Rickli zu Nati-Sieg: «Diese Momente verbinden Schweizer und Secondos»
Aktualisiert

Rickli zu Nati-Sieg«Diese Momente verbinden Schweizer und Secondos»

Rechte Politiker feiern nach dem Sieg der Schweizer Fussball-Nati die Spieler mit Migrationshintergrund. Diese verdienten Achtung und Respekt.

von
N. Glaus

SVP-Bundesrat Ueli Maurer macht es vor: Auf Twitter dankt er via VBS der Schweizer-Nati: «Die Schweizer-Fussball-Nationalmannschaft spielt im WM-Achtelfinal! Ich bin begeistert und gratuliere herzlich!»

Parteikollegen ziehen nach: «Meine Freude ist riesig und in so einem Fall ist mein Nationalstolz noch etwas grösser als sonst», kommentiert der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr den Sieg. Dass die drei Tore mit Xherdan Shaqiri ein Schweizer Bürger mit Migrationshintergrund geschossen hat, mindert seinen Stolz nicht: «Shaqiri und auch die anderen Nati-Spieler haben zu Recht den Schweizer Pass verdient», das hätten sie erneut bewiesen. In diesem Sinne meint Fehr: «Für einmal danke ich den Secondos für diese Sonderleistung.»

Sport verbindet Secondos und Schweizer

Natalie Rickli ist überzeugt, dass der Sieg das Land zusammenschweisst: «Diese Momente verbinden Stadt und Land, Alt und Jung, aber eben auch Secondos und Schweizer.» Die Zürcher SVP-Nationalrätin findet es widersprüchlich, dass gerade von linker Seite im Zusammenhang mit der Nati regelmässig von Secondos gesprochen werde. «Für mich sind das Schweizer.» Wenn jemand unsere Sprache spricht, die Kultur akzeptiert, hier arbeitet und sogar für die Fussball-Nati spiele, zeige das ja gerade die gelungene Integration. Zudem sollte man Sport und Politik trennen und sich jetzt einfach am guten Resultat freuen.

Dieser Meinung ist auch der Parteikollege und Nationalrat Walter Wobmann, der sich ebenso über den Schweizer Sieg freut: «Wenn jemand einen guten Job macht, verdient er Achtung und Respekt.» Da die Nati-Spieler alle rechtmässig eingebürgert seien, spiele es deshalb keine Rolle, was für Namen die Fussballer tragen würden.

Ob Müller, Huber oder Shaqiri, «das ist Wurst»

Auch Hans Fehr ist es deshalb egal, wer für die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft die Tore schiesst. Für das kommende Spiel gegen Argentinien prophezeit Fehr, bei einem «unglaublichen Siegeswillen» der Mannschaft, ein 2:1 für die Schweiz. «Ob der Torschütze dann einen Schweizer Namen oder einen ausländischen Namen trägt, ist mir Wurst.»

Deine Meinung