Aktualisiert 15.01.2015 07:05

Treffen der Elite

Diese Persönlichkeiten reisen ans WEF

Nächste Woche beginnt in Davos das Weltwirtschaftsforum. Neben Politikern und Managern werden auch Promis erwartet.

von
sas
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Auch 2015 werden viele bekannte Persönlichkeiten das WEF besuchen. Zum Beispiel die Yahoo-Chefin Marissa Mayer, ...

Auch 2015 werden viele bekannte Persönlichkeiten das WEF besuchen. Zum Beispiel die Yahoo-Chefin Marissa Mayer, ...

Keystone/Laurent Gillieron
... der Microsoft-CEO Satya Nadella, ...

... der Microsoft-CEO Satya Nadella, ...

Keystone/AP/ted S. Warren
... der Sänger Andrea Bocelli und ...

... der Sänger Andrea Bocelli und ...

Keystone/AP/Greg Allen

Die Ansprüche des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos sind hoch. Das diesjährige Treffen könnte einen Beitrag leisten zur internationalen Stabilität, sagte WEF-Gründer Klaus Schwab am Mittwoch vor den Medien. Gerade nach den Anschlägen in Paris in der vergangenen Woche stehe die Welt an einem Scheideweg: Entweder gehe man den Weg der Separation oder der Integration. Die Friedensbekundungen der letzten Tage seien ein gutes Zeichen.

Aufgrund der jüngsten Anschläge in Paris wurden aber keine Anpassungen im Programm des WEF vorgenommen. Unter dem Thema «Neuer Globaler Kontext» diskutieren dort kommende Woche mehr als 2500 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit der technischen Revolution.

US-Dominanz

Das WEF ist stets ein Stelldichein der Mächtigen. Erwartetet werden der französische Präsident François Hollande sowie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie war letztes Jahr wegen eines Skiunfalls verhindert. Aus den USA reist Aussenminister John Kerry an. Nach Davos kommt auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, Russland wird durch den Vizepremierminister Igor Schuwalow vertreten. Zu Gast ist auch der irakische Premierminister Haidar al-Abadi. Weiter werden der pakistanische Premierminister Muhammad Nawaz Sharif und der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu erwartet.

Die grösste Anzahl WEF-Teilnehmer kommt mit fast 700 Leuten aus den USA. Dahinter bildet Grossbritannien mit rund 250 Personen die zweitgrösste Gruppe. Dann folgt die Schweiz mit rund 190 Gästen. In den letzten 20 Jahren hat die Zahl der WEF-Teilnehmer aus den USA um über 80 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Die Anzahl Schweizer Teilnehmer ist nur um rund 10 Prozent gewachsen. Verdoppelt haben sich hingegen die Delegationen von Indien und China, was deren Aufstieg zu wichtigen Wirtschaftsmächten verdeutlicht.

Gesamte Schweizer Regierung in Davos

Gemäss Programm werden aus der Schweiz alle sieben Bundesratsmitglieder präsent sein. Als amtierende Bundespräsidentin tritt Simonetta Sommaruga am Mittwoch an der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums auf. Welche Treffen in den folgenden Tagen auf dem Programm stehen, ist noch nicht bekannt. Für die Justizministerin, die federführend ist bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative, bietet das WEF die Gelegenheit für erste Kontakte mit der neuen EU-Kommission.

Zudem wird Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erwartet. Am WEF vertreten sind auch Zahlreiche Top-Manager aus der Bankenszene. So wird die UBS-Delegation angeführt von Präsident Axel Weber und CEO Sergio Ermotti. Nach Davos reisen aber auch Wealth-Management-Chef Jürg Zeltner und Investmentbank-CEO Andrea Orcel.

Mayer und Bocelli

Aus den USA kommen zudem Microsoft-Boss Satya Nadella und Yahoo-Chefin Marissa Mayer extra nach Davos. Google wird von Eric Schmidt, dem Vorstandsvorsitzenden, vertreten.

Die Hollywood-Fraktion vertritt beispielsweise Schauspielerin Sarah Jones, die Welt der Musik Andrea Bocelli. Der italienische Sänger wird gemeinsam mit dem Rossini-Sinfonieorchester aus der Stadt Pesaro im Rahmen eines Konzerts das diesjährige WEF eröffnen.

Gegner Verabschieden sich

Wo immer die Mächtigen der Welt zusammenkamen, flogen noch vor wenigen Jahren Steine und Tränengaspetarden. Inzwischen ist der Widerstand fast ganz verstummt. Am WEF ist man bald wieder ganz unter sich. Nicht einmal die Davoser Grünen, die bisher jeweils eine Kundgebung organisierten, haben bei der Gemeinde ein Bewilligungsgesuch für eine Demonstration eingereicht. In den letzten Jahren war die Mobilisierung immer schwieriger geworden, 2014 nahmen noch rund 40 Personen teil. Mit dem Public Eye verabschiedet sich die dauerhafteste Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum aus Davos. Zum letzten Mal wird der Schmähpreis Public Eye Award für verantwortungsloses Unternehmertum verliehen, diesmal als «Lifetime Award». Zur Wahl stehen die sechs Unternehmen Chevron, Dow Chemical, Gazprom, Glencore, Goldman Sachs und Walmart. (sas)

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