Welche Sportwagen bremsen am schnellsten von 100 km/h auf 0
Mit Vollbremsungswerten von 100 km/h auf 0 in 31 Metern schafft es der Lotus Exige Cup 380 nur auf Platz 9 in unserer Top 10. 

Mit Vollbremsungswerten von 100 km/h auf 0 in 31 Metern schafft es der Lotus Exige Cup 380 nur auf Platz 9 in unserer Top 10.

Lotus
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Von 100 km/h auf 0Diese Sportwagen bremsen am schnellsten

PS oder Höchstgeschwindigkeit der begehrtesten Sportwagen kennen Autoenthusiasten im Schlaf. Der Bremsweg, ein nicht zu vernachlässigender Wert für den Strassenverkehr und die Rennstrecke, wird dabei oft aussen vor gelassen.

von
Fabio Simeon / A&W Verlag

10. Ferrari F12 Berlinetta

Ferrari

Der F12 Berlinetta ist bis zur Lancierung des LaFerrari der schnellste für den öffentlichen Strassenverkehr zugelassene Sportwagen der italienischen Marke. Unter dem Cavallino Rampante blubbert ein 6,2-Liter-65°-V12-Motor mit Direkteinspritzung und 741 PS. Damit schiesst der Gran Tourismo mit bis zu 340 km/h über die Rennstrecke. Tempo 100 ist innert drei Sekunden erreicht. Wird das Bremspedal dann voll durchgedrückt, steht der 1715 kg schwere Ferrari nach 31,3 Metern wieder still. Für die Negativbeschleunigung setzt man in Maranello seit 1975 auf die Zusammenarbeit mit Brembo.

9. Lotus Exige Cup 380

Lotus

1121 kg und 380 PS – im Lotus Exige Cup 380 transportiert jedes Pferdchen lediglich 2950 Gramm. Das britische Leichtgewicht kennt weder Radio, Navi, Servolenkung, Assistenzsysteme noch Raum für Kompromisse. Dafür gibts zahlreiche Karbonteile wie Schalensitze, Frontsplitter, Heckflügel, Hardtop, seitliche Lufteinlässe, Motorhaube, Diffusoransatz und garantierten Fahrspass. Dank kurzem Radstand und einem Fahrwerk, welches seines Gleichen sucht, seziert der Lotus auch engste Bögen in einzelne Abschnitte. Die Bremsen verzögern dabei so sicher, dass man dem britischen Sportwagen schon nach wenigen Minuten vollstes Vertrauen schenkt. Nicht zuletzt aufgrund der Vollbremsungswerte: von 100 km/h auf 0 in 31 Metern.

8. Chevrolet Corvette C6 Z06

Chevrolet

Obwohl seit ihrer Markteinführung schon einige Jahre vergangen sind, bleibt die Corvette C6 Z06 dank ihres ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnisses ein begehrtes Fahrzeug von US-Car-Liebhabern und -Liebhaberinnen auf dem Occasionsmarkt. Dafür mitverantwortlich ist ein 7-Liter-V8-Motor aus Aluminium mit zwei Ventilen pro Zylinder. Mit ihm knackt das Hubraummonster die 100 km/h im ersten Gang. Drückt man das mittlere Pedal bei 100 km/h voll durch, bringen die Carbon-Keramik-Scheiben den 1495 Kilogramm schweren Sportwagen innert 31 Metern zum Stehen.

7. Chevrolet Corvette C7 Z06

Chevrolet

Wie Downsizing bei amerikanischen Sportwagen abläuft, zeigt Chevrolet mit der Corvette C7 Z06 (wie auch mit der C7 Grand Sport). Der Motor der siebten Generation schrumpft von 7,0 Liter auf 6,2-Liter. Leistungseinbussen gibt es dank Kompressorunterstützung keine: Das Aggregat leistet 650 PS und 881 Nm Drehmoment. Um die Haftung in den Kurven aber auch die Stabilität auf der Geraden zu erhöhen, hat er noch breitere Reifen als seine Vorgänger. Wie bei seinem Vorgänger setzt Chevrolet auf Carbon-Keramik-Bremsscheiben aus dem Hause Brembo. Diese bringen den US-Sportwagen von Tempo 100 nach 31 Meter zum Stillstand

6. Mercedes-AMG GT R Pro

Mercedes-AMG

Mit dem GT R Pro lancierte Mercedes-AMG 2019 eine limitierte und schärfere Version des ohnehin schon wuchtigen GT R. Das Herzstück des Wagens bildet der AMG 4-Liter-V8-Motor mit Doppelturboaufladung, welcher 585 PS und ein maximales Drehmoment von 700 Nm aufweist. So beschleunigt der Dreitürer in 3,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.
Noch schneller steht der AMG auf Wunsch wieder: Bei vollem Durchdrücken der Bremse bei 100 km/h steht das Geschoss binnen 30,7 Meter.

5. McLaren 720S

McLaren

Mit dem Supersportwagen 720S wollte McLaren den Respektabstand zur europäischen Konkurrenz wiederherstellen. Dazu wurde die Leistung von 650 (im Vorgänger 650S) auf 720 PS erhöht. Zusätzlich haben die Ingenieure in Woking dem 720S eine bessere Aerodynamik und Scheinwerfer im Kohlefaser-Design spendiert. Die verbesserten Fahrleistungen basieren aber nicht nur auf dem neuen Motor, sondern auch auf dem überarbeiteten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. So schafft der Supersportler die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 laut Hersteller in 2,9 Sekunden, in 4,9 Sekunden steht die Nadel bei 200 km/h. Schluss ist bei 341 km/h. Eingefangen werden die 1283 Kilo Trockengewicht von Carbon-Keramik-Bremsen. Diese ermöglichen einen Bremsweg von 29,7 Metern aus 100 km/h.

4. Lamborghini Aventador SVJ

Lamborghini

Lamborghini hat den Aventador SVJ unter Verwendung ultraleichter Materialien, wie zum Beispiel Kohlefaser für die Karosserie entwickelt. Angetrieben wird der Bolide aus Sant’Agata Bolognese von einem 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit 770 PS. Bei einem Trockengewicht von 1525 kg, zu 57 % auf das Heck verteilt, beträgt das Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung 1,98 Kilogramm pro PS. Um die Power des Motors in Schach zu halten, entschied sich Lamborghini für Monoblock-Festsättel mit sechs Kolben vorne und vier Kolben hinten. Beide Sättel wurden im Co-Design entwickelt, um sich perfekt in das Fahrzeugdesign einzufügen. Das Ergebnis: eine ästhetische und leichte Bremsanlage, welche den Lambo bei einer Vollbremsung bei 100 km/h nach 29,9 Metern zum Stehen bringt.

3. Ferrari 488 Pista

Ferrari

Mit dem 488 Pista schafft es ein zweiter Ferrari in die Top 10 der Sportwagen mit den effektivsten Bremsanlagen. Mit ihm bringt die Scuderia die Erfahrungen, die der 488 Challenge und der 488 GTE auf den Rennstrecken dieser Welt gesammelt haben, auf die Strasse. Wie beinahe alle Aggregate aus Maranello zählt auch der V8-Motor im 488 Pista zu den leistungsstärksten seiner Klasse: 720 PS. In jeder Faser spürt man den Technologietransfer aus der Welt des Rennsports. Auch in puncto Bremsanlage. Diese besteht aus Monoblock-Bremssätteln (6-Kolben vorne, 4-Kolben hinten), die für eine optimale Kühlung bei extremen Einsätzen auf Rennstrecken ausgelegt sind. Sie bremsen den 488er von 100 km/h in 29,6 Meter auf 0 ab.

2. McLaren Senna

McLaren

Den unvergessenen Rennfahrer und Champion, Ayrton Senna, hat McLaren mit einer ganz besonderen Hommage gewürdigt: den McLaren Senna. Der einzigartige Supersportwagen bietet dank 800 kg aerodynamischem Abtrieb, einem Leergewicht von 1198 kg, einer Leistung von 800 PS und einem maximalen Drehmoment von 800 Nm eine hervorragende Performance. Aus dem Stand auf Tempo 200 km/h geht es in nur 6,8 Sekunden. Damit der über eine Million Schweizer Franken teure und auf 500 Stück limitierte Supersportler nicht nur schnell, sondern auch sicher unterwegs ist, haben die Briten bei der Bremsanlage auf einen Carbon-Keramik-Verbundstoff gesetzt. Dieser wurde speziell für den Rennsport entwickelt und zeichnet sich durch eine extrem hohe Wärmeableitungsfähigkeit aus. Die Herstellung dieser Komponenten dauert acht Monate. Das Resultat kann sich sehen lassen: bei einer Vollbremsung bei Tempo 100 steht der McLaren Senna nach 28,5 Metern.

1. Porsche 911 GT3 RS

Porsche

Vorgestellt hat Porsche den 911 GT RS erstmals auf dem Genfer Autosalon 2018. Er baut auf dem GT3 auf, dessen 4-Liter-Motor für den RS um 20 PS auf 520 PS gesteigert wurde. Weitere Highlights des Stuttgarter Supersportwagens, der mit seiner Performance im Alltag als auch auf der Rennstrecke punktet, sind das Porsche Doppelkupplungsgetriebe, ein grosser Heckflügel und Kugelgelenke an allen Querlenkern. Bremstechnisch bietet der GT3 RS Carbon-Keramik-Scheiben mit Durchmessern von 410 mm vorne bzw. 390 mm hinten. Auf diese wirken 6- bzw. 4-Kolben-Monoblock-Bremssättel aus Aluminium, die dafür sorgen, dass die Bremsungen auch bei starker Belastung keiner Verzögerung ausgesetzt sind, da der Pedalweg konstant bleibt. So kommt der 911er bei einer Vollbremsung bei 100 km/h nach 28,2 Metern zum stehen.

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