Foto geht viral: Diese Pflegerin beschützte drei Neugeborene nach der Explosion
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Foto geht viralDiese Pflegerin beschützte drei Neugeborene nach der Explosion

Bei der Explosion wurde ein Spital nahe dem Hafen stark beschädigt. Das Bild einer Krankenpflegerin, die in den kritischen Minuten um Hilfe ruft, während sie sich um ihre kleinsten Patienten kümmert, geht viral.

von
Karin Leuthold
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Eine Pflegerin trägt drei neugeborene Babys in ihrem Arm: Dieses Foto aus Beirut geht um die Welt.

Eine Pflegerin trägt drei neugeborene Babys in ihrem Arm: Dieses Foto aus Beirut geht um die Welt.

Bilal Jawich
Nach der Explosion waren auch viele Spitäler in Beirut zerstört.

Nach der Explosion waren auch viele Spitäler in Beirut zerstört.

Foto: keystone-sda.ch
Glassplitter und …

Glassplitter und …

Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • In den Spitälern von Beirut herrschte nach der Explosion Chaos.

  • Die Explosion hat auch an den Einrichtungen grosse Schäden angerichtet.

  • Eine Pflegerin, die drei Neugeborene im Arm hält, wird als Heldin gefeiert.

Im Spital Roum im Stadtteil Achrafie in Beirut schoss der libanesische Fotograf Bilal Jawich ein beeindruckendes Bild: Eine Krankenpflegerin beschützt drei neugeborene Babys mit ihrem Arm, während sie in den dramatischen Minuten nach der Explosion am Hafen der libanesischen Hauptstadt um Hilfe ruft.

Die Frau, von der man den Namen nicht kennt, wird auf Social Media als Heldin gefeiert. Laut libanesischen Medien lagen im Augenblick der Aufnahme Dutzende Verletzte in den Gängen des Spitals. Dieses wurde durch die Explosion schwer beschädigt. Es liegt kaum zwei Kilometer von der Todeszone entfernt. 200 Patienten wurden durch Glassplitter und herabstürzende Wände und Decken verletzt, vier Krankenpfleger kamen ums Leben. Die Ärzte arbeiteten stundenlang im Dunkeln, weil der Strom ausgefallen war.

Das Personal in den Spitälern war am Anschlag

Die Spitäler von Beirut waren kurz nach der gewaltigen Explosion komplett überfüllt. Zu Hunderten seien Verletzte eingeliefert worden, meldeten Ärzte aus den Notaufnahmen. «Die Patienten stapeln sich auf dem Boden», twitterte der Chirurg Fred Bteich.

Die Situation sei am Abend so kritisch gewesen, dass nur noch Patienten behandelt worden seien, bei denen es um Leben und Tod gegangen sei. «Viele andere wurden an den Türen abgewiesen», sagte der Projektleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung im Libanon, Kristof Kleemann, der Nachrichtenagentur Reuters.

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