Unbeleuchtete Treppe: «Diese Passerelle ist eine Katastrophe»
Aktualisiert

Unbeleuchtete Treppe«Diese Passerelle ist eine Katastrophe»

Ein Bahnübergang in Liestal BL stelle ein Sicherheitsrisiko dar, kritisieren Anwohner. Grund des Anstosses ist die fehlende Beleuchtung. Bei Dunkelheit seien die Stufen nicht zu erkennen.

von
jd
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Eine provisorische Passerelle in Liestal ärgert Anwohner.

Eine provisorische Passerelle in Liestal ärgert Anwohner.

jd
In der Facebookgruppe «Liestal vernetzt» wird moniert, dass der Übergang nicht beleuchtet ist.

In der Facebookgruppe «Liestal vernetzt» wird moniert, dass der Übergang nicht beleuchtet ist.

jd
Dies stelle ein «Sicherheitsrisiko» dar.

Dies stelle ein «Sicherheitsrisiko» dar.

jd

Wer von der einen Seite der Geleise auf die andere wechseln möchte, kommt nicht an ihr vorbei: Der Schwieri-Passerelle in Liestal. Doch sobald das Tageslicht schwindet, sei die Überquerung ein regelrechtes Problem, finden die Anwohner. «Die steile Treppe ist nachts ein echtes Sicherheitsrisiko», schreibt ein Mann in der Facebookgruppe «Liestal vernetzt». Denn: Die Passerelle ist zurzeit nicht beleuchtet.

Bei der Überführung handelt es sich um ein Provisorium. Die SBB informiert auf einem Aushang, dass die neue Passarelle voraussichtlich im Sommer 2021 in Betrieb gehen wird.

«Wartet bis der Winter kommt»

Solange wollen die Liestaler ihr Schicksal aber nicht hinnehmen. Die Passerelle sei eine «Katastrophe», klagt eine Anwohnerin gegenüber 20 Minuten. Auch die steile Treppe wird kritisiert, die auf das Provisorium führt. «Wartet ab, bis der Winter kommt. Man kann die Passerelle nicht mal mehr mit einem Einkaufswagen nutzen, geschweige denn mit einem Kinderwagen», so die Frau. Es sei schlichtweg eine «Frechheit».

Doch es gibt auch besänftigende Stimmen. «Logisch ist es eine Einschränkung, aber noch lange keine Katastrophe und auch keine Frechheit, sondern ein Kompromiss», schaltet sich eine Userin in die Diskussion ein. Passanten könnten sich schliesslich bei Dunkelheit mit ihrem Smartphone den Weg leuchten, schreibt eine andere Userin. «Es hat sowieso immer jeder sein Handy in der Hand. Wieso also beleuchten», fragt sie. Die Frau wird jedoch in die Schranken gewiesen. Man könne nicht davon ausgehen, dass jedermann ein Handy mit Taschenlampenfunktion besitze.

«Na super. Wenn du eine Tasche trägst und dich am Geländer festhalten musst, kannst du das mit dem Handy vergessen», lautet die Antwort einer Drittperson. «Wir sprechen mal darüber wenn sie nicht mehr so gut zu Fuss sind, dann werden sie es mit anderen Augen betrachten.»

SBB verspricht Licht

Bei der SBB gingen schon mehrere Beschwerden wegen der dunklen Überführung ein. «Ich habe vor zehn Tagen der Projektleitung geschrieben und noch keine Antwort erhalten», nervt sich ein Anwohner auf Facebook.

Mehr Glück hatte ein anderer Liestaler, der in der gleichen Sachen bei der SBB vorstellig wurde und eine Mail des Projektleiters erhielt. Dieser antwortet ihm, dass die Passerelle künftig beleuchtet werden soll. «Es werden Beleuchtungselemente im Bereich des provisorischen Aufganges installiert. Der Auftrag wurde bereits freigegeben und wird demnächst umgesetzt», verspricht er.

Gegenüber 20 Minuten sagt die SBB, dass sie auf eine Beleuchtung verzichtet hätte, da die umliegende Strassenbeleuchtung bis jetzt ausgereicht habe. Nun werde man sich jedoch um eine angemessene Lichtquelle kümmern.

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