Aktualisiert 17.06.2019 18:41

400 Meter Schmerzen«Diese Schanze bringt mich um»

Stahlharte Beinmuskeln, die zittern wie Gummi: 650 Teilnehmer und Teilnehmerinnen kämpften sich am Samtag in Einsiedeln die Steigung hoch.

von
gss
17.6.2019

120 Höhenmeter mit einer Steigung von bis zu 37 Grad zwingen sämtliche Läufer dazu, sich am Red Bull 400 auf allen vieren nach oben zu kämpfen. (Video: Red Bull)

Nach der ersten Austragung im Oktober 2018 fand am Samstag zum zweiten Mal der härteste 400-Meter-Lauf der Welt in Einsiedeln statt. Dabei galt es für über 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 25 Ländern, sich zu Fuss möglichst schnell die Skisprungschanze hochzukämpfen. Bei den Frauen gewann die in der Schweiz lebende Belgierin Caroline Manil. Jakob Mayer aus Österreich holte sich zum zweiten Mal in Folge den Sieg in Einsiedeln.

«Oben sind deine Beine wie Gummi und der Kopf leer»

Für Spitzen-Treppenläufer Rudi Reitgerber aus Österreich war es die 25. Teilnahme am Red Bull 400 seit dem allerersten Event 2011. Sein Ziel: 100 Red Bull 400 zu absolvieren. Leichter wird es mit der Zeit aber nicht. «Diese Schanze bringt mich um! Das Spezielle daran ist, dass sie oben hinaus so steil ist, das bringt mich muskulär an meine Grenzen.» Für die 23-jährige Profussballerin Viola Calligaris (SUI) war es das erste Red-Bull-400. Sie entschied sich spontan für die Teilnahme und ging somit ohne Vorbereitung an den Start: «Du denkst dir, du bist fit, das geht schon, aber oben sind deine Beine wie Gummi und der Kopf leer. Bis 200 Meter geht es noch und danach fängt es an zu brennen. Oben anzukommen, ist eine Erlösung.»

«Ich will meinen eigenen Rekord schlagen»

Unter dem Applaus des zahlreich erschienenen Publikums entschied der letztjährige Sieger Jakob Mayer (AUT) bereits den ersten Vorlauf klar für sich. Im Oktober 2018 stellte er in Einsiedeln mit 00:02:48 den Weltrekord auf – bislang hat es niemand geschafft, die Schanze unter drei Minuten zu bezwingen. Dieses Jahr erreichte Jakob das Ziel mit 00:03:01 – wiederum als Erster. Seine Ambition ist klar: «Mein Ziel ist es, in Kanada Weltmeister zu werden und irgendwann meinen eigenen Rekord zu schlagen – am liebsten wieder in der Schweiz.»

Bester Schweizer wurde auf Platz zwei mit 13 Sekunden Rückstand Janis Gächter. Michael Fahrni (SUI) erreichte das Ziel mit einer Zeit von 00:03:15 als Dritter.

Bei den Frauen entschied die in der Schweiz lebende Belgierin Caroline Manil das Rennen mit 00:04:09 für sich. Dicht gefolgt von Deborah Chiarello (SUI) und Patrizia Knuchel (SUI), die mit 5 und 8 Sekunden Abstand oben ankamen.

Hast auch du die Schanze schon einmal bezwungen? Erzähle uns davon im Kommentarfeld!

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