15.01.2020 04:49

Tödliches Velounglück«Diese Strasse ist für Tempo 50 zu schmal»

Am Montagnachmittag starb eine Velofahrerin, nachdem sie auf der Feldbergstrasse von einem Bus erfasst wurde. Es ist das zweite tödliche Velounglück in Basel innert drei Monaten.

von
lha
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Am Montag ereignete sich in Basel ein Unfall in Basel bei dem eine Velofahrerin so schwer verletzt wurde, dass sie noch auf der Unfallstelle starb.

Am Montag ereignete sich in Basel ein Unfall in Basel bei dem eine Velofahrerin so schwer verletzt wurde, dass sie noch auf der Unfallstelle starb.

Kapo BS
Die Polizei Basel-Stadt gab an, die Velofahrerin sei kurz vor 14 Uhr aus der Mörsbergerstrasse nach rechts in die Feldbergstrasse eingebogen. «Dort kollidierte sie mit einem Bus der Linie 30, stürzte und wurde überrollt,» schrieb sie in einer Medienmitteilung.

Die Polizei Basel-Stadt gab an, die Velofahrerin sei kurz vor 14 Uhr aus der Mörsbergerstrasse nach rechts in die Feldbergstrasse eingebogen. «Dort kollidierte sie mit einem Bus der Linie 30, stürzte und wurde überrollt,» schrieb sie in einer Medienmitteilung.

20 Minuten/obr
Polizeisprecher Martin Schütz teilt am Dienstag auf Anfrage von 20 Minuten mit, dass die Identifizierung der Frau noch nicht abgeschlossen werden konnte.

Polizeisprecher Martin Schütz teilt am Dienstag auf Anfrage von 20 Minuten mit, dass die Identifizierung der Frau noch nicht abgeschlossen werden konnte.

Leser-Reporter

Am Montag ereignete sich in Basel ein Unfall, bei dem eine Velofahrerin so schwer verletzt wurde, dass sie noch auf der Unfallstelle starb. Die Kantonspolizei Basel-Stadt gab an, die Velofahrerin sei kurz vor 14 Uhr aus der Mörsbergerstrasse nach rechts in die Feldbergstrasse eingebogen. «Dort kollidierte sie mit einem Bus der Linie 30, stürzte und wurde überrollt,» hiess es in einer Medienmitteilung.

Die Verstorbene konnte inzwischen identifiziert werden, wie Polizeisprecher Martin Schütz mitteilt. «Es handelt es sich um eine 52-jährige Frau.» Weshalb der Bus auf der linken Fahrspur zu stehen kam und ob der Chauffeur der Velofahrerin noch ausweichen wollte, kann er nicht beantworten: «Der Unfallhergang ist noch immer Gegenstand verkehrspolizeilicher Untersuchungen», sagt er.

Am Unfallort zeugen Blumen und Kerzen von der Anteilnahme am tödlichen Unfall. Eine Person steigt kurz vom Velo und bekreuzigt sich. Ein 66-jähriger Rentner, der regelmässig mit dem Velo diese Kreuzung passiert, äussert seine Betroffenheit: «Es ist schlimm, was hier passiert ist. Ich bin immer etwas ängstlich auf dieser Strasse.» Die Kreuzung wirke zwar übersichtlich, aber es könne sehr schnell etwas passieren, sagt er. «Die Autos und der Bus kommen teils in voller Fahrt von links.»

«Schon wieder ein Todesopfer»

Von der Mörsbergerstrasse her kommend, musste die nicht vortrittsberechtigte Velofahrerin das Trottoir überquert haben, bevor sie in die Feldbergstrasse einbiegen konnte. Auf Twitter warf der Unfall bereits Wellen. Eine Userin leitete aus dem neuerlichen tragischen Unglück die die Forderung nach einem vernünftigen Velonetz ab. Erst Ende Oktober starb der Umweltaktivist Martin Vosseler bei einem Velounfall in der Basler Austrasse.

Für Roland Chrétien, Geschäftsführer von Pro Velo beider Basel, ist der Unfall an der Feldbergstrasse wohl nicht auf die Infrastruktur zurückzuführen. «Es stellt sich aber die Frage, ob die Infrastruktur Fehler verzeihen kann», sagt er. Für Velos sei die Feldbergstrasse gefährlich, weil sie stark befahren ist und nur enge Fahrbahnen hat. «Sie ist schlicht zu schmal für das aktuell geltende Tempolimit 50», so Chrétien. Die Feldbergstrasse ist zwar nicht Teil des Veloroutennetzes, trotzdem komme man kaum um die Strasse herum. «Der sich bietende Platz sollte daher für Velostreifen statt für die sogenannten Vorsortierspuren genutzt werden.»

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