Action in Los Angeles: Dieser Banker spürte den Arm des Gesetzes
Aktualisiert

Action in Los AngelesDieser Banker spürte den Arm des Gesetzes

15-fach gebrochene Nase: Ein Manager der Deutschen Bank will 50 Millionen Dollar Schmerzensgeld, weil Polizisten ihn angeblich grundlos verprügelt haben. Diese erzählen eine ganz andere Story.

von
rey
So soll der Banker Brian Mulligan von Polizisten zugerichtet worden sein.

So soll der Banker Brian Mulligan von Polizisten zugerichtet worden sein.

Es ist eine verrückte Geschichte – sogar für Hollywood, wo man sich Skandale gewohnt ist. Bradley Mulligan, ein hochrangiger Mitarbeiter der Deutschen Bank in Los Angeles, verklagt die Stadt auf 50 Millionen Dollar Schmerzensgeld. Der Vorwurf: Zwei Polizisten sollen den 53-Jährigen ohne Grund zusammengeschlagen haben.

Mulligans Anwalt schildert die Vorkommnisse wie folgt: Zwei Beamte haben seinen Mandanten in Los Angeles angehalten und sein Auto durchsucht. Dabei fanden sie 5000 Dollar in bar. Die Beamten brachten Mulling in ein Motel und befahlen ihm, dort zu bleiben. «Wenn du abhaust, bist du ein toter Mann», drohten sie. Mulligan fürchtete sich, als Köder für eine verdeckte Operation herhalten zu müssen und flüchtete. Daraufhin fingen ihn die Polizisten auf der Strasse ab und verprügelten ihn.

Mulligan hat ein gebrochenes Schulterblatt und 15 Brüche des Nasenbeins erlitten, so dessen Anwalt. Das Portal tmz.com veröffentlichte ein Foto, das angeblich kurz nach dem Vorfall aufgenommen wurde. Mulligan ist kaum wiederzuerkennen.

Die andere Seite

Die Version der Polizei unterscheidet sich deutlich von der Mulligans. Der Banker sei aufgefallen, weil er an einem Fastfood-Drive-in versucht habe, in vorbeifahrende Autos einzusteigen. Die Beamten hätten ihn aufgegriffen und auf seinen eigenen Wunsch in ein Motel gebracht. Mulligan habe sich ausruhen wollen.

Ein paar Stunden später sei er wieder auf der Strasse herumgeirrt und habe versucht, in fahrende Autos zu steigen. Als ihn die beiden Beamten angegangen seien, habe Mulligan sie angegriffen. Daraufhin hätten sie ihn überwältigt.

Wie es sich wirklich zugetragen hat, muss nun ein Gericht herausfinden. Gemäss «Wall Street Journal» erwägt die Staatsanwaltschaft Los Angeles, selbst Anklage gegen Mulligan zu erheben.

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