Aktualisiert 20.06.2018 07:37

Experiment zeigt

Diesen Fehler sollten Sie beim Flirten nicht machen

Einen auf cool zu machen, ist definitiv keine gute Idee, wenn man auf einen potenziellen Partner attraktiv wirken möchte.

von
jcg
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Sich unnahbar zu geben, erhöht die eigene Anziehungskraft nicht. Ganz im Gegenteil.

Sich unnahbar zu geben, erhöht die eigene Anziehungskraft nicht. Ganz im Gegenteil.

iStock/Srdjanpav
Besser fährt man, wenn man echtes Interesse an einem potenziellen Partner signalisiert, denn dann wird man von diesem als sexuell attraktiver wahrgenommen.

Besser fährt man, wenn man echtes Interesse an einem potenziellen Partner signalisiert, denn dann wird man von diesem als sexuell attraktiver wahrgenommen.

iStock/Mixmike
Zu diesem Schluss sind Psychologen aus den USA und Israel gekommen. In insgesamt sechs Experimenten konnten sie belegen, dass die alte Weisheit, wonach man in der Liebe mehr erreicht, wenn man Desinteresse signalisiert, ausgedient hat.

Zu diesem Schluss sind Psychologen aus den USA und Israel gekommen. In insgesamt sechs Experimenten konnten sie belegen, dass die alte Weisheit, wonach man in der Liebe mehr erreicht, wenn man Desinteresse signalisiert, ausgedient hat.

iStock/Fatcamera

Die alte Weisheit, wonach man in der Liebe mehr erreicht, wenn man Desinteresse signalisiert, hat ausgedient. Zumindest, wenn es nach einem Team von Psychologen aus den USA und Israel geht. Sie sind in einer Studie zum Schluss gekommen, dass man von einem potenziellen Partner sexuell stärker angezogen wird, wenn dieser das romantische Interesse zu erwidern scheint.

Ist man hingegen unsicher, ob ein möglicher Partner auch interessiert ist, empfindet man ihn als weniger attraktiv. Dies ist das Ergebnis von sechs Experimenten, die die Forscher für eine im Fachjournal «Computers In Human Behavior» publizierte Studie durchgeführt haben.

Interesse zu zeigen macht sexy

In einem der Experimente mussten je 50 heterosexuelle Männer und Frauen einen Online-Chat führen. Danach wurde einem Teil der Gruppe gesagt, dass der Gesprächspartner eine Nachricht für sie hinterlassen, also Interesse angemeldet habe. Anschliessend erhielten sie ein Bild ihres Gegenübers und mussten beurteilen, ob sie die Person sexuell anziehend finden oder nicht. Das Bild stammte dabei immer von der gleichen Person des anderen Geschlechts. Die Teilnehmer, denen ihr Gegenüber Interesse signalisiert hatte, bewerteten dabei die Person auf dem Foto als attraktiver als jene, denen ihr Gesprächspartner keine Nachrichten hinterliess.

Co-Autor Harry Reis von der Universität Rochester in New York sagte dazu in einer Mitteilung: «Die Menschen empfinden mehr sexuelles Verlangen, wenn sie sich des Interesses ihres Partners sicher sind.» Dagegen könnten sich Menschen unbewusst vor einer möglichen schmerzhaften Zurückweisung schützen, indem sie sich von einem Partner distanzieren, bei dem die Gefahr besteht, zurückgewiesen zu werden, so Reis weiter.

Sich unnahbar zu geben, dürfte damit als erfolgsversprechende Taktik ausgedient haben. Zwar gibt Reis zu, dass seine Ergebnisse nicht deren endgültigen Todesstoss bedeuten, betont aber, dass diese Taktik nach seiner Studie definitiv im Sterben liege. Ausserdem sei deren Wirkung nie wissenschaftlich erwiesen worden. Es handle sich dabei höchstens um eine Art Volksglaube.

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