Krieg in der Ukraine: Diese Oligarchen sind seit Kriegsbeginn unter mysteriösen Umständen gestorben
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Krieg in der UkraineDiese Oligarchen sind seit Kriegsbeginn unter mysteriösen Umständen gestorben

Mindestens zwölf russische Geschäftsmänner und Familienmitglieder haben seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine ihr Leben gelassen – jedoch nicht auf dem Schlachtfeld.

von
Dominik Fischer
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Mikhail Watford (66) war am 28. Februar tot in seiner Villa im britischen Surrey aufgefunden worden.

Mikhail Watford (66) war am 28. Februar tot in seiner Villa im britischen Surrey aufgefunden worden.

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Der hochrangige Gazprom-Manager Alexander Tyulyakow (61) war bereits am 25. Februar erhängt in seinem Haus nahe St. Petersburg gefunden worden.

Der hochrangige Gazprom-Manager Alexander Tyulyakow (61) war bereits am 25. Februar erhängt in seinem Haus nahe St. Petersburg gefunden worden.

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Vladislav Avaev (51) soll in Moskau seine Frau, die gemeinsame Tochter und sich selbst getötet haben. 

Vladislav Avaev (51) soll in Moskau seine Frau, die gemeinsame Tochter und sich selbst getötet haben. 

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Darum gehts

  • Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine sind mindestens fünf Oligarchen tot aufgefunden worden. 

  • Bei mehreren von ihnen starben auch Familienangehörige.

  • In einigen Fällen gehen die Ermittelnden von Mord mit anschliessendem Suizid aus. 

  • Die Todesfälle folgen auf den Krieg in der Ukraine und die westlichen Sanktionen. Die Zusammenhänge sind jedoch unklar. 

Bereits fünf Oligarchen sind seit Beginn der russischen Invasion tot aufgefunden worden. Mehrere von ihnen sollen sich selber das Leben genommen haben und vorher eigene Familienmitglieder getötet haben. Mit diesen Familienmitgliedern zählt «LeMatin» insgesamt zwölf Tote. 

Sergey Protosenya und seine Familie

Der 55-jährige Multimillionär Sergey Protosenya ist am vergangenen Dienstag erhängt im Garten einer Villa in Lloret de Mar aufgefunden worden. Seine Frau Natalia (53) und seine Tochter Maria (18) wurden im Inneren der Villa ebenfalls tot aufgefunden und wiesen Stichwunden auf. Neben Protosenyas Leiche wurden eine Axt und ein Messer gefunden. Die Polizei geht laut «Newsweek» davon aus, dass der Oligarch seine Familie und dann sich selbst umbrachte. Protosenya war leitender Angestellter des russischen Energie-Konzerns Novatek, sein Vermögen wurde auf 440 Millionen Dollar geschätzt. 

Vladislav Avaev und seine Familie

Einen Tag vor den Ereignissen in Lloret de Mar hatte sich in einer Moskauer Luxuswohnung eine ähnliche Tragödie ereignet. Dort wurde der ehemalige Vizepräsident der Gazprombank, Vladislav Avaev (51), tot aufgefunden, ebenso wie seine Frau und ihre 13-jährige Tochter. Die Wohnung sei von innen verriegelt gewesen und Avaev soll eine Waffe in der Hand gehabt haben. Alles deutet somit darauf hin, dass der Oligarch seine Frau und Tochter und anschliessend sich selbst tötete. Avaev soll zudem im Büro des Präsidenten und in der Duma gearbeitet haben. 

Vassili Melnikow und seine Familie

Bereits am 24. März wurde über den Tod des Milliardärs Vassili Melnikow berichtet, der gemeinsam mit seiner Frau und ihren zwei Söhnen tot in seinem Luxus-Apartment in Nischni Nowgorod aufgefunden wurde. Gemäss der russischen Zeitung «Kommersant» sollen alle vier durch Messerstiche ermordet worden sein. Auch hier ist wahrscheinlich, dass Melnikow seine Familie und dann sich selbst umbrachte. Er selbst soll mit einer durchschnittenen Pulsader gefunden worden sein. Im Fall Melnikows glauben jedoch nicht alle diese Theorie. Melnikows medizinisches Unternehmen MedStom soll wegen der westlichen Sanktionen riesige Verluste erlitten haben. 

Mikhail Watford

Bereits am 28. Februar war Mikhail Watford (66) tot in seiner 18-Millionen-Villa im britischen Surrey aufgefunden worden. Der in der Ukraine geborene Oligarch hat sein Vermögen im Öl- und Gasgeschäft gemacht. Wie unter anderem die «DailyMail» berichtet, fand Watfords Gärtner ihn erhängt in seiner Garage. Watford soll mit seiner Frau und drei Kindern in dem Haus gelebt haben. Sein Selbstmord folgte kurz nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine. 

Alexander Tyulyakow

Einen Tag nach Beginn der russischen Invasion am 25. Februar war bereits der hochrangige Gazprom-Manager Alexander Tyulyakow (61) erhängt in seinem Haus nahe St. Petersburg gefunden worden. Vor seinem Tod soll er eine unbekannte Nachricht verfasst haben. 

Zu einigen der Tathergänge müssen die Umstände noch geklärt werden. Es ist unklar, ob die Todesserien in einem Zusammenhang zum Ukraine-Krieg und den westlichen Sanktionen stehen oder ob es sich um eine düstere Verkettung zufälliger Ereignisse handelt.  

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