Aktualisiert 28.12.2019 19:11

Ambri-Party am Spengler-Cup«Diese Stimmung ist einfach geil»

Der HC Ambri-Piotta ist die Sensation am Spengler-Cup. Auf der Suche nach Gründen mit Matt D'Agostini und Marco Miranda.

von
Marcel Allemann
1 / 4
Ambri jubelt weiter: Die Tessiner gewinnen auch ihr zweites Gruppenspiel und ziehen in den Halbfinal des Spengler-Cups ein.

Ambri jubelt weiter: Die Tessiner gewinnen auch ihr zweites Gruppenspiel und ziehen in den Halbfinal des Spengler-Cups ein.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Kurze Gegenwehr: Der finnische Gegner Turku konnte nur im ersten Drittel mithalten und stellte Goalie Waeber während der 60 Minuten nur selten vor echte Probleme.

Kurze Gegenwehr: Der finnische Gegner Turku konnte nur im ersten Drittel mithalten und stellte Goalie Waeber während der 60 Minuten nur selten vor echte Probleme.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Nach dem ersten Treffer für Ambri brachen wieder alle Dämme und die Sprechchöre der Fans hallten übers Eis.

Nach dem ersten Treffer für Ambri brachen wieder alle Dämme und die Sprechchöre der Fans hallten übers Eis.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Ambri erstaunt, Ambri begeistert, Ambri ist am Spengler-Cup nicht zu stoppen und steht nach dem 4:1 gegen Ufa sowie dem 3:0 gegen Turku überraschend als erster Halbfinalist fest. «Wir haben vor Weihnachten unser bestes Eishockey gespielt, deshalb ist das Vertrauen gewachsen und dies spielen wir nun aus», begründet Matt D'Agostini, der gegen Turku mit einem Doppelpack glänzte, den Höhenflug am Davoser Traditionsturnier.

D’Agostini trifft zum 2:0

Aus scheinbar aussichtsloser Position trifft er zum 2:0.
(Video: SRF)

Sein erstes von zwei Toren: D'Agostini erzielt das 2:0 gegen Turku. Video: SRF

«Wir können stolz darauf sein, wie wir im Dezember zurück in die Spur gefunden haben», so D'Agostini weiter. Mit den kritischen Stimmen, die meinten, der Spengler-Cup komme für Ambri wegen seinen vielen Verletzten und seinem kräftezehrenden Kampf um einen Playoff-Platz in der National League zum falschen Zeitpunkt, hat sich D'Agostini nie befasst: «Wenn es Verletzte gibt, gibt es gleichzeitig auch Chancen für andere. Und was wir hier am Spengler-Cup in diesen Tagen als Gruppe erleben, diese positiven Gefühle, werden wir alle nach Ambri mitnehmen und sie werden uns weiterhelfen.»

Miranda in einer Parallelwelt

Als Ambri-Gastspieler in diese blau-weisse Welle der Euphorie am Spengler-Cup eingetaucht ist Servette-Stürmer Marco Miranda. «Diese Stimmung ist einfach geil. Es sind ganz spezielle Gefühle und Emotionen. Für gewöhnlich erfahre ich jeweils als Gegner, dass die Ambri-Fans nicht gerade leise sind, jetzt bin ich für einmal ein Teil davon», zeigt er sich begeistert.

Matt D’Agostini trifft zum 3:0

3:0 gewinnen die Leventiner ihr zweites Gruppenspiel im Spengler-Cup gegen Turku und ziehen als Gruppensieger in den Halbfinal ein.
(Video: SRF)

Die Entscheidung: D'Agostini erzielt das 3:0. Video: SRF

Das Engangement am Spengler-Cup hat ihm Servette-Sportchef Chris McSorley beschafft, anschliessend rief ihn Trainer Luca Cereda an. «Natürlich habe ich dankend angenommen, diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen», so Miranda. Der Zürcher hat vorübergehend die Garderobe von einer Mannschaft, die sich im Hoch befindet (Servette) zur nächsten (Ambri) gewechselt. Und deshalb sieht Miranda auch Parallelen: «Es ist definitiv bei beiden Mannschaften ein ähnlicher Teamspirit vorhanden.»

Und dieser soll Ambri nun auch noch in den Final des Spengler-Cups tragen, den Servette übrigens schon zweimal gewonnen hat (2013 und 2014).

Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.