Aktualisiert 20.02.2020 18:18

Neue Chance

Diesen Stammplatz will Mbabu dann doch nicht

Der Schweizer Nationalspieler gehört wieder zu den ersten elf von Wolfsburg. Vor allem aber, weil sich ein Konkurrent verletzt hat.

von
Frrok Boqaj
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Die Stationen von Kevin Mbabu
Die Stationen von Kevin Mbabu

Im Sommer 2019 wechselte Mbabu für 9,2 Mio Euro zum VFL Wolfsburg.

Keystone/Peter Steffen
Unter dem Meistertrainer von 2018, Adi Hütter, reifte der 24-Jährige zum Nationalspieler.

Unter dem Meistertrainer von 2018, Adi Hütter, reifte der 24-Jährige zum Nationalspieler.

Keystone
Bereits letztes Jahr stand der Aussenverteidiger im Sommer vor dem Abflug ins Ausland.

Bereits letztes Jahr stand der Aussenverteidiger im Sommer vor dem Abflug ins Ausland.

Keystone

Mit schmerzverzerrtem Gesicht und von Medizinern eskortiert, humpelte Wolfsburg-Verteidiger William in der Partie gegen Fortuna Düsseldorf nach einem Zweikampf vom Platz. Das lädierte Knie war eingebunden. Eine MRI-Untersuchung ergab später die Diagnose Kreuzbandriss. Die Saison ist für den brasilianischen Rechtsverteidiger gelaufen. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als William bei den Wölfen zum Stammspieler avancierte.

«Ich will zeigen, dass ich es kann»

Nun muss Oliver Glasner die Dienste des einstigen Stammspielers Kevin Mbabu wieder in Anspruch nehmen, zumal sich dem Wolfsburg-Coach auf der Position des Rechtsverteidigers kaum andere Alternativen anbieten. Eine grosse Chance für den Schweizer Nationalspieler. Und gleichzeitig nagt die Rückkehr in die Startformation an ihm. «Unter solchen Umständen will ich eigentlich nicht zu Einsätzen kommen», gesteht der frühere YB-Akteur der deutschen Sportzeitschrift «Kicker». «Ich will mir meinen Platz durch Leistungen verdienen, ich will zeigen, dass ich es kann.»

Doch Mbabu vermochte in der Rückrunde nicht an die Leistungen vor der Winterpause anzuknüpfen. Dem Schweizer unterliefen immer wieder kapitale Fehler, die den Wölfen teilweise Punkte kosteten. So auch bei der Heimniederlage gegen Hertha Berlin Ende Januar. Mbabu trug an beiden Gegentoren Mitschuld, beim 1:2 hob er das Abseits auf, beim 1:1 von Jordan Torunarigha verlor Mbabu das entscheidende Kopfballduell. «Wir sind abhängig davon, solche Zweikämpfe zu gewinnen, verlieren aber im Moment zu viele davon», lautete das ernüchternde Zeugnis des Trainers nach der Partie.

Die Konsequenz: Im folgenden Ligaspiel gegen den SC Paderborn wurde Mbabu auf die Ersatzbank beordert und musste zusehen, wie eben Konkurrent William seinen Job machte. Doch nach dessen Verletzung bot sich dem Schweizer prompt eine nächste Gelegenheit – im Ligaspiel gegen die TSG Hoffenheim. Mbabu spielte von Beginn an solid und holte beim 3:2-Sieg einen entscheidenden Penalty heraus. In Anbetracht Mbabus jüngster Leistung in der Bundesliga und der Absenz Williams dürfte ihm Trainer Glasner auch im Hinblick auf das Europa-League-Spiel gegen Malmö FF das Vertrauen schenken.

Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

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