China: Diese Wolkenkratzer haben Algen-Wände
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ChinaDiese Wolkenkratzer haben Algen-Wände

Eine Öko-Fassade, die gleich selbst Strom produziert: Die French Dream Towers in China sollen die grünsten Hochhäuser der Welt werden.

von
mst

Das französische Architekturbüro XTU Architects hat einen spektakulären Entwurf präsentiert: In Hangzhou, China, sollen vier gewundene Hochhäuser entstehen. Das Spezielle daran? Die Fassaden werden mit Mikro-Algen bedeckt.

«Bio-Fassade»

Die Türme, die einst French Dream Towers heissen sollen, kommen mit einer patentierten Bio-Fassade. Die ist natürlich nicht nur Deko: Die Algen sollen das Gebäude isolieren und gleichzeitig Kohlenstoffdioxid abbauen und Sauerstoff produzieren.

«Die Kultur aus Mikro-Algen haben wir bei XTU Architects in einem mehrjährigen Prozess entwickelt», schreiben die Architekten in einer Medienmitteilung. «Glasgebäude sind von einem ökologischen Standpunkt schwierig: Wärme kommt und geht schnell. Die Algenfassade könnte eine Lösung sein.»

Erstes Algenhaus in Deutschland

Die Idee von XTU Architects ist indes nicht komplett neu. Es gibt bereits seit fünf Jahren ein Haus in Hamburg, gebaut vom Architekturbüro Arup, das sich selbst mit Algenstrom versorgt: In gläsernen Photobioreaktoren werden Mikroalgen gezüchtet, die zur Energieerzeugung genutzt werden und gleichzeitig die Steuerung von Licht und Schatten kontrollieren können.

Die Algen bei den French Dream Towers sollen auch geerntet und für medizinische oder kosmetische Zwecke weiterverwendet werden. Die Hochhäuser sollen aber auch sonst grün werden: Es wird bepflanzte Abschnitte am Hochhaus geben und Gewächshäuser mit Bäumen in den obersten Stockwerken.

Französische Qualitäten

Jeder der vier Türme wird später bestimmte Geschäfte und Büros beherbergen, die jeweils auf «französische Kompetenzen», so die Medienmitteilung, ausgelegt sind. Im einen Turm wird es ein französisches Restaurant und eine Bar geben, ein anderer wird ein Hotel und einen Spa beherbergen.

Ein Turm wird der Kunst gewidmet, mit einer eigenen Galerie und sogar Unterkünften für die Künstler. Der höchste und letzte Turm soll der French Tech Hub werden: Hier hat es Platz für Start-ups, grössere und kleinere Unternehmen sowie gemeinsame Arbeitsräume.

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