Pastasorten und ihre Unterschiede: Alles über Rigatoni, Pappardelle und Penne

Pastagerichte und -sorten gibt es viele, doch welche Unterschiede gibt es in Sachen Kalorien, Nährstoffe und Geschmack? 

Pastagerichte und -sorten gibt es viele, doch welche Unterschiede gibt es in Sachen Kalorien, Nährstoffe und Geschmack? 

Pexels / Ketut Subiyanto
Aktualisiert

Nudel-EinmaleinsDiese Pastasorte hält dich am längsten satt

Gibts bei dir nur Pasta-Klassiker aus Weizen oder variierst du bei Art? Wir erklären die Unterschiede von Eiernudeln, Vollkorn-Pasta und Nudeln aus Linsen oder Dinkel.

von
Luise Faupel

Die grosse Auswahl an Pastasorten soll jeden Geschmack treffen und manche Pastaköchinnen und -köche achten sogar darauf, welche Nudelform zu welcher Sauce passt. Aber welche Teigwaren enthalten eigentlich am meisten Ballaststoffe? Gibt es eine Sorte, die besonders kalorienarm ist? Und was ist eigentlich mit dem Trend zu Teigwaren aus Hülsenfrüchten? Wir haben die Unterschiede zusammengefasst.

Pasta aus Hartweizengriess (und Eiern)

Klassische Pasta besteht aus Hartweizengriess oder einfachem Weissmehl, manchmal kommen noch Eier dazu (Eiernudeln). Die Teigwaren liefern komplexe Kohlenhydrate, die im Körper in Einzelteile aufgespalten werden müssen. Dadurch werden sie langsam verdaut und geben dementsprechend langsam Energie ab, was schön satt macht. Sportlerinnen und Sportler futtern daher gerne Pasta.

Die herkömmlichste Pasta besteht meist aus Hartweizengriess und enthält keine Eier.

Die herkömmlichste Pasta besteht meist aus Hartweizengriess und enthält keine Eier.

Pexels / Jéshoots

Der Unterschied zwischen Mehl und Griess besteht übrigens darin, dass Mehl feiner gemahlen ist. Das zur Nudelherstellung meist verwendete ausgemahlene Weizenmehl Typ 405 und der Weizengriess enthalten nur sehr wenig Mineralstoffe – diese sitzen eher in der Schale des Korns, die dann schon ab ist.

Die Typenzahl auf der Mehlpackung gibt an, wie viele Schalen-Bestandteile enthalten sind. Je höher die Zahl, desto dunkler, gröber und gesünder das Mehl.

Vollkornpasta

Die Pasta Integrale, also Pasta aus Vollkorn, erkennt man bereits an ihrer Farbe: Sie ist im Vergleich zu herkömmlicher Pasta deutlich dunkler. Den Unterschied schmeckt man auch: Die Teigwaren sind herber. Besonders, wenn die verwendete Getreidesorte Roggen ist.

Vollkornpasta enthält mehr gesunde Fette und Vitamine als Pasta aus Weissmehl. 

Vollkornpasta enthält mehr gesunde Fette und Vitamine als Pasta aus Weissmehl. 

Getty Images/iStockphoto

In Vollkornnudeln stecken mehr Ballast-, Mineral- und Mikronährstoffe als in ihren hellen Verwandten. Denn neben dem Mehlkörper des Getreidekorns wird bei der Herstellung auch die äussere Schicht inklusive des Keimlings genutzt. Auch gesunde Fette und Vitamine schaffen es so in die Pasta. Kalorienärmer sind die Teigwaren aus Vollkorn zwar nicht (sie haben etwa gleich viele oder etwas mehr Kalorien) – sie halten dafür aber länger satt.

Die verschiedenen Pasta-Formen

Bei den Pastagerichten in der Speisekarte verstehst du nur Bahnhof? Die Endung des Nudel-Namens verrät dir etwas über ihre Optik. In der Galerie klären wir dich auf:

Nudeln, die mit «elle» enden – wie Tagliatelle oder Pappardelle – sind eher breit.

Nudeln, die mit «elle» enden – wie Tagliatelle oder Pappardelle – sind eher breit.

Pexels / Polina Tankilevitch
Die Endungen «ette» und «ine» oder «ini» stehen dagegen für schmal oder klein – etwa bei Orecchiette oder Tortellini der Fall.

Die Endungen «ette» und «ine» oder «ini» stehen dagegen für schmal oder klein – etwa bei Orecchiette oder Tortellini der Fall.

Pexels / Karolina Grabowska
Der Klassiker: schmale Spaghetti. Sie passen besonders gut zu Bolognese oder Carbonara.

Der Klassiker: schmale Spaghetti. Sie passen besonders gut zu Bolognese oder Carbonara.

Pexels / Karolina Grabowska

Dinkel- und Linsenpasta

Dinkelnudeln (Pasta Farro) und Pasta aus Linsen (Pasta Lenticchie), Erbsen, Bohnen oder Soja werden immer beliebter. Die Variante aus Dinkel enthält zwar wie Weissmehlnudeln kurzkettige Kohlenhydrate, liefert dir jedoch ein paar mehr Vitamine. 

Isst du häufig Nudeln?

Nudeln aus Hülsenfrüchten haben im Vergleich zu klassischen Getreidenudeln einen höheren Eiweissgehalt. Je nach Sorte weisen sie auch mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe auf und sind glutenfrei, da sie nicht aus Weizen hergestellt sind. Eine gute Alternative für Menschen, die eine Intoleranz gegenüber Gluten haben. 

Linsenpasta ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch gut sättigend dank vieler Ballaststoffe.

Linsenpasta ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch gut sättigend dank vieler Ballaststoffe.

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Da sie viel weniger Kohlenhydrate enthält, gilt Hülsenfrüchte-Pasta als Low-Carb-Variante unter den Nudeln. Dank vieler Ballaststoffe sättigt sie dennoch enorm – schmeckt aber auch deutlich anders als du es von Weizen- oder Vollkorn-Sorten gewohnt bist. Am besten, du probierst dich einfach mal bunt durchs Pasta-Universum. 

Welche Art von Pasta isst du am liebsten? Verrate es uns!

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