Follower sind nicht alles: Diese Schweizer Influencer haben wirklich Einfluss

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Follower sind nicht allesDiese Schweizer Influencer haben wirklich Einfluss

Die Anzahl Follower sagt nur bedingt etwas über den Einfluss eines Influencers aus. Dies wollen Forscher der HSG mittels eines neuen Analyse-Tools aufzeigen.

von
Nicole Agostini
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Forscher der HSG haben zusammen mit Marketing-Experten ein Tool entwickelt, das den wahren Einfluss von Schweizer Influencern ermitteln soll. Nachfolgend sehen Sie die erfolgreichsten Influencer im ersten Erhebungszeitraum vom 1. bis am 31. Januar.

Forscher der HSG haben zusammen mit Marketing-Experten ein Tool entwickelt, das den wahren Einfluss von Schweizer Influencern ermitteln soll. Nachfolgend sehen Sie die erfolgreichsten Influencer im ersten Erhebungszeitraum vom 1. bis am 31. Januar.

Instagram
Platz 10: @stefankunz | Follower: 248'000 | Stefan Kunz bezeichnet sich als Buchstaben-Künstler. Die Posts ­zeigen seine Kalligrafie-Kunst auf allen möglichen Materialien. Zudem führt er einen Youtube-Channel. Weitere Jobs: Redner und Lehrer.

Platz 10: @stefankunz | Follower: 248'000 | Stefan Kunz bezeichnet sich als Buchstaben-Künstler. Die Posts ­zeigen seine Kalligrafie-Kunst auf allen möglichen Materialien. Zudem führt er einen Youtube-Channel. Weitere Jobs: Redner und Lehrer.

Instagram
Platz 9: @legrandjd | Follower: 258'000 | Le Grand JD begeistert seine Anhänger mit seinen lustigen und ­kuriosen Posen. Er reist viel und ist stets für einen Spass zu haben. Meist verweist er auf seine selbst produzierten Youtube-Videos.

Platz 9: @legrandjd | Follower: 258'000 | Le Grand JD begeistert seine Anhänger mit seinen lustigen und ­kuriosen Posen. Er reist viel und ist stets für einen Spass zu haben. Meist verweist er auf seine selbst produzierten Youtube-Videos.

Instagram

Ruft man ein Social-Media-Profil, sticht sofort die Anzahl der Follower ins Auge. Die Meinung, dass der Erfolg und Einfluss von Influencern an der Zahl ihrer Anhänger gemessen wird, ist stark verbreitet.

Die Universität St. Gallen will diesen Irrglauben aus der Welt schaffen. Zusammen mit der Kommunikationsagentur Jung von Matt und der Influencer-Marketing-Plattform Reachbird hat sie ein entsprechendes Analyse-Tool entwickelt.

Kostenloser Service

Für sie zähle nicht nur die Followerzahl, auch der Inhalt sei wichtig. Damit wollen sie einen «transparenten Markt schaffen», sagt Martin Faltl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität St. Gallen zu 20 Minuten: «Diese Orientierung nach Followerzahlen ist zu eindimensional. Uns ist wichtig, dass die guten Inhalte auch eine Plattform bekommen. Es gibt so viele Leute, die tolle Fotos und Videos machen und genau da versuchen wir, einen Beitrag zu leisten.»

Aufs Ranking zugreifen kann jeder. Ideal sei es für Unternehmen, die in Influencer investieren. Doch: «Influencer selbst nutzen es auch. So können sie sehen, wie gut sie gegen die Konkurrenz abschneiden.» Der Service ist kostenlos, genauso das Abo fürs monatlich aktualisierte Top-20-Ranking. Wer aber mehr und genauere Daten will, kommt um einen kostenpflichtigen Account bei Reachbird nicht herum.

Sieben Kriterien zählen für das Ranking

Das Tool analysiert die Performance der Schweizer Instagram-Influencer basierend auf sieben verschiedenen Kriterien, die zusammen mit Experten aus Wissenschaft und Praxis ausgearbeitet worden sind. «Wir haben alle Daten genommen, die uns zur Verfügung stehen und die relevant sind. Dann haben wir uns gefragt, wie wir sie miteinander ins Verhältnis stellen können.» So rechne der Algorithmus einen Durchschnitt der sieben Kriterien aus, die übrigens verschieden gewichtet werden. Die genaue Gewichtung will Faltl nicht verraten.

Zu diesen Faktoren gehört unter anderem, wie viel mit gepostetem Content interagiert wird oder wie stark ein Account dynamisch wächst. Spannend: Roger Federer führt das erste Ranking an, er hat aktuell 4,6 Millionen Follower. Auf Platz zwei befindet sich Barcelona-Kicker Ivan Rakitic, der mit 9,2 Millionen aber doppelt so viele Insta-Abonennten hat. «Dabei sieht man, dass die Followerzahl nicht alles ist. Wahrscheinlich gab es bei Roger Federer aufgrund seiner Siege mehr Interaktion in letzter Zeit », so Faltl.

Über 10'000 Schweizer Influencer registriert

Das Ranking wird jeden Monat neu erstellt und auf Influencer-Check.ch veröffentlicht. «Dabei sind immer die erfolgreichsten zehn Influencer überhaupt, die zehn vielversprechendsten Newcomer sowie die zehn besten Influencer in einer von 14 von uns festgelegten Kategorien aufgelistet – im Januar haben wir beispielsweise die Fashion-Influencer ausgewertet.»

Zurzeit werden die Daten von über 10'000 Profilen ausgewertet. «Der Grossteil der Schweizer Influencer ist registriert», verrät Martin Faltl, «wer nicht dabei ist, aber dabei sein will, registriert sich einfach kostenlos bei Reachbird.»

People-Push

Wenn du den People-Push abonnierst, verpasst du nichts mehr aus der Welt der Reichen, Schönen und Menschen, bei denen nicht ganz klar ist, warum sie eigentlich berühmt sind.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe auf dem Startbildschirm rechts oben auf die drei Streifen, dann auf das Zahnrad. Unten bei «Themen» schiebst du den Riegel bei «People» nach rechts – schon läufts.

Auf Instagram ist das 20-Minuten-People-Team übrigens auch unterwegs.

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