Wettbewerb: Diese Start-ups hoffen auf deine Stimme am Venture-Award

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WettbewerbDiese Start-ups hoffen auf deine Stimme am Venture-Award

Der Start-up-Wettbewerb Venture lockt Junggründerinnen und Junggründer mit Unterstützung durch Profis und mit Preisgeldern. Auch die Abstimmenden können einen Preis gewinnen.

von
Fabian Pöschl
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Am Dienstagabend findet die Award-Nacht des Start-up-Wettbewerbs Venture statt.

Am Dienstagabend findet die Award-Nacht des Start-up-Wettbewerbs Venture statt.

Venture
15 Gewinner aus fünf Branchen haben die Chance auf Unterstützung von Profis und Preisgelder.

15 Gewinner aus fünf Branchen haben die Chance auf Unterstützung von Profis und Preisgelder.

Venture
Den Wettbewerb gibts seit 25 Jahren. Laut Thomas Knecht, Gründer und Ehrenpräsident der Venture-Stiftung, gewichten die Juroren ab diesem Jahr erstmals auch das Kriterium «Nachhaltige Entwicklung».

Den Wettbewerb gibts seit 25 Jahren. Laut Thomas Knecht, Gründer und Ehrenpräsident der Venture-Stiftung, gewichten die Juroren ab diesem Jahr erstmals auch das Kriterium «Nachhaltige Entwicklung».

Knecht Gruppe

Darum gehts

  • Am Dienstagabend läuft die Award-Nacht des Start-up-Wettbewerbs Venture.

  • 15 Gewinner-Start-ups bekommen Unterstützung und Preise im Wert von über einer halben Million Franken.

  • Die Abstimmung für den Publikumspreis läuft.

Der Start-up-Wettbewerb Venture feiert am Dienstagabend an der ETH Zürich sein 25-jähriges Bestehen. Die Venture-Stiftung unterstützte bisher mehr als 1500 Jungunternehmen, die über 15’000 Arbeitsplätze geschaffen haben.

An der Award-Nacht am Dienstagabend haben 15 Gewinner aus fünf Branchen neben der Unterstützung durch Profis auch die Chance auf Preisgelder von insgesamt über einer halben Million Franken. Bundesrat Guy Parmelin ehrt die Teilnehmer zudem mit einer Videobotschaft.

Zusätzlich verleiht Venture einen Publikumspreis, bei dem alle bis Dienstag um 18.30 Uhr für ihr Lieblings-Start-up abstimmen können. Die Gründerinnen und Gründer des Gewinnerunternehmens erhalten 10’000 Franken. Wer abstimmt, nimmt automatisch an der Verlosung eines 1000-Franken-Reisegutscheins teil.

Tickets für die Award-Nacht gibts, wie auch den Live-Stream, online auf der Venture-Seite.

Die Kandidaten für den Publikumspreis

  • Kategorie: Retail & Consumer Services
    Unternehmen: Ampliphi
    Beschreibung: Das Unternehmen aus Thun will eine Welt ohne Abfall schaffen. Mit ihrer Kunststoffmanagement- und Buchhaltungsplattform hilft die Firma Supermärkten und Detailhändlerinnen bei der Nachhaltigkeitsstrategie, damit diese den ökologischen Fussabdruck verringern können.

  • Kategorie: Health & Nutrition
    Unternehmen: b-rayZ AG
    Beschreibung: Der Software-Hersteller b-rayZ aus Schlieren arbeitet mit künstlicher Intelligenz, die Entscheidungen von Ärzten und Ärztinnen nachahmt, um auf medizinischen Bildern Brustkrebs schneller lokalisieren und charakterisieren zu können. Die Software bietet laut eigenen Angaben eine Genauigkeit von über 93 Prozent.

  • Kategorie: Industrials & Engineering
    Unternehmen: Bearmind SA
    Beschreibung: Bearmind ist ein Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne. Es schützt Profi- und Freizeitsportler vor Hirnverletzungen, indem Sensoren und Algorithmen in Helmen  in Echtzeit das Gehirnerschütterungsrisiko testen. Das Start-up arbeitet dafür mit Klubs der Schweizer Eishockeyliga zusammen.

  • Kategorie: ICT
    Unternehmen: Big Wave VR SA
    Beschreibung: Die gebürtige Brasilianerin Priscila Guedes ist Surferin und Gründerin des Start-ups Big Wave VR SA. Die Firma entwickelte ein Virtual-Reality-Surfer-Game, mit dem Menschen durch tägliches Training ihren Geist und Körper verbessern können und Skills zum Surfen und über die Ozeane lernen sollen.

  • Kategorie: Industrials & Engineering
    Unternehmen: Composite Recycling
    Beschreibung: Die Firma Composite Recycling aus Ecublens entwickelte eine Technologie, mit der sich Werkstoffe wie Glasfaser, die es für den Bau von Booten, Flugzeugen, Zügen und Windkraftanlagen braucht, rezyklieren lassen, was zuvor nicht möglich war.

«Es braucht den Revoluzzergedanken»

Thomas Knecht, Gründer und Ehrenpräsident der Venture-Stiftung

Thomas Knecht, Gründer und Ehrenpräsident der Venture-Stiftung.

Thomas Knecht, Gründer und Ehrenpräsident der Venture-Stiftung.

Knecht Gruppe

Sie haben über 1500 Start-ups betreut. Welches war am speziellsten?

Thomas Knecht: Die Auswahl fällt schwer, aber ich freue mich besonders über den Erfolg unseres ersten Gewinners Sensirion, der börsenkotiert ist und nun fast 1000 Arbeitsplätze hat. Das zeigte uns, dass die Start-up-Förderung funktioniert.

Warum haben Sie die Venture-Stiftung gegründet?

Weil es damals viele Arbeitslose in der Schweiz gab. Es musste sich etwas ändern. Als ETH-Absolvent wusste ich um das Know-how in der Schweiz. Ich wollte das Wissen aus den Hochschulen in die Gesellschaft bringen und Arbeitsplätze schaffen.

Was ist dieses Jahr speziell?

Wir haben immer mehr Teilnehmende. Vor 25 Jahren waren es etwa 100 Teams, mittlerweile sind es 360 pro Jahr.

Wie geht es weiter mit dem Wettbewerb?

In Zukunft wollen wir den Faktor nachhaltige Entwicklung bei der Auswahl der Gewinner stärker
gewichten. Eine weitere wichtige Neuerung des Awards werde ich an der Preisverleihung am Dienstagabend ankündigen.

Was ist die wichtigste Eigenschaft für Junggründer?

Es braucht den Revoluzzergedanken, dass man es besser macht als die Etablierten. Wichtig ist auch Flexibilität, wenn etwa die Idee nicht gut ankommt, brauchts einen neuen Ansatz. Entscheidend ist aber auch Stehvermögen, weil man sonst zu früh aufhört. Nicht viele Leute bringen alles mit, aber ein Team sollte diese Aspekte abdecken können.

Was sind Ihre Tipps bei der Unternehmensgründung?

Wichtig ist, dass man mit einer guten Idee rasch mit möglichen Kunden spricht und Feedback einholt und dann selbst bei Unsicherheit den Start wagt Die Überlebenschance für Start-ups ist extrem gross in der Schweiz, von den 465 von Venture-Finalisten gegründeten Firmen sind 95 Prozent nach fünf Jahren noch aktiv.

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