Aktualisiert 26.04.2020 10:59

Good News

«Diesen Geburtstag werde ich nie vergessen»

Wegen Corona ist die Risikopatientin M. Kunz aus Rheinfelden AG schon seit zwei Monaten zuhause. Zu ihrem Geburtstag durfte sie – mit den nötigen Sicherheitsmassnahmen – ihre Freunde aus Deutschland treffen.

von
Manuela Humbel
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Zu ihrem 53. Geburtstag am Freitag wurde M. Kunz von ihren Freunden an der Grenze zu Deutschland in Rheinfelden AG überrascht.

Zu ihrem 53. Geburtstag am Freitag wurde M. Kunz von ihren Freunden an der Grenze zu Deutschland in Rheinfelden AG überrascht.

Leser-Reporterin/M. Kunz
Bei den Deutschen und den Schweizer Zöllnern fragte Kunz, die als Risikopatientin bereits seit zwei Monaten zuhause ist, ob es irgendwie möglich sei, sich an der Grenze zu treffen. In der Zeit, in der sie alleine war, vermisste sie ihre Freunde und wollte sie zumindest an ihrem Geburtstag sehen.

Bei den Deutschen und den Schweizer Zöllnern fragte Kunz, die als Risikopatientin bereits seit zwei Monaten zuhause ist, ob es irgendwie möglich sei, sich an der Grenze zu treffen. In der Zeit, in der sie alleine war, vermisste sie ihre Freunde und wollte sie zumindest an ihrem Geburtstag sehen.

Leser-Reporterin/M. Kunz
Und tatsächlich; mit den nötigen Sicherheitsmassnahmen durfte sie für ein bis zwei Stunden ihre Freunde treffen. Sie rechnete allerdings nur mit einer Freundin.

Und tatsächlich; mit den nötigen Sicherheitsmassnahmen durfte sie für ein bis zwei Stunden ihre Freunde treffen. Sie rechnete allerdings nur mit einer Freundin.

Leser-Reporterin/M. Kunz

«Ich bin Risikopatientin und wegen der Corona-Krise schon seit zwei Monaten daheim», erzählt die aus Rheinfelden AG stammende M. Kunz. «Ich habe ein sehr inniges Verhältnis zu meinen Freunden und in dieser Zeit fehlen sie mir so unglaublich.» An ihrem Geburtstag treffe sich die 53-Jährige normalerweise immer mit den Gspänli aus dem deutschen Rheinfelden – dieses Jahr schien es jedoch wegen Corona ins Wasser zu fallen.

«Ich wollte es trotzdem probieren», so Kunz. Sie fragte bei den Deutschen und den Schweizer Zöllnern nach, ob es vielleicht doch eine Möglichkeit gebe, sich zu treffen. Es gab sie. Mit dem nötigen Abstand, einer Gesichtsmaske und ein bis aller höchstens zwei Stunden Zeit, durfte das Geburtstagskind am Freitagnachmittag eine Freundin auf der Grenzbrücke treffen.

Geburtstag bleibt unvergesslich

«Doch als ich dort hinradelte, stand nicht nur diese eine Freundin dort, sondern meine ganze Bande, singend und mit Cupcakes und Blumen in den Händen», so Kunz. Mit zwei Meter Abstand durften sie zu fünft beisammenstehen und miteinander reden. «Ich war wirklich kurz vor dem Weinen vor Rührung.» Kunz lobt die Zollbeamten: «Das war wirklich wunderbar, dass das klappen konnte. Diesen Geburtstag werde ich nie vergessen.» Sie freue sich, dass solch eine «traumhafte Aktion» in der jetzigen Zeit zustande kommen konnte.

Auch unter Kunz Facebook-Beitrag, in dem sie über ihren einzigartigen 53. Geburtstag berichtet, ist man sich sicher, dass es wohl ein unvergesslicher Geburtstag bleiben wird. «Und das wohl für dein Leben lang!», fügt eine Frau hinzu. Eine andere Userin schreibt begeistert: «Super Aktion!»

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