Aktualisiert 13.01.2014 15:15

Uhren, Kleider, PerückeDiese Smart-Gadgets helfen Senioren

Mobile Geräte erinnern an die Tabletteneinnahme oder helfen, den Heimweg zu finden. Die Hersteller smarter Gadgets peilen eine neue Zielgruppe an: Senioren.

von
sts
Für Senioren sind immer mehr am Körper getragene Gadgets, wie im Bild die Galaxy Gear von Samsung, auf dem Markt.

Für Senioren sind immer mehr am Körper getragene Gadgets, wie im Bild die Galaxy Gear von Samsung, auf dem Markt.

Tragbare Geräte wie etwa die Smartwatch gelten als der letzte Schrei. Bisher hielt sich die Begeisterung der Konsumenten allerdings in Grenzen und keine der sogenannt intelligenten Uhren konnte sich auf dem Markt durchsetzen. Samsungs Galaxy Gear wurde von der Fachpresse regelrecht zerrissen.

Auch bezüglich smarter Kleidung oder am Körper getragener Computer äusserten sich die 20minuten.ch-Leser in den Kommentaren stets kritisch. Leser Hubert schreibt beispielsweise: «Der perfekte iZombie ist im Anmarsch.» Leserin Margot ist ähnlicher Meinung: «Somit verblödet die sogenannte zivilisierte Welt», findet sie. Speedy85 sieht den Grund in der Entwicklung tragbarer Gadgets in der Profitgier der Hersteller. «Was die Konzerne alles machen, um den Menschen ihr Geld abknüpfen zu können!»

Senioren im Fokus

Was aber im Kommen ist, sind Gadgets, deren Zielgruppe ältere Menschen sind. Auch das an der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellte Heim- und Familienüberwachungssystem namens Mother stösst in diese Richtung. Die elektronische Betreuerin erinnert Senioren daran, ihre Medikamente zu nehmen. Dazu müssen nur ein Bewegungssensor an der Tablettendose angebracht und die entsprechende App eingerichtet werden.

Auf dem Blog Engadget wird zudem der smarte Löffel Liftware gezeigt, der die zitternden Bewegungen von Tremor-Patienten während der Nahrungsaufnahme ausgleichen kann. Das Fraunhofer-Institut für Phontonische Mikrosysteme IPMS hat im November 2013 einen Mobilitätsassistenten vorgestellt. Das Gadget soll ältere Menschen dazu ermuntern, sich mehr ausserhalb der vier Wände zu bewegen. Das mobile Gerät verfügt über eine Notruffunktion und eine Navigationsunterstützung für den Heimweg.

Sony hat vor einem guten Monat ausserdem einen Patentantrag für eine smarte Perücke gestellt, die mit GPS-Empfänger versehen ist. Das Toupet führt den Träger, indem es an den Seiten vibriert. Für Personen mit Sehbeeinträchtigung könnte der Computer unter dem Kunsthaar eine Hilfe beim Zurechtfinden im Alltag sein.

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