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Federers RekordjagdDiese Rekorde fehlen Federer noch

Roger Federer darf 34 grossartige Rekorde sein Eigen nennen. Doch er ist bei weitem noch nicht überall top. Einige Bestmarken kann er noch erreichen, andere wohl nicht - und eine von Marc Rosset will er ganz sicher nicht.

von
Reto Fehr

Die Anzahl Grand-Slam-Titel ist der wohl wichtigste Rekord im Tennis. Diesen hat Federer mit 15 an sich gerissen. Es ist nur eine von 34 wichtigen Bestleistungen, die der Schweizer besitzt. Es fehlen aber auch noch diverse. Unter den 17 Wichtigsten ist beispielsweise der Grand-Slam, das heisst alle vier Majors in einem Jahr gewinnen. Dieses Kunststück gelang bisher einzig Rod Laver und Don Budge. Auch der «Roger Slam» (alle vier Majors innerhalb eines Jahres) hat Federer noch nicht geschafft. Zweimal war er nahe dran, aktuell fehlen ihm «nur» noch das US Open und das Australian Open.

Im Hinblick auf die Weltrangliste ist die aktuelle Weltnummer 1 ebenfalls noch nicht überall zuoberst. Federer stand insgesamt 238 Wochen an der Spitze. Doch Pete Sampras herrschte schon 286 Wochen. Das ist noch fast ein Jahr mehr als Federer. Der Rekord liegt aber zumindest in Reichweite. Genau gleich wie eine andere grosse Bestleistung von Sampras. Der Amerikaner kam auf sieben Wimbledon-Titel, der Schweizer steht bei deren sechs.

Ass-Rekorde fast unmöglich

Während die «höchste Anzahl Wochen als Nummer 1» sicher noch ein realistisches Ziel des 27-Jährigen ist, sind andere Bestmarken für ihn wohl nicht zu realisieren. Jimmy Connors kam beispielsweise auf 108 Turniersiege, Federer ist bei 60. Und dann gibt es noch die Aufschlag-Rekorde von Roddick (Tempo), Karlovic (Anzahl Asse in einer Partie) und Ivanisevic (Anzahl Asse in einem Jahr). Federer kratzte beim Wimbledon-Endspiel mit 50 Assen wohl an Karlovic' Rekord von 55, doch so eine Möglichkeit wird er im Normalfall nicht mehr erhalten.

Unrühmlicher Rekord von Rosset

Es gibt aber durchaus auch Rekorde, die Federer ganz sicher nicht in seiner Beutetasche will. Beispielsweise den Doppelfehler-Rekord. Dieser gehört Marc Rosset, dem beim Davis Cup 2001 mit der Schweiz gegen Frankreich 30 Doppelfehler unterliefen. Der Romand schlug während den 5:47 Stunden auch 48 Asse – aber am Ende verlor er gegen Armaud Clement mit 3:6, 6:3, 6:7(4), 7:6(6), 13:15.

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