Aktualisiert 23.04.2018 18:02

St. GallenDieser Bank-Roboter singt, tanzt und macht Witze

Seit Freitag ist ein neuer Mitarbeiter bei der Raiffeisen Bank in St. Gallen im Einsatz: Roboter Raiffi soll die Kunden unterhalten.

von
lad

Seit Freitag steht Bank-Roboter Raiffi im Einsatz. (Video: lmm)

«Magst du einen Kaffee?»: Diese und etliche andere Fragen stellt der neuste Mitarbeiter der Raiffeisen Bank St. Gallen den Kunden am Empfang des Hauptsitzes des Geldinstituts. Raiffi ist der vielseitigste Roboter, der in einer Schweizer Bank «arbeitet». Der Einsatz erfolgt im Rahmen eines Innovationsprojekts der Bank. Ziel ist es vorerst, die Kunden zu unterhalten und ihnen so die Wartezeit zu verkürzen.

«Schlag ein»

Zu Beginn ist der 1,20 Meter grosse Mitarbeiter noch zurückhaltend. Doch sobald seine Schultern blau leuchten, kann man mit ihm kommunizieren. Zur Begrüssung gibt Raiffi ein High Five oder ballt eine Faust und sagt: «Schlag ein», worauf beispielsweise ein «Wie geht es dir?» folgt. Danach erzählt Raiffi munter vom Wetter oder erklärt einem die Kunst, die in der Empfangshalle zu sehen ist. «Er soll vor allem Sympathie auslösen», sagt Stefan Jeker, Leiter des bankinternen Innovationslabors RAI Lab und Ziehvater von Raiffi. Im Vordergrund solle das Erlebnis stehen.

Dieses Erlebnis mit dem Roboter kann ganz verschiedene Formen annehmen. Zur Unterhaltung kann man beispielsweise mit ihm tanzen. Auch den Weg zur Toilette beschreibt Raiffi hilfsbereit. Geht man mit ihm zu seiner Basis zurück, wo ein grosser Bildschirm steht, kann er auch Produkte der Bank erklären oder sogar einen Witz erzählen.

Bank-Roboter Raiffi erzählt einen Witz

Seit Freitag ist ein neuer Mitarbeiter bei der Raiffeisen Bank in St. Gallen im Einsatz: Roboter Raiffi soll die Kunden unterhalten.

Sehen Sie hier wie Raiffi einen Witz erzählt. (Video: lmm)

Keine Konkurrenz für den Menschen

Dass bald ein Roboter wie Raiffi die Kunden hinter dem Schalter begrüsst und Geld auszahlt ist allerdings eher unwahrscheinlich: «Er ist und bleibt eine Maschine», so Jeker. Er solle auch keine Konkurrenz für die Angestellten darstellen, sondern lediglich als Ergänzung dienen. Der Roboter kann auch nicht alleine Neues lernen: «So weit sind wir noch nicht. Er weiss lediglich, was ihm programmiert wurde.» Zudem speichere Raiffi nichts ab – vor allem aus Gründen des Datenschutzes.

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Dieser Roboter namens Raiffi...

Dieser Roboter namens Raiffi...

lmm
... steht seit letztem Freitag...

... steht seit letztem Freitag...

lmm
... im Empfangsbereich der Raiffeisen Bank St. Gallen.

... im Empfangsbereich der Raiffeisen Bank St. Gallen.

lmm

Für die Mitarbeiter der Bank ist Raiffi ein lustiger neuer Kollege: «In der Testphase mussten wir viel lachen, weil er beispielsweise in den Tisch hineinfuhr», sagt Dominik Chiavi, Sprecher von Raiffeisen Schweiz. Wie lange Raiffi am Empfang der Bank in St. Gallen «angestellt» bleibt, ist nicht genau klar: «Wir behalten ihn sicher für die nächsten Monate», so Chiavi. Bis dahin können ihn die Kunden so viel umarmen oder mit ihm tanzen wie sie wollen.

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