Aktualisiert 18.08.2019 15:08

Basel

Diese Telefonkabine war in der Schweiz einzigartig

Generationen von Baslern haben sich an der der Telefonkabine am Barfüsserplatz verabredet. Jetzt wird der Kult-Treffpunkt abgebaut und wandert ins Museum.

von
lha
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Museumsdirektor Manuel Eichenberger und Swisscom-Sprecherin Esther Hüsler vor der Barfi-Kabine. Am Samstag wurde das Ende der Telefonkabine feierlich begangen.

Museumsdirektor Manuel Eichenberger und Swisscom-Sprecherin Esther Hüsler vor der Barfi-Kabine. Am Samstag wurde das Ende der Telefonkabine feierlich begangen.

Martin Graf
Die Kabine wird zum Ausstellungsstück im Historischen Museum Basel. Denn sie sind ein ganz besonderes Kapital Basler Stadtgeschichte.

Die Kabine wird zum Ausstellungsstück im Historischen Museum Basel. Denn sie sind ein ganz besonderes Kapital Basler Stadtgeschichte.

Martin Graf
Jahrzehntelang verabreteten sich Generationen von Basler hier am Barfi. So manches erste Date nahm hier seinen Anfang.

Jahrzehntelang verabreteten sich Generationen von Basler hier am Barfi. So manches erste Date nahm hier seinen Anfang.

Martin Graf

Dutzende kamen am Samstag, um der ikonischen Telefonkabine am Barfüsserplatz «Aadie» zu sagen. Denn mit der Demontage der «Delifoonkabine» am Barfi verschwindet in Basel ein spezielles Stück Stadtgeschichte. Seit 1974 standen die Apparate am Barfüsserplatz. Dass man damit auch telefonieren konnte, war rasch Nebensache. In der Hauptsache wurde die Telefonkabine am Barfi nämlich zum wichtigsten Treffpunkt der Stadt.

Manche Ehe nahm ihren Anfang am ersten Treffen bei der Telefonkabine. Hier haben sich ziemlich sicher mehr Menschen verabredet als Telefonate geführt wurden. Nun wandert der Treffpunkt ins historische Museum. Am Montag beginnt die Demontage. Am Samstag lud der Verein Kulturstadt Jetzt deshalb zum letzten Treffen und Abschied am Barfi, wo die Kabinen symbolisch von der Swisscom ans Museum übergeben wurden.

«Es ist ein grosses Geschenk», freute sich Kurator Patrick Moser gegenüber Telebasel. Die ikonischen Telefonhäuschen werden zu Ausstellungsobjekten und sollen Geschichten erzählen. Etwa jene von Menschen, die sich am Barfi kennenlernten. Dafür sammelt das Museum nun auch ebensolche Geschichten.

«Einzigartig in der Schweiz»

Die Swisscom ist froh über diese Lösung. «Es ist so schön zu sehen, dass so viele Menschen gekommen sind, um Abschied zu nehmen», sagte Swisscom-Sprecherin Esther Hüsler zum Sender. «Das ist wohl einzigartig in der Schweiz.» Der Konzern baut sämtliche Publifone ab, noch dieses Jahr verschwindet das letzte aus dem öffentlichen Raum.

Ein letztes Ständchen vom Beizenchor für die Telefonkabine. (Video: Kulturstadt Jetzt)

Hast Du erstes Date oder vielleicht sogar die Liebe fürs Leben an der Barfi-Telefonkabine getroffen? Welche Geschichte, welches Erlebnis verbindest Du mit der Basler Kult-Telefonkabine?

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