Wegen Lieferengpässen – Diese Produkte fallen als Schnäppchen am Black Friday weg
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Wegen LieferengpässenDiese Produkte fallen als Schnäppchen am Black Friday weg

Aktionen auf Spielkonsolen, Fernseher und einzelne Spielsachen können viele Händler dieses Jahr nicht anbieten. Schuld sind die weltweiten Lieferengpässe.

von
Barbara Scherer
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Am Black Friday kaufen viele Leute Elektrogeräte in Aktion. Doch das könnte dieses Jahr schwierig werden.

Am Black Friday kaufen viele Leute Elektrogeräte in Aktion. Doch das könnte dieses Jahr schwierig werden.

Tamedia/ Urs Jaudas
Wegen den Lieferengpässen haben viele Händler gerade beliebte Elektrogeräte nicht auf Lager.

Wegen den Lieferengpässen haben viele Händler gerade beliebte Elektrogeräte nicht auf Lager.

Tamedia /Christian Pfander
Bei Digitic Galaxus sieht das diesjährige Rabattangebot darum anders aus, als in anderen Jahren.

Bei Digitic Galaxus sieht das diesjährige Rabattangebot darum anders aus, als in anderen Jahren.

Digitec Galaxus

Darum gehts

  • Am Freitag ist Black Friday.

  • Doch beliebte Elektrogeräte haben viele Händler nicht auf Lager.

  • Grund sind die weltweiten Lieferkettenprobleme.

  • Darum werden vielerorts andere Produkte in Aktion angeboten.

Die grosse Rabattschlacht steht bevor: Am Freitag ist Black Friday. Dabei handelt es sich um den grössten und umsatzstärksten Shopping-Event der Schweiz. Doch dieses Jahr machen die weltweiten Lieferengpässe den Detailhändlern einen Strich durch die Rechnung.

«Grade einige beliebte Elektrogeräte haben viele Händler nicht auf Lager. Darum wird es darauf auch keine Rabatte geben», erklärt Retail-Experte Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch. Betroffen seien einzelne Spielkonsolen, Fernseher, Monitore sowie Kinderspielsachen.

Viele Leute nutzen den Black Friday, um Weihnachtsgeschenke günstiger zu kaufen. «Werden genau diese nicht in Aktion angeboten, verzichten einige wohl auf den Einkauf», so Zrotz. Deshalb sei davon auszugehen, dass sich der Umsatz gegenüber dem letzten Jahr nicht steigern und wieder bei rund 500 Millionen Franken liegen wird.

Für die Detailhändler bedeuten die Lieferengpässe nicht nur Umsatzeinbussen, sondern sind auch eine Herausforderung. Denn normalerweise werden die Black-Friday-Rabatte Anfang Jahr geplant. «Jetzt mussten die Händler ihre Pläne kurzfristig anpassen, das ist mühsam und verlangt viel Flexibilität», sagt Zrotz.

PS5 gibt es sicher nicht in Aktion

Digitec Galaxus bestätigt: Das diesjährige Rabattangebot sieht anders aus als in anderen Jahren. Kleiner sei es aber nicht. «Wir werden über 700 Deals im Angebot haben. Besonders knappe Produkte wie etwa die PS5 oder Grafikkarten werden aber nicht darunter sein», erklärt Mediensprecher Alex Hämmerli.

So mussten viele Produkte früher und bei anderen Herstellern und Lieferanten bestellt werden. «Der Einkauf unserer Black-Friday-Deals war aufwändiger als in früheren Jahren», so Hämmerli. Trotz dem etwas anderen Aktionsangebot rechnet der Onlinehändler mit einem neuen Umsatzrekord.

Interdiscount setzt auf Alternativprodukte

Auch bei Interdiscount sorgten die Lieferengpässe für Herausforderungen beim Einkauf der Ware, wie es auf Anfrage heisst. Produkte, die nicht geliefert werden können, ersetzt der Elektrohändler am Schnäppchentag mit Alternativprodukten.

«Das Black Friday-Angebot wurde nach der aktuellen Verfügbarkeit gerichtet», erklärt eine Mediensprecherin. Es gibt also gleich viele Rabattangebote wie in den vergangen Jahren – es werden teilweise einfach andere Produkte in Aktion angeboten.

Manor hat extra früher bestellt

Der Onlinehändler Brack bietet dieses Jahr trotz Lieferengpässen sogar mehr Schnäppchen an. Doch hier werden vereinzelt Artikel in allen Sortimentsbereichen fehlen, weil sie nicht rechtzeitig in der erforderlichen Stückzahl geliefert wurden konnten.

Manor verfügt laut eigenen Angaben trotz Lieferkettenproblemen ausreichend Ware für die Rabattschlacht. Dafür habe man in den Kategorien Spielzeug, Weihnachtsdekoration, Adventskalender, Beauty und Fashion die wichtigsten Artikel früher bestellt, heisst es weiter.

Black Friday-Budget liegt bei 200 bis 299 Franken

Am Black Friday wollen die Schweizerinnen und Schweizer zwischen 200 und 299 Franken ausgeben. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Prospekte-App Profital hervor. Jeder Fünfte will sogar mehr als 500 Franken ausgeben. Besonders bei den 18- bis 25-Jährigen ist das Interesse an der Schnäppchenjagd besonders gross: 90 Prozent wollen am Black Friday günstige Angebote ergattern. Gefragt sind dabei Kleider, Schuhe und Accessoires, gefolgt von Elektrogeräten, Möbeln und Einrichtungsgegenständen.

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