Reto Suri: «Diese Truppe ist enorm hungrig auf mehr»

Aktualisiert

Reto Suri«Diese Truppe ist enorm hungrig auf mehr»

Am Dienstag gegen Weissrussland schied er verletzt aus – die WM schien für Reto Suri vorbei. Doch im Viertelfinal gegen Tschechien kehrte der Stürmer triumphal zurück.

von
Marcel Allemann
Stockholm

20 Minuten: Wie hört sich das für Sie an: WM-Halbfinalist Reto Suri?

Es ist unbeschreiblich, das Gefühl ist unglaublich. Im Moment realisiere ich das Ganze noch gar nicht. Die Mannschaft hat einen grandiosen Lauf, der Spirit stimmt, alles drum herum stimmt. Ich denke wir haben uns dieses Halbfinal-Ticket hart erarbeitet und verdienen es auch, in diesem zu stehen. Wir werden das geniessen, aber diese Truppe ist enorm hungrig auf mehr. Am Freitag werden wir uns wieder intensiv auf den nächsten Gegner vorbereiten. Wer weiss, wo die Reise noch hinführt.

Sie sind am rechten Knie angeschlagen. Wie haben Sie diesen enorm intensiven Viertelfinal körperlich überstanden?

Eigentlich nicht schlecht. Diese Schiene, die ich bekommen habe, hat mein Knie sehr gut stabilisiert, ich fühlte mich damit sehr wohl. Ich konnte den spielfreien Mittwoch nutzen um mich ein wenig auszukurieren und verspürte im Spiel nur wenige Schmerzen.

Dann konnten Sie 100 Prozent geben?

Das ist so. Einen grossen Teil macht dabei sicher auch der mentale Bereich aus. Es war einfach super.

Und es hat sich gelohnt. Am 1:0 waren Sie mit dem zweiten Assist direkt beteiligt.

Wir lösten uns da gut aus dem eigenen Drittel, Severin Blindenbacher kommt super durch die Mitte mit. Das sind genau solche Breaks, die wir fahren wollten. Blindenbacher spielt dann zu Denis Hollenstein weiter, dieser bringt den Puck aufs Tor und setzt nochmals nach. Es war sicher etwas Glück dabei, aber wir gehen dorthin wo es weh tut. Denis hat sich dieses Tor erarbeitet.

Nach dem Anschlusstreffer der Tschechen sind einige Schweizer auf der Tribüne fast ein paar Herzinfarkte gestorben. Wie ging es Euch unten?

Wir wurden kurzzeitig auch etwas nervös. Das war eine schwierige Situation, zumal wir viele fragwürdige Strafen schlucken mussten. Wir sind während zwei, drei Einsätzen etwas geschwommen, haben uns danach aber wieder gefangen und unsererseits versucht, offensiv etwas Druck aufzusetzen, was uns dann auch gelungen ist. So haben wir dann zum Glück dieses Spiel über die Runden gebracht.

Was sagen Sie zum nächsten Gegner USA?

Es ist der nächste harte Brocken. Aber wir haben einen Lauf, wir haben Selbstvertrauen und brauchen uns auch vor diesem Gegner nicht zu verstecken.

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