Klimabericht des IPCC - Diese Regionen könnten im Jahr 2100 verschwunden sein
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Klimabericht des IPCCDiese Regionen könnten im Jahr 2100 verschwunden sein

Das Bild, das Expertinnen und Experten im neusten Klimabericht zeichnen, ist ein trübes: Millionen von Menschen werden ihre Heimat und Existenzgrundlage verlieren.

von
Fee Anabelle Riebeling
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Einige Auswirkungen der Erderwärmung wie der Anstieg der Meeresspiegel sind laut Weltklimarat bereits heute «unumkehrbar». Bis zum Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel bis zu einen Meter steigen. 

Einige Auswirkungen der Erderwärmung wie der Anstieg der Meeresspiegel sind laut Weltklimarat bereits heute «unumkehrbar». Bis zum Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel bis zu einen Meter steigen.

Unsplash
Für viele Städte – und die Menschen, die dort leben und arbeiten – bedeutet dies eine gravierende Umstellung, etwa im italienischen Venedig und entlang der Adriaküste. 

Für viele Städte – und die Menschen, die dort leben und arbeiten – bedeutet dies eine gravierende Umstellung, etwa im italienischen Venedig und entlang der Adriaküste.

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Steigt der Meeresspiegel um einen Meter an, werden dort viele Gebiete überschwemmt sein. 

Steigt der Meeresspiegel um einen Meter an, werden dort viele Gebiete überschwemmt sein.

Screenshot Coastal.climatecentral.org

Darum gehts

  • Der Meeresspiegel wird weiter ansteigen.

  • Zu spüren bekommen das aber nicht nur Menschen an der Küste.

  • An zahlreichen Orten wird auch das Hinterland betroffen sein.

  • Wo das Wasser besonders Probleme bereitet, zeigt die Bildstrecke.

Katastrophale Hochwasser, verheerende Brände, gefährliche Dürren: All das sind bloss Vorboten für das, was noch kommen wird. Denn der Klimawandel vollzieht sich schneller und folgenschwerer als bislang angenommen. Das ist das Ergebnis des neuesten Berichts des Weltklimarats (IPCC, siehe Box). Einige Veränderungen seien bereits «unumkehrbar», heisst es. Dazu zählt unter anderem der Anstieg des weltweiten Meeresspiegels.

IPCC

IPCC steht für Intergovernmental Panel on Climate Change und bedeutet so viel wie «Zwischenstaatlicher Ausschuss zum Klimawandel». Im Volksmund wird er oft als Weltklimarat bezeichnet. Ins Leben gerufen hatten ihn das UN-Umweltprogramm (Unep) und die Weltwetterorganisation (WMO) im Jahr 1988. Das IPCC hat inzwischen knapp 200 Mitgliedsländer. Das Gremium mit Sitz in Genf soll aufzeigen, wie sich der Klimawandel auf Mensch und Natur auswirkt. Der IPCC forscht nicht selbst, sondern stellt alle international verfügbaren Forschungen zum Thema zusammen.

Während der voranschreitende Anstieg laut den Autorinnen und Autoren fest steht, ist noch unklar, wie weit der Meerespegel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten tatsächlich ansteigen wird. Selbst wenn es gelingen sollte, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, dürfte er Ende des Jahrhunderts um bis zu 62 Zentimeter höher sein als von 1995 bis 2014, berichtet die deutsche Presseagentur Dpa. Klimaneutralität heisst, dass nur noch höchstens so viel Treibhausgas ausgestossen wird, wie Senken aufnehmen können. Bis zum Jahr 2100 halten die Expertinnen und Experten auch einen Anstieg bis zu einem Meter für möglich.

Der Weltklimarat nennt weiter auch zwei Horrorentwicklungen, die zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschliessen seien. Zum einen ist das ein Kollaps der Atlantischen Umwälzströmung (AMOC), die schon an Fahrt verloren hat. Sie verteilt kaltes und warmes Wasser im Atlantik und beeinflusst etwa den für Milliarden Menschen wichtigen Monsun in Afrika und Asien. Zum anderen ist das ein Anstieg des Meeresspiegels um zwei Meter bis Ende des Jahrhunderts, je nachdem, wie der Eisschild der Antarktis weiter schmilzt.

Egal, wie weit der Meeresspiegel ansteigen wird: Er wird auf jeden Fall Fluten und Überschwemmungen zur Folge haben. Zahlreiche Leute werden dabei ihre Lebensgrundlage verlieren und gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Welche Städte, Küstenregionen und Länder bei einem Meter Meeresspiegel-Anstieg besonders schwer betroffen sind, erfährst du in der obigen Bildstrecke.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Klimaangst?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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