Taubman, Guarino und Co. : Diese Schweizer Promis helfen Flüchtlingen

Aktualisiert

Taubman, Guarino und Co. Diese Schweizer Promis helfen Flüchtlingen

Herbert Grönemeyer will eine Reichensteuer, um Flüchtlingen zu helfen. Wie setzen sich Schweizer Prominente für Asylsuchende ein? 20 Minuten hat nachgefragt.

von
Yves Schott

Er nimmt am Sonntagabend kein Blatt vor den Mund. In der Talkshow «Günther Jauch» plädiert Herbert Grönemeyer (59) dafür, dass jeder Deutsche für einen Flüchtling eine Patenschaft übernimmt. Zudem bringt er eine Reichensteuer ins Spiel, deren Einnahmen Asylsuchenden zugute kommen würde. «Man kann sich auch überlegen, ob man nicht den Besserverdienern in Deutschland etwas ans Geld geht.»

Doch der Sänger fordert nicht nur – er handelt auch. Am kommenden Sonntag findet auf dem Münchner Königsplatz ein Gratiskonzert für Vertriebene und deren Helfer statt. Grönemeyer tritt zusammen mit weiteren Acts auf – wie den Sportfreunden Stiller, Fettes Brot oder Blumentopf. Sämtliche Künstler verzichten auf ihre Gage, wie die Lokalzeitung «tz» berichtet.

Taubman gibt Deutschkurse

Auch Schweizer Prominente packen an. Bond-Bösewicht Anatole Taubman (44) etwa verriet am Sonntag in der Sendung «Glanz & Gloria Weekend», er werde versuchen, «Kindern aus Flüchtlingsgebieten Hochdeutsch beizubringen». Dies mindestens bis Ende Jahr.

Miss Schweiz Laetitia Guarino (22) besuchte letzte Woche zusammen mit fünf Familien aus Syrien, Eritrea und der Türkei den Walter Zoo in Gossau SG. Laut der zuständigen Gemeinderätin Sandra Nater-Schönenberger ging die Anfrage für diesen Besuch von der Waadtländerin selber aus. Schon im März ging Guarino mit Asylbewerbernim Wallis schlitteln.

Da-Nos: Musikalischer Nachmittag mit Kindern

Rapper Knackeboul (33) gibt nach eigenen Angaben in Asylunterkünften regelmässig Workshops. In einem emotionalen Facebook-Video berichtet der Langenthaler etwa von der Begegnung mit einem 17-jährigen Eritreer, der seine Familie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr gesehen hat.

Mr. Da-Nos (34) seinerseits würde mit diversen Partnern gerne einen Event auf die Beine stellen, dessen Erlös «zu hundert Prozent an die Glückskette» gehen würde. «Was ich mir auch sehr gut vorstellen könnte, wäre ein musikalischer Nachmittag mit den Flüchtlingskindern – um sie etwas vom harten Alltag abzulenken», so der 34-jährige DJ zu 20 Minuten.

«Bachelorette»-Christian hat Kleider gespendet

Komiker Michael Elsener (30) unterstützt seit Jahren verschiedene Hilfsorganisationen, wie er auf Anfrage erklärt. Den zurzeit viel zitierten Begriff «Flüchtlingswelle» findet er jedoch absurd: «Das hört sich an, als wären wir die Opfer und die anderen die Täter.»

Ex-«Bachelorette»-Kandidat Christian Rauch (32), am 1. September auf dem gross in Szene gesetzten «Blick»-Cover mit dem Titel «Wir sehen nicht weg!» abgelichtet, gibt indes zu, dass er bis jetzt kein Geld für Flüchtlinge gespendet hat. Immerhin: «Ich habe meinen Kleiderschrank entrümpelt.»

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