Zaha Hadid Architects: Dieser futuristische Mega-Wolkenkratzer ist auch ein Park
Brick Visuals für Zaha Hadid Architects.
Publiziert

Zaha Hadid ArchitectsDieser futuristische Mega-Wolkenkratzer ist auch ein Park

Das Architekturbüro der verstorbenen Star-Architektin Zaha Hadid plant einen riesigen Wolkenkratzer in Shenzhen, der öffentlichen Raum schaffen soll.

von
Meret Steiger

«Shenzhen Bay Super Headquarters Base» heisst das neuste Projekt von Zaha Hadid Architects – zugegeben, ein nicht besonders eingängiger Name. Die beiden Wolkenkratzer, die sich das Fundament teilen, nennen sich Tower C. Fertiggestellt sollen sie fast 400 Meter hoch sein – und damit dann das dritthöchste Gebäude in der Millionenstadt Shenzhen.

Terrassen verbinden die beiden Türme

Der Wolkenkratzer teilt sich in zwei separate Türme, die im unteren Bereich mit mehreren offenen Terrassen miteinander verbunden sind. Die Pflanzen auf den Terrassen sollen mittels Aquaponik gezüchtet werden. Das ist ein Verfahren, das die Aufzucht von Fischen in Aquakultur und die Kultivierung von Nutzpflanzen mittels Hydrokultur verbindet.

Das ist Tower C, der Wolkenkratzer, den Zaha Hadid Architects für das neue Finanzzentrum in Shenzhen entworfen hat.

Das ist Tower C, der Wolkenkratzer, den Zaha Hadid Architects für das neue Finanzzentrum in Shenzhen entworfen hat.

Zaha Hadid Architects
Die beiden Türme des Hochhauses sind in den unteren Stockwerken miteinander verbunden.

Die beiden Türme des Hochhauses sind in den unteren Stockwerken miteinander verbunden.

Zaha Hadid Architects
Mehrere bepflanzte Terrassen sollen eine Erweiterung des angrenzenden Parks sein.

Mehrere bepflanzte Terrassen sollen eine Erweiterung des angrenzenden Parks sein.

Zaha Hadid Architects

Das Ziel der Terrassen ist eine Erweiterung des öffentlichen Raumes: Gleich neben dem neuen Finanzzentrum gibt es einen Park, die bepflanzten Terrassen sollen diesen Ruheraum in die Wolkenkratzer bringen. «Das Design lädt die Bevölkerung ein, in das Herz des Gebäudes zu treten», schreibt das Architekturbüro in einer Medienmitteilung.

Platz für 300’000 Menschen

Und weiter: «Tower C integriert den Park in das Zentrum und kreiert so einen neuen öffentlichen Raum in einer Stadt, die zum globalen Zentrum für Technologie aufgestiegen ist.» Der Wolkenkratzer von Zaha Hadid Architects ist aber nur ein Teil des Zentrums, das nach seiner Fertigstellung Platz für 300’000 Menschen bieten soll.

Neben den Büros soll es ausserdem Konferenzräume geben, Ausstellungsräume und Abschnitte, in denen gewohnt werden kann. Ausserdem ist eine Schnittstelle für den öffentlichen Verkehr geplant, also eine eigene Haltestelle für die Shenzhen Metro. Die Glasfassade des Gebäudes soll abgedunkelt werden, um zu verhindern, dass es drinnen zu heiss wird.

Das Hochhaus soll Platz für 300’000 Menschen bieten – in Wohnungen, Büros, Konferenzräumen und dem Park, der als «Erweiterung des öffentlichen Raumes» bezeichnet wird.

Das Hochhaus soll Platz für 300’000 Menschen bieten – in Wohnungen, Büros, Konferenzräumen und dem Park, der als «Erweiterung des öffentlichen Raumes» bezeichnet wird.

Zaha Hadid Architects
Das Hochhaus soll auch Regenwasser sammeln, hat eine Photovoltaik-Anlage und ein ausgeklügeltes Recycling-System für die Abfälle der beiden Türme.

Das Hochhaus soll auch Regenwasser sammeln, hat eine Photovoltaik-Anlage und ein ausgeklügeltes Recycling-System für die Abfälle der beiden Türme.

So ökologisch wie möglich

Tower C soll aber nicht nur superfancy sein, sondern eben auch nachhaltig: Um den ökologischen Fussabdruck des Projekts zu minimieren, haben sich die Architekturschaffenden diverse Tricks einfallen lassen: So sind die meisten Materialien, die für den Bau gebraucht werden, recycelt. Die Besuchenden, Bewohnenden und Arbeitnehmenden in den Türmen sollen ausserdem dazu animiert werden, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr anzureisen.

Das Hochhaus soll auch Regenwasser sammeln, hat eine Photovoltaik-Anlage und ein ausgeklügeltes Recycling-System für die Abfälle der beiden Türme. Tatsächlich soll die Photovoltaik-Anlage Elektrizität für weitere Gebäude des Projekts produzieren.

Deine Meinung

60 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Consuela

02.02.2021, 17:13

Wann können kommen putzen?

Brumm

02.02.2021, 16:02

Hat der Park auch Platz für 300000 Bürogummis?

Ernesto Es.

02.02.2021, 13:36

Es ist schon extrem, was gebaut werden kann. Die Gründe warum solche Bauten in Zukunft zur Normalität gehören verstehe ich sehr gut. Aber ich persönlich bin froh, dass ich aktuell nicht in so einem Gebäude wohnen und arbeiten muss.