Aktualisiert 03.01.2019 09:28

Prix Trans­pa­rence 2018

Diese Skandale brachten Behörden in Erklärungsnot

Horrende Spesenabrechnungen, fehlerhafte Implantate oder Gift im Bach: Der Prix Trans­pa­rence 2018 hat die wichtigsten Geschichten des letzten Jahres nominiert.

von
scl
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Durch eine Panne gelangten 2016 vermutlich grosse Mengen der krebserregenden Industriechemikalie PCB in einen Bach. «Der Beobachter» untersuchte den Fall und erhielt, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, Einblick in Unterlagen des Kantons. Diese lassen auf ungenügende Kontrollen schliessen und zeigen, dass der Bach wohl bereits vor dem Unfall massiv mit PCB belastet gewesen war.

Durch eine Panne gelangten 2016 vermutlich grosse Mengen der krebserregenden Industriechemikalie PCB in einen Bach. «Der Beobachter» untersuchte den Fall und erhielt, gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, Einblick in Unterlagen des Kantons. Diese lassen auf ungenügende Kontrollen schliessen und zeigen, dass der Bach wohl bereits vor dem Unfall massiv mit PCB belastet gewesen war.

oeffentlichkeitsgesetz.ch
Ein zu schwaches Kontrollsystem bei Implantaten offenbarte sich beim Rechercheprojekt des Recherchedesks und des Datenteams von Tamedia. Das Team erhielt Zugang zu Kontrollberichten von  Swissmedic, die zeigen, dass die Behörde im ersten Halbjahr 2018 in 46 Fällen Massnahmen treffen musste. Es ging um nicht sterile Hüftprothesen oder Produkte, die in der Schweiz gar nicht erst auf den Markt hätten gelangen dürfen.

Ein zu schwaches Kontrollsystem bei Implantaten offenbarte sich beim Rechercheprojekt des Recherchedesks und des Datenteams von Tamedia. Das Team erhielt Zugang zu Kontrollberichten von Swissmedic, die zeigen, dass die Behörde im ersten Halbjahr 2018 in 46 Fällen Massnahmen treffen musste. Es ging um nicht sterile Hüftprothesen oder Produkte, die in der Schweiz gar nicht erst auf den Markt hätten gelangen dürfen.

oeffentlichkeitsgesetz.ch
Einen Umweltskandal im Wallis deckten das Westschweizer Fernsehen RTS, «Le Temps», «Le Nouvelliste» und der «Walliser Bote» gemeinsam auf. Anhand des Un­ter­su­chungs­be­richts zur Historie der Quecksilberverschmutzung durch ein Chemiewerk konnten sie zeigen, wie die Behörden das gravierende Umweltproblem ignoriert und dadurch verschärft hatten.

Einen Umweltskandal im Wallis deckten das Westschweizer Fernsehen RTS, «Le Temps», «Le Nouvelliste» und der «Walliser Bote» gemeinsam auf. Anhand des Un­ter­su­chungs­be­richts zur Historie der Quecksilberverschmutzung durch ein Chemiewerk konnten sie zeigen, wie die Behörden das gravierende Umweltproblem ignoriert und dadurch verschärft hatten.

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Der Prix Trans­pa­rence zeichnet Medienschaffende aus, die Missstände entlarven und weggesperrte Dossiers ans Licht bringen. Die relevantesten dieser mithilfe der Öf­fen­lichkeitsgesetze realisierten Beiträge sind für den Prix Trans­pa­rence 2018 nominiert. Sie finden sie in der obigen Bildstrecke.

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