15.10.2020 07:41

Neu zum StreamenDiese Serie löste hinter den Kulissen eine Kontroverse aus

Autorinnen und Autoren der High-School-Serie sind ausgestiegen, ausserdem zeigt Netflix eine Serie, die komplett in der Quarantäne gedreht wurde – das gibts neu zum Streamen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «Grand Army».

Netflix

Darum gehts

  • Wir behalten die Streamingdienste im Blick und stellen dir jeden Donnerstag die besten Neustarts vor.
  • Netflix’ neue High-School-Serie macht sich gegen Rassismus stark – doch laut einer Autorin habe es hinter den Kulissen anders ausgesehen.
  • Ausserdem veröffentlicht der Streamingdienst eine Anthologie-Serie, die komplett in der Quarantäne gedreht wurde.

«Grand Army»

In Grace’ (Keara Graves) Vagina steckt ein Kondom fest – Joey (Odessa A’zion) hilft ihrer aufgelösten Freundin dabei, es herauszuziehen. Die Einstiegsszene von «Grand Army» macht klar: Diese Serie scheut sich nicht davor, den Fokus auf unbequeme Themen zu lenken.

Die Serie dreht sich um fünf Schülerinnen und Schüler der fiktiven Grand Army High School in Brooklyn, die aus verschiedenen Gründen um ihre Zukunft kämpfen müssen.

So entstand die Serie

Teile der Serie sind aus Katie Cappiellos Theaterstück «Slut» übernommen, die Autorin wurde als Showrunnerin engagiert.

Gegenüber «Entertainment Weekly» sagt Cappiello, die auch als Lehrerin arbeitet, woraus sie die Inspiration für die Serie zog: «Studierende, die mich jahrelang angerufen haben, wenn sie Geldprobleme hatten, wenn sie mit ihren Eltern gestritten haben – all diese Geschichten verschmelzen in den fünf Hauptpersonen.»

Kontroverse hinter den Kulissen

Die Serie nimmt Themen wie Homofeindlichkeit und sexualisierte Gewalt auf, auch gegen Rassismus macht sie sich stark – doch wie Autorin Ming Pfeiffer auf Twitter schreibt, sah es hinter den Kulissen anders aus.

Pfeiffer erzählt, dass sie und drei weitere People of Colour, die an «Grand Army» mitschrieben, schlecht behandelt wurden. Schlussendlich hätten sie wegen rassistischer Ausbeutung gekündigt. Weder Netflix noch Cappiello haben sich zu den Vorwürfen geäussert.

«Grand Army» gibts ab dem 15. Oktober bei Netflix. Den Trailer findest du oben.

«Social Distance»

Corona verhinderte viele Dreharbeiten – doch manchen Projekten gab die Pandemie auch den Anstoss: Netflix’ fiktive Anthologie-Serie «Social Distance» wurde komplett in der Quarantäne aufgenommen.

Dabei war Improvisation gefragt: Der Cast (darunter Danielle Brooks, Okieriete Onaodowan und Oscar Nunez) filmte sich selbst, Produzentin Hilary Weisman Graham leitete das Projekt von zu Hause aus.

Trauerfeier via Videocall

Entstanden sind dabei acht ineinander abgeschlossene Folgen, die zeigen, wie Menschen den Lockdown erlebt haben und wie das Virus den Kontakt zu den Liebsten veränderte – so findet in «Social Distance» eine Beerdigung via Videocall statt, und ein Paar trägt den Beziehungsstreit online aus.

Entwickelt wurde die Serie von Menschen, die bereits bei «Orange Is The New Black» zusammenspannten: Neben Graham stecken auch Autorin Jenji Kohan und Regisseur Diego Velasco hinter der Serie.

«Social Distance» gibts ab dem 16. Oktober bei Netflix. Hier der Trailer.

Der Trailer zu «Social Distance».

Netflix

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