Vivamask: Diese Maske kann man auf dem Kompost entsorgen
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VivamaskDiese Maske kann man auf dem Kompost entsorgen

Man findet sie inzwischen fast überall im öffentlichen Raum: Achtlos weggeworfene Gesichtsmasken. Eine Schwyzer Firma hat nun eine biologisch abbaubare Maske entwickelt.

von
Gianni Walther
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Die Vivamask der Firma Forpex in Altendorf kann nach dem Ende ihrer Lebensdauer auf dem Kompost oder im Pflanzentopf entsorgt werden.

Die Vivamask der Firma Forpex in Altendorf kann nach dem Ende ihrer Lebensdauer auf dem Kompost oder im Pflanzentopf entsorgt werden.

Forpex
Marianne und Fredy Baumeler mit der kompostierbaren Maske.

Marianne und Fredy Baumeler mit der kompostierbaren Maske.

Forpex
Die Maske wird in der Schweiz hergestellt.

Die Maske wird in der Schweiz hergestellt.

Forpex

Darum gehts

  • Millionen von Masken werden täglich in der Schweiz verbraucht.

  • Immer wieder werden Masken nicht korrekt entsorgt, sondern landen beispielsweise am Strassenrand.

  • Eine Schwyzer Firma produziert nun Masken, die biologisch abbaubar sind. Damit sollen Mensch und Umwelt geschützt werden.

  • Entwickelt wurde die Maske unter anderem in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg.

Sie kamen mit der Corona-Pandemie auf und sind inzwischen nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken: Gesichtsmasken, die die Bevölkerung vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen sollen. Eigentlich gehören sie nach dem Gebrauch in den Abfall, doch immer wieder werden Schutzmasken auch achtlos weggeworfen. Dem will eine Firma aus Altendorf im Kanton Schwyz nun mit einer wiederverwendbaren und biologisch abbaubaren Schutzmaske entgegenwirken.

«Viele Masken bestehen primär aus Kunststoff», sagt Climatex-CEO Fredy Baumeler. Für die Produktion von üblichen Masken würden viele Chemikalien benötigt. Weiter entstehe ein Problem mit Mikroplastik, denn beispielsweise durch Abrieb werden kleinste Teilchen von der Maske gelöst. «Die Masken hängt man sich direkt vor die Nase. Man will das doch nicht alles einatmen», so Baumeler. Auch für die Natur seien die Stoffe ein Problem: «Die synthetischen Fasern benötigen 400 bis 500 Jahre, bis sie verrotten», sagt Baumeler weiter.

Zusammen mit dem Start-up Holy Shit der Leuphana Universität Lüneburg und der Viotrade GmbH habe man deshalb eine wiederverwendbare und biologisch abbaubare Schutzmaske entwickelt. «Wenn man sie nicht mehr braucht, kann man die Vivamask auf den Kompost werfen oder in den Blumentopf stecken», sagt Baumeler. Denn die Maske sei aus biologisch sicheren Materialien hergestellt . Dadurch sollen Mensch und Umwelt geschützt werden.

Maske wird in der Schweiz hergestellt

Vertrieben wird die Vivamask von der Firma Forpex in Altendorf im Kanton Schwyz. «Zugeschnitten und genäht werden die Masken in der Schweiz», sagt Geschäftsführerin Marianne Baumeler. Der Stoff komme aus Deutschland, die Ohrbändel werden in Bichelsee TG hergestellt, gefärbt werde in Strengelbach AG. «Die Masken sind im Preis vergleichbar mit anderen Community-Masken, obwohl sie in der Schweiz hergestellt werden», sagt sie. So kosten zwei Masken inklusive einer Packung mit acht Filtern 28 Franken, eine Packung mit acht Filtern kostet 3,50 Franken.

Es handle sich um eine Community-Maske, in die man einen Filter einlegen kann. Dieser bestehe zu mehr als 99 Prozent aus biobasiertem Zellstoff. Baumeler: «In Kombination mit dem Filter bietet die Maske erhöhten Schutz, in der Filterleistung etwa vergleichbar mit einer FFP- oder Medizinmaske.» Entsprechend sei der Filter auch zertifiziert. Die Maske sei koch- und waschbar und überstehe mindestens 50 Mal Zyklen, ehe Materialermüdungen auftreten. Wegen seiner feinen Poren sei der Filter aber nicht waschbar: Er muss im Abfall entsorgt werden.

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Hier findest du Hilfe:

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

Deine Meinung

2 Kommentare
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Realist70

24.02.2021, 18:40

Am Besten gar keine Maskenumweltverschmutzung mehr - so was von unnötig!

Newsscout

24.02.2021, 18:04

Gratiszeitungen dürfen auch in den Kompost, Redaktoren und Praktikanten müssen allerdings in einem Castor-Behälter isoliert werden, bis endlich eine Endlagerstätte gefunden wird.