieder erlaubt, sofern sich die epidemiologische Lage nicht verschlechtert. Dabei müssen die Teilnehmenden ebenfalls in Sektoren aufgeteilt werden.

Die Massnahmen im Überblick.

Die Massnahmen im Überblick.

Bundesrat

Ende der Polizeistunde für Bars und Clubs

In Restaurants besteht ab dem 22. Juni keine Sitzpflicht mehr. Der Bundesrat hat zudem die Sperrstunde für Restaurationsbetriebe, Discos und Nachtclubs aufgehoben.

Abstandsregel: Von 2 auf 1.5 Meter

Der Mindestabstand zwischen zwei Personen wird angesichts der tiefen Fallzahlen von 2 Metern auf 1,5 Meter reduziert. Der Abstand kann weiterhin unterschritten werden, wenn eine Maske getragen wird oder
Trennwände vorhanden sind. Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, zum Beispiel im Konzert oder im Kino, reicht das Leerlassen eines Sitzes.

Falls an Veranstaltungen, Anlässen oder in Schulen die Distanzmassnahmen nicht möglich sind, müssen Kontaktlisten geführt werden. Damit ist bei einem positiven Fall das Nachverfolgen der Kontakte (Contact
Tracing) sichergestellt.

Maskenpflicht an Demonstrationen, Empfehlung im ÖV

An Demonstrationen gibt es keine Obergrenze für die Anzahl teilnehmender Personen, es gilt aber eine Maskentragpflicht. Diese Änderung für politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen gelten bereits ab Samstag, 20. Juni 2020.

Im öffentlichen Verkehr wird das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann. Alle Reisenden sollen stets eine Gesichtsmaske bei sich tragen.

Home-Office-Empfehlung wird aufgehoben

Die Entscheidung darüber, ob die Arbeitnehmenden zu Hause oder im Büro arbeiten sollen, ist zukünftig dem Arbeitgeber überlassen. Die Home-Office-Empfehlungen werden aufgehoben, ebenso die Vorgaben zum Schutz der Gruppe besonders gefährdeter Personen. Auch diese können wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Der Arbeitgeber ist aber verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmenden mit entsprechenden Massnahmen zu schützen. Es gilt das Arbeitsgesetz. Die vereinfachten Grundregeln gelten auch für das Gewerbe, die Industrie sowie öffentlich nicht zugängliche Dienstleistungsbetriebe. Schutzkonzepte seien hier nicht nötig.

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1029 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Heuchler müssen entlarft werde

20.06.2020, 15:44

Hallo Sulj, wieder zuhause, in der schönen Stadt Luzern? Sie waren doch, gemäss Ihren Kommentaren, während des LD's stets in Ungarn, Budapest. Wir hoffen, dieser Kommentar wird geschaltet.

Walla

20.06.2020, 15:05

Lockerungen sind schon okay. Aber die lieben Schweizer checken den Umgang mit Regel echt nicht. Sie sind immer am fordern, vorallem unsere Politiker von links bis recht sind absolut nicht zu gebrauchen, ich bin gerade im Südtirol, da ist mundschutz tragen selbstverständlich und übernehmen Verantwortung gegenüber anderen

Sulj

20.06.2020, 11:19

Dieser Entscheid ist lachhaft, überall im Ausland sind zwar Masken in den Einkaufsläden Pflicht, aber mit dem Abstand halten das kann gar nicht funktionieren, denn an einem Anlass dürfen jetzt 1000 Leute sein, wie geht das denn mit 1, 5m Abstand? Da steht der eine im Kt.Aargau und der andere im Kanton Luzern oder Solothurn.