Val Surses GR – Diese Skigebiete gehören für einen Tag den Meistbietenden
Publiziert

Val Surses GRDiese Skigebiete gehören für einen Tag den Meistbietenden

Am 17. Dezember bietet sich für Skibegeisterte die Gelegenheit, sich ganz ungestört auf der Piste auszutoben – das Val Surses versteigert seine Skigebiete Savognin und Bivio für einen Tag. Ein Teil des Erlöses geht dabei an die Stiftung Scalottas.

von
Pascal Eicher
1 / 5
Die Skigebiete des Val Surses stehen am 17. Dezember nur den Meistbietenden offen.

Die Skigebiete des Val Surses stehen am 17. Dezember nur den Meistbietenden offen.

Mattias Nutt Photography
Das Skigebiet Bivio…

Das Skigebiet Bivio…

Tourismus Savognin Bivio Albula AG
… und das Skigebiet Savognin werden nämlich für einen Tag versteigert.

… und das Skigebiet Savognin werden nämlich für einen Tag versteigert.

Tourismus Savognin Bivio Albula AG

Darum gehts

Am 17. Dezember sind die Pisten im Val Surses frei – zumindest für die Meistbietenden. Die Skigebiete Savognin und Bivio werden nämlich für einen Tag versteigert. In Bivio kann eine Gruppe von maximal 200 Personen die Pisten für sich nutzen, in Savognin ist dies mit bis zu 500 Personen möglich. Gebote können ab dem 15. November bis zum 5. Dezember 2021 abgegeben werden.

Zentral für die Versteigerung sei eine enge Zusammenarbeit mit den Bergbahnen, sagt Tanja Amacher, Geschäftsführerin der Tourismus Savognin Bivio Albula AG, auf Anfrage. «Bei einem Brainstorming kam der Bergbahndirektor auf die Idee mit der Versteigerung. Wir dachten uns, dass das eine gute Möglichkeit ist, um diesen Winter aufzufallen», so Amacher weiter.

Sicherheitspersonal inbegriffen, Gastronomie nicht

In einer Hinsicht bleibt am 17. Dezember alles beim Alten: «Die Sicherheit muss natürlich gewährleistet sein. Daher wird dieselbe Anzahl an Aufsichtspersonen anwesend sein, wie an einem ganz normalen Skitag», sagt Geschäftsführerin Amacher. Es gebe ganz bestimmte Richtlinien vom Verband Seilbahn Schweiz, an die man sich diesbezüglich halten müsse.

Die Gastronomie ist allerdings im Versteigerungspreis nicht inbegriffen. Aber: «Die Restaurants bei den Mittelstationen in Savognin und Bivio werden geöffnet sein. Ausserdem gibt es bei den Talstationen zusätzliche Verpflegungsmöglichkeiten», sagt Amacher hierzu. Die Menüs werde man in Absprache mit den Versteigerungsgewinnern gegebenenfalls anpassen.

Keine Riesenbeträge erwartet

Bei der Tourismusfirma rechnet man mit keinem gewaltigen Erlös. «Wir wären glücklich, wenn wir für Bivio rund 5000 und für Savognin rund 7000 Franken erhalten. Alles darüber hinaus wäre natürlich super», sagt Amacher. Zehn Prozent des Erlöses kommen, unabhängig von der Höhe der Versteigerungspreise, der Stiftung Scalottas in Scharans GR zugute, welche sich für Kinder und Erwachsene mit Behinderung einsetzt. Man hoffe, mit dem restlichen Geld die anfallenden Kosten einigermassen abdecken zu können, so Amacher weiter.

Ersatztermin bei schlechtem Wetter

Sollte der Skitag witterungsbedingt oder aus technischen Gründen nicht stattfinden können, wird ein Ersatztermin angeboten. Eine Zusicherung, die auch den Gewinnern einer ähnlichen Aktion geholfen hätte: Im Dezember 2018 verloste das Skigebiet Fideriser Heuberge sich selbst. Am Skitag wurden die Gewinner dann tief eingeschneit und mussten im Skigebiet ausharren, wie im Video unten zu sehen ist.

Video: So ist es, im «eigenen» Skigebiet festzusitzen.

20Min

My 20 Minuten

Deine Meinung

6 Kommentare