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Top-20-BrandsDiesen Marken vertrauen Schweizer am meisten

Ricola, Victorinox und Zweifel: Diese Brands gehören zu den besten, wie eine Umfrage zeigt. Denn in der Krise können Schweizer Familienunternehmen punkten.

von
Barbara Scherer
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Platz 20: Nivea

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KEYSTONE
Platz 19: Post-it

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Platz 18: Gillette

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Darum gehts

  • Aus 421 Marken haben die Schweizer Ricola als die vertrauenswürdigste ausgewählt.
  • Denn in unsicheren Zeiten wie der Corona-Krise legen Menschen Wert auf beständige Marken.
  • Deshalb sind auf Platz zwei und drei ebenfalls bekannte Schweizer Brands gelandet.

Die gelb eingepackten Zeltli sind in jedem Laden und Kiosk erhältlich: Ricola. Der Name weckt bei den Schweizern Vertrauen. So wurde der Schweizer Kräuterbobonhersteller aus 421 Marken zum Brand of the Year gewählt.

Der Markenverband Promarca vergibt den Titel für die vertrauenswürdigste Marke seit sechs Jahren anhand einer Konsumentenumfrage. Über 3000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz haben an der Umfrage teilgenommen. Berücksichtigt wurden dabei nur Marken, die Mitglieder beim Verband sind.

Veränderter Werbeslogan

Vor drei Jahren wählten die Schweizer Ricola bereits einmal zur vertrauensvollsten Marke. Der Bonbonhersteller treffe den Zeitgeist und den Geschmack der Konsumenten, erklärt Promarca in einer Medienmitteilung. Letztes Jahr schaffte es Ricola nur auf den elften Platz.

Laut Markenexperte Stefan Vogler könnte das an dem veränderten Werbeslogan liegen. Lange Zeit warb das Unternehmen mit «Wer hats erfunden?». «Mit diesem Spruch war Ricola auf der ganzen Welt bekannt», so Vogler. Ohne ihn gehe die Wiedererkennbarkeit verloren – so lange, bis die neue Werbung bekannt ist.

Dass Ricola zur beliebtesten Marke gewählt wurde, kann Vogler nachvollziehen: «Das Unternehmen ist auch ein Botschafter der Schweiz, das macht die Marke sympathisch.» Zudem setze der Kräuterbonbonhersteller auf Nachhaltigkeit. Das wirke sich positiv auf das Image aus.

In der Krise ist Beständigkeit gefragt

Hinter Ricola landen gleich zwei weitere Schweizer Marken auf dem Podest: Der Messerhersteller Victorinox schafft es auf den zweiten Platz und der Pommes-Chips-Produzent Zweifel auf den dritten. «Das könnte auch mit der Corona-Krise zu tun haben», sagt Vogler.

Gerade in unsicheren Zeiten legten Menschen Wert auf Beständigkeit, erklärt der Markenexperte. «Unternehmen die an der Börse sind, geraten dann unter Druck.» Die Konsumenten vertrauen diesen Brands in Krisen weniger. Marken aus Familienunternehmen wie Ricola, Victorinox und Zweifel strahlen dagegen Stabilität aus.

Zudem legen alle drei Brands auf dem Podest Wert auf die Wiedererkennbarkeit und repräsentieren als Schweizer Marken ein Stück Heimat. «Ihre Produkte findet man in jedem Schweizer Warenkorb», so Vogler.

Der Markenverband

12 Milliarden Franken Umsatz

Promarca wurde 1929 gegründet und vertritt die Interessen von aktuell 85 Markenunternehmen im Konsumgüterbereich in der Schweiz.

Diese Markenunternehmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Jahresumsatz von rund 12 Milliarden Schweizer Franken. Mit den weltweit geführten Einheiten mit Sitz in der Schweiz schafft die Markenartikelindustrie über 33’000 Arbeitsplätze.

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58 Kommentare
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Der Junge von nebenan

05.06.2020, 08:42

Lesen und verstehen, echt erschreckend das so viele Leute nicht einmal die Überschrift des Artikels kapieren....

HacklGeorg

05.06.2020, 08:40

Sobald mir etwas im jährlichen Budget heftig einschenkt (z.B. Nahrung, Auto etc.) schaue ich mich sehr wohl nach qualitativen Alternativen um. Dank einer gewissen Laden-Vielfalt, die es vor 20 Jahren noch nicht gab, hat sich da Preis-Leistungsmässig auch einiges getan. Ich würde mir auch nie mer ein Amag Produkt kaufen. Wenn ich schon anfänglich mehr bezahle, dann muss es danach wenig Ärger machen und kostengünstig sein. Beides kriegt Amag / VAG nicht mehr hin.

Einkaufstourist

05.06.2020, 08:36

Schweizer Markenware kaufe ich am liebsten im Ausland, da stimmt dann der Preis. Irgendwie komisch.