Zürich: Diesen jungen Entchen blüht ein schwerer Winter

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ZürichDiesen jungen Entchen blüht ein schwerer Winter

Im Glattpark sind sind seit Anfang November junge Entchen zu sehen – was sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist. Ob sie überleben, ist ungewiss.

von
wed/som
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Seit Anfang November ist der Enten-Nachwuchs im Zürcher Glattpark zu sehen.

Seit Anfang November ist der Enten-Nachwuchs im Zürcher Glattpark zu sehen.

Leser-Reporter
Inzwischen seien vermutlich schon einige von ihnen gestorben, glaubt Leser-Reporter Jörg Schmid: «Es sind inzwischen nur noch vier Entchen zu sehen.»

Inzwischen seien vermutlich schon einige von ihnen gestorben, glaubt Leser-Reporter Jörg Schmid: «Es sind inzwischen nur noch vier Entchen zu sehen.»

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Hoffnung gibt es von der Vogelwarte Sempach: «Heute, im Alter von drei Wochen, haben sie gute Überlebenschancen», so Sprecher Michael Schaad.

Hoffnung gibt es von der Vogelwarte Sempach: «Heute, im Alter von drei Wochen, haben sie gute Überlebenschancen», so Sprecher Michael Schaad.

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Der Weiher im Glattpark Opfikon ist ein Entenparadies: Viele von ihnen tummeln sich jeweils im Baustellentümpel, wie Anwohner Jörg Schmid sagt. Doch als er am 4. November acht Entchen entdeckte, die hinter ihrer Mutter herschwammen, wunderte er sich dennoch: «Sie waren ganz klein – vermutlich gerade erst geschlüpft», so der Leser-Reporter. Vermutlich seien schon einige von ihnen gestorben, glaubt Schmid: «Es sind inzwischen nur noch vier Entchen zu sehen.»

Bei der Vogelpflegestation Voliere Zürich ist man ebenfalls erstaunt über den Enten-Nachwuchs: «Dass eine Ente so spät noch brütet, ist sehr ungewöhnlich», sagt Präsidentin Elisabeth Kehl. Wahrscheinlich handle es sich um eine unerfahrene Ente, die wegen den warmen Herbst-Temperaturen nochmals mit dem Brüten begonnen habe. «Solange sich die Jungen unter den Federn der Mutter schützen können und die Temperaturen nicht sinken, haben sie durchaus ein Chance, zu überleben», so Kehl. Doch angesichts eines möglichen Wintereinbruchs wird es kritisch für die Entchen: «Falls es in den nächsten Wochen noch deutlich kälter wird, stehen die Chancen eher schlecht», so Kehl.

Ähnlicher Fall im Jahr 2003

Mehr Hoffnung auf ein Happy End gibt die Vogelwarte Sempach. «Die jungen Enten wurden erstmals Anfang November gesehen – heute, im Alter von drei Wochen, haben sie gute Überlebenschancen», sagt Sprecher Michael Schaad. Jetzt beginne nämlich die Wärmeregulation zu funktionieren. Der Fall sei aber trotzdem sehr selten: «Das letzte Mal hatten wir eine ähnliche Meldung im Jahr 2003 in Basel», so Schaad. Dort habe eine Ente zu einem ähnlichen Zeitpunkt gebrütet.

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