Ein Bugatti Centodieci ging 2022 in die Schweiz

Nur zehn Exemplare des Bugatti Centodieci wurden gebaut, einer davon ging in die Schweiz. 

Nur zehn Exemplare des Bugatti Centodieci wurden gebaut, einer davon ging in die Schweiz. 

Bugatti
Publiziert

Bugatti, Koenigsegg & Co. Diese ultraseltenen Autos wurden 2022 in der Schweiz eingelöst

Die Schweiz ist ein Hotspot für Super- und Hypercars. Auch 2022 wurden wieder etliche dieser teuren und oft limitierten Exoten bei uns eingelöst, wie ein Blick auf die Zulassungsstatistik zeigt. Wir haben einige Highlights rausgepickt.

von
Michael Lusk / A&W Verlag

Die Chance, einen Bugatti, Koenigsegg oder Pagani auf der Strasse zu sehen, ist minimal. Kein Wunder: Oft werden diese Exoten nur in Kleinstserie gebaut, pro Jahr entsteht nur eine zweistellige Zahl. Dennoch schaffen es überraschend viele davon in die – global gesehen – kleine, aber PS-verrückte Schweiz. Wir haben in der Zulassungsstatistik 2022 gestöbert und einige der exklusivsten Preziosen rausgesucht.

Bugatti Centodieci

Ein Bugatti-Sammler aus St. Moritz kaufte 2022 einen der zehn produzierten Bugatti Centodieci.

Ein Bugatti-Sammler aus St. Moritz kaufte 2022 einen der zehn produzierten Bugatti Centodieci.

Bugatti

Letztes Jahr schaffte es mit dem «Bugatti La Voiture Noire» ein absolutes Einzelstück in die Statistik. Auch 2022 war die Schweiz für die Nobelmarke aus Molsheim einer der wichtigsten Märkte weltweit. Acht Chirons, ein Divo und zwei von nur zehn Centodiecis fahren allein seit 2022 auf Schweizer Strassen. Vor allem der Centodieci gehört mit seinem 8,0 Liter grossen und 1600 PS starken 16-Zylinder zu den stärksten und teuersten Autos, die es gibt. Acht Millionen Euro netto legten Sammler aus St. Moritz und Vaduz mindestens auf den Tisch, um sich einen von nur zehn Exemplaren zu sichern.

Koenigsegg Regera

Weltrekordhalter für den Sprint 0-400-0 km/h: Der Koenigsegg Regera.

Weltrekordhalter für den Sprint 0-400-0 km/h: Der Koenigsegg Regera.

Koenigsegg

Mit 1500 PS ähnlich stark und sogar noch schneller ist der Koenigsegg Regera, der insgesamt 80 Mal gebaut wurde und dessen letztes Modell 2022 vom Band lief. Eines der letzten, mindestens zwei Millionen Franken teuren Exemplare darf seit 2022 ein Besitzer aus Lausanne sein Eigen nennen. Damit könnte er dank 1500 PS in nur 31,49 Sekunden von 0 auf 400 km/h beschleunigen und wieder auf 0 km/h bremsen – vorausgesetzt, er findet eine Flughafenlandebahn oder Teststrecke, die dafür lang genug ist.

Aston Martin Valkyrie

Formel-1-Designer Adrian Newey war massgeblich an der Entwicklung des Aston Martin Valkyrie beteiligt.

Formel-1-Designer Adrian Newey war massgeblich an der Entwicklung des Aston Martin Valkyrie beteiligt.

Aston Martin

Die 150 Strassen- und 25 Rennstrecken-Exemplare des Aston Martin Valkyrie waren alle schon zwei Jahre vor Produktionsbeginn verkauft. Die ersten Kunden, die drei Millionen Euro aufwärts an die Briten überwiesen haben, durften 2022 endlich ihren vom Formel-1-Designer Adrian Newey entworfenen Hybrid-Renner entgegennehmen. Vier Schweizer gehören zu den Glücklichen, die dank 1176 PS bei knapp über einer Tonne Leergewicht ein Hypercar besitzen, das auf dem Boulevard flanieren und gleichzeitig in Le Mans antreten könnte.

Ruf CTR Anniversary

Kein Porsche, sondern ein Ruf: Seit letztem Jahr fahren mindestens drei (weitere) Ruf CTR Anniversary in der Schweiz.

Kein Porsche, sondern ein Ruf: Seit letztem Jahr fahren mindestens drei (weitere) Ruf CTR Anniversary in der Schweiz.

RUF Automobile

Sportwagen-Fans ist Alois Ruf seit Jahrzehnten ein Begriff. Der Bayer baut seit langem auf Basis des 911er seine eigenen Sportwagen. Der CTR Anniversary ist deshalb kein Porsche, sondern als eigenständiger Hersteller registriert. Fast 900’000 Euro kostet der auf 50 Stück limitierte, 710 PS starke und 360 km/h schnelle Urahn des Yellowbird mindestens. Gleich drei Schweizer gehören seit letztem Jahr zum erlauchten Kreis der Besitzer.

Lamborghini Countach LPI 800-4

112 Mal baute Lamborghini die über zwei Millionen Franken teure Hommage an den Countach.

112 Mal baute Lamborghini die über zwei Millionen Franken teure Hommage an den Countach.

Lamborghini

Zum 50-jährigen Jubiläum des legendären Countach hat Lamborghini eine auf 112 Einheiten «Few-off-Serie» lanciert. Aus einem 6,5-Liter-V12 kitzeln die Italiener dank 48V-Elektromotor-Unterstützung insgesamt 814 PS. Damit dauert der Sprint auf Tempo 100 nur 2,8 Sekunden, Schluss ist erst bei 355 km/h. 2’010’000 Euro ohne Steuern kostete die Wiedergeburt der Ikone aus Sant’Agata Bolognese. Mindestens acht Kunden aus der Schweiz überwiesen dies nach Italien und haben den Kampfstier seither in ihrer Garage.

Ferrari SF 90

Der 1000 PS starke Ferrari SF 90 ist mit einem Basispreis von rund einer halben Million Franken schon fast ein Schnäppchen im Konkurrenzvergleich.

Der 1000 PS starke Ferrari SF 90 ist mit einem Basispreis von rund einer halben Million Franken schon fast ein Schnäppchen im Konkurrenzvergleich.

Ferrari

Deutlich weniger mussten Ferrari-Fans nach Maranello überweisen, um sich einen SF 90 Stradale oder Spyder zuzulegen. Im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Exoten ist der Basispreis von rund 491’000 Franken für das Hybrid-Coupé, respektive rund 537’000 Franken für den Spider schon fast ein Schnäppchen. Zumal der SF 90 dank Vierliter-V8 und drei Elektromotoren auch zum exklusiven 1000-PS-Club gehört. Und so zählt der stärkste Serien-Ferrari mit 45 verkauften Autos (21 Spider und 24 Stradale) in der Schweiz schon fast als Massenauto – schliesslich wurde hierzulande sogar der Hybridpionier Toyota Prius zwei Mal weniger verkauft.

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