Sport-Helden trotz Enttäuschung - Diese Nati hat ein ganzes Land mit Stolz erfüllt – danke!
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Sport-Helden trotz EnttäuschungDiese Nati hat ein ganzes Land mit Stolz erfüllt – danke!

Weltmeister Frankreich rausgekickt, Spanien grösstenteils dominiert – diese Schweizer Nationalmannschaft hat mit ihren Leistungen ein ganzes Land vereint und zum Jubeln gebracht.

von
Tobias Wedermann
(St. Petersburg)
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Publikumslieblinge und bejubelt trotz EM-Out: Die Schweizer Nati hat sich mit einer erneut herausragenden Leistung in die Herzen der Fussballfans gespielt.

Publikumslieblinge und bejubelt trotz EM-Out: Die Schweizer Nati hat sich mit einer erneut herausragenden Leistung in die Herzen der Fussballfans gespielt.

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Dabei zeigten gleich mehrere Spieler eine Weltklasse-Leistung gegen Spanien. Etwa Ricardo Rodriguez.

Dabei zeigten gleich mehrere Spieler eine Weltklasse-Leistung gegen Spanien. Etwa Ricardo Rodriguez.

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Oder Manuel Akanji und Yann Sommer.

Oder Manuel Akanji und Yann Sommer.

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Darum gehts

  • Trotz eines heroischen Kampfes ist die Nati am Freitagabend gegen Spanien ausgeschieden.

  • Mehrere Nati-Stars zeigten im Viertelfinal eine Weltklasse-Leistung.

  • Mit elf Spielern und Granit Xhaka hätte die Reise wohl in den Halbfinal geführt.

EM-Viertelfinal gegen Titelfavorit Spanien in St. Petersburg. Es war das grösste Spiel in der Geschichte der Schweizer Nationalmannschaft. Und alle fragten sich, kann die Schweiz eine Leistung wie gegen Frankreich am Montag wiederholen? Ja, sie konnte es. Und wie. Nach einer eher durchzogenen ersten Halbzeit mit wenig Torchancen führten die Spanier mit 1:0 durch ein Eigentor von Denis Zakaria. Pechvogel Zakaria, der für den gesperrten Captain Granit Xhaka in der Startelf stand. Xhakas Fussstapfen waren zu gross, Zakaria konnte die Erwartungen an ihn nicht erfüllen. Doch die Mannschaft kompensierte den Ausfall des Captains gemeinsam.

Manuel Akanji, Nico Elvedi, Silvan Widmer und ganz besonders Ricardo Rodriguez spielten eine ausgezeichnete Partie. Leidenschaft, Timing, Kampf und manchmal auch ein bisschen Glück – in der Schweizer Defensive stimmte einfach alles. In der zweiten Halbzeit kam auch noch die Offensive dazu. Die Schweizer Nati, die am Montag bereits den Weltmeister Frankreich aus dem Turnier geworfen hatte, hatte nun Titelfavorit Spanien im Griff. Die Nati war gar klar die bessere Mannschaft und belohnte sich in der 68. Minute mit dem Ausgleich durch Xherdan Shaqiri, der in diesem geschichtsträchtigen Spiel die Captainbinde trug.

Yann Sommer, der grosse Held des Spiels

Es war angerichtet, die Schweiz konnte erneut eine Sensation schaffen. Die Herzen der neutralen russischen Fans hatte die Schweizer Elf bereits erobert. Bei jedem Angriff wurde gejubelt, als wäre das Stadion voller Schweizer Fans. Gänsehaut. Und dann, in der 77. Minute, folgte die spielentscheidende Szene. Schiedsrichter Michael Oliver griff in die Partie ein. Remo Freuler grätschte in einem sonst sehr fairen Spiel seinen Gegenspieler um, spielt aber zuerst den Ball. Doch der englische Schiri zückte die Rote Karte. Vielleicht keine glasklare Fehlentscheidung. Aber dennoch eine extrem harte Entscheidung, ein Eingriff des Schiedsrichters, der diesem Spiel nicht würdig war. Vor allem von einem englischen Schiedsrichter, dessen Premier League Jahr für Jahr mit ihrer «englischen Härte» prahlt.

Doch diese Schweizer Nationalmannschaft liess sich erneut nicht von einem Rückschlag unterkriegen. Sie zeigte Herz, Leidenschaft, Kampf und ging über ihre Grenzen hinaus. Es war das zweite Mal in dieser Woche zu dem Moment gekommen, in dem Helden geboren werden. Wie schon am Montag hiess dieser Held Yann Sommer. Er zeigte erneut eine Weltklasse-Leistung. Chance um Chance der Spanier parierte der 32-Jährige und mutierte zum Publikumsliebling in der russischen Arena. Wenn Sommer mal nicht zur Stelle war, waren es seine Mitspieler. Ein heldenhafter Kampf dieser Mannschaft mit einem Mann weniger auf dem Feld.

Der Traum vom Halbfinal war so nahe

Dann kam das Elfmeterschiessen. Sergio Busquets verschiesst als Erster für die Spanier. Gavranovic trifft sicher für die Schweiz. Es war der Moment, als der Traum vom EM-Halbfinal so unglaublich nah schien. Doch nach Mario Gavranovic verwandelte keiner der Schweizer mehr einen Penalty. Das EM-Aus. Nach der WM 2018 heisst es auch drei Jahre später an der EM: Endstation St. Petersburg für die Nati. Enttäuschung pur auf dem Feld. Doch die mehreren hundert Schweizer Fans im Stadion feierten ihre Nati. Zurecht.

Diese Mannschaft hat ein ganzes Land mit purem Stolz und Freude erfüllt. Von jung bis alt, von links bis rechts. Für ein paar Stunden gab es in dieser Woche nur noch Nati-Euphorie. Wunderschöne Jubelszenen in der ganzen Schweiz. Selbst Schweizerinnen und Schweizer, die sich nicht gross für Fussball interessieren, fieberten zuhause vor dem Fernseher mit. Dieses Team hat grosse Schweizer Sportgeschichte geschrieben. Und wer weiss, wo die Geschichte hingeführt hätte, wenn der englische Schiedsrichter etwas mehr Fingerspitzengefühl gezeigt hätte und Granit Xhaka auf dem Feld gestanden wäre. Aber die Weltmeisterschaft 2022 kommt schon bald. Diese Generation hat noch ein weiteres grosses Turnier in den Beinen. Bis dahin: Danke für diese Reise, liebe Nati!

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