10.11.2016 17:30

Nach Trumps SiegDiese Stars müssten jetzt eigentlich auswandern

Einige Hollywood-Grössen kündigten an, nach Kanada zu ziehen, sollte Trump Präsident werden. Nun krebsen sie zurück – und die Kanadier sind froh.

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nei
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Hollywood-Stars werden regelmässig zu politischen Themen befragt. Zur Präsidentschaftswahl sagten einige, sie würden nach Kanada auswandern, wenn Donald Trump tatsächlich gewinnt. Besonders motiviert wirkte dabei etwa «Girls»-Darstellerin Lena Dunham.

Hollywood-Stars werden regelmässig zu politischen Themen befragt. Zur Präsidentschaftswahl sagten einige, sie würden nach Kanada auswandern, wenn Donald Trump tatsächlich gewinnt. Besonders motiviert wirkte dabei etwa «Girls»-Darstellerin Lena Dunham.

Keystone/Victoria Will
«Viele haben damit gedroht, aber ich werde wirklich gehen», sagte Dunham noch im August. Seit Trumps Sieg schweigt sie zur Ankündigung.

«Viele haben damit gedroht, aber ich werde wirklich gehen», sagte Dunham noch im August. Seit Trumps Sieg schweigt sie zur Ankündigung.

Keystone/Charles Sykes
Auch Miley Cyrus wollte auswandern. «Ich ziehe um, falls er Präsident wird», schrieb sie in einem emotionalen Statement. «Ich sage das nicht nur. Ich meine es so.» In einem Video akzeptierte sie dann Trumps Wahl doch und bleibt nun offenbar in den USA.

Auch Miley Cyrus wollte auswandern. «Ich ziehe um, falls er Präsident wird», schrieb sie in einem emotionalen Statement. «Ich sage das nicht nur. Ich meine es so.» In einem Video akzeptierte sie dann Trumps Wahl doch und bleibt nun offenbar in den USA.

Keystone/Molly Riley

Tja, da haben sie den Mund wohl etwas zu voll genommen. Um eine Wahl von Donald Trump zu verhindern, drohten Dutzende US-Stars, nach Kanada auszuwandern, falls dieser tatsächlich gewinnen sollte.

Miley Cyrus, Bryan Cranston und Amy Schumer – um nur einige zu nennen – kündigten alle an, die USA zu verlassen. Es ist unwahrscheinlich, dass auch nur ein Einziger von ihnen seine Drohung wahr machen wird.

«Kanada baut gerade eine Mauer»

Besonders laut war damals Lena Dunham. «Ich weiss, dass viele damit drohen. Aber ich werde es tatsächlich tun», sagte die «Girls»-Darstellerin im April. Seit dem mehr oder weniger überraschenden Sieg von Trump hat sie sich nicht mehr geäussert. Nun macht sich die Internet-Community über die leeren Drohungen lustig.

Sogar Ricky Gervais macht auf die Heuchelei aufmerksam:

Kanadische Twitterer betonen allerdings gleich, dass Hollywood-Flüchtlinge nicht wirklich willkommen sind.

Die Lösung kommt wieder von Ricky Gervais:

Miley Cyrus krebste in einem Video, bereits zurück und akzeptierte Trumps Wahl. Die meisten Stars gingen bisher gar nicht mehr auf ihre Drohungen ein. Trump hin oder her – die Konsequenzen für die eigene Karriere wären den meisten wohl doch zu gross. Auch wenn Lena Dunham behauptete, sie «könne auch von Kanada aus arbeiten» – in Hollywood zu wohnen ist halt einfach schon noch etwas gäbiger.

Auch Kanadier schaffen es in den USA

Die USA geben heutzutage in Sachen Popkultur klar den Ton an. Es gibt aber auch unzählige kanadische Stars, die im Showbusiness Fuss gefasst haben. Irgendwann geht dann ganz vergessen, dass sie eigentlich keine US-Bürger sind. Wussten Sie etwa, dass Jim Carrey Kanadier ist? Genauso wie Seth Rogen, Ellen Page, Ryan Gosling und Ryan Reynolds.

Auch beliebte Musiker wie Deadmau5, Avril Lavigne, Nickelback (minus das Adjektiv «beliebt»), Arcade Fire und Bryan Adams stammen aus Kanada. Mit Justin Bieber, The Weeknd und Drake sind sogar drei der grössten Popstars unserer Zeit Kanadier. Sie alle haben nun die Wahl, ob sie trotz Trump in den USA bleiben wollen. Allerdings hat keiner von ihnen im Vorfeld mit einer Rückkehr nach Kanada gedroht.

Neue Konkurrenz aus Hollywood?

Dann gibt es noch kanadische Künstler, die in den USA nur wenig interessieren. Haben Sie etwa schon einmal von Ria Mae gehört? Als Singer-Songwriterin wird sie in Kanada gefeiert. In den USA hat sie es noch nie in die Charts geschafft. Oder Alessia Cara: Die 20-Jährige wurde bei den kanadischen Juno Awards gerade zum «Breakthrough Artist of The Year» gekürt. Dank ihres Hits «Here» fasst sie nun langsam auch international Fuss. Bands wie Preoccupations (früher: Viet Cong), Milk & Bone oder der Country-Sänger Dean Brody hingegen haben den Sprung über die Grenze trotz Erfolg in der Heimat nicht wirklich geschafft.

Sie alle bekämen von den Hollywood-Exilanten neue Konkurrenz und sind wohl froh, wenn diese in ihrem eigenen – und Trumps – Gärtchen bleiben.

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