Aktualisiert 23.02.2013 09:34

Klappts noch?

Dieser Geldtransporter hat wohl ein Problem

Geldtransporter sind Tresore auf Rädern - doch das nützt nichts, wenn man vergisst, die Türe zuzumachen.

von
A. Hirschberg
So einen offenherzigen Geldtransport findet man selten in der Schweiz.

So einen offenherzigen Geldtransport findet man selten in der Schweiz.

Jeder kennt sie, die grauen Sicherheitstransporter, die in der ganzen Schweiz Wertsachen und Geld ausliefern. Mit ihrem – abgesehen von der Führerkabine – fensterlosen Aufbau und der Überwachungskamera am Heck erwecken sie den Eindruck rollender Festungen.

Umso lustiger mutet es an, dass einer dieser Lieferwagen gestern kurz nach 17 Uhr besonders offenherzig auf der Autobahn A 53 in Richung Brüttisellen unterwegs war. Leserreporter Daniel Meier (Name geändert) überholte das Fahrzeug mit der sperrangelweit geöffneten Hecktür kurz nach der Einfahrt Volketswil.

«Was war wohl in den Kisten?»

«Zuerst trauten wir unseren Augen nicht, dann mussten wir loslachen», erzählt er gegenüber 20 Minuten Online. Im Innern des Fahrzeugs auf der Ladefläche des Fahrzeugs standen ungesichert Kunststoffkisten und ein Transportwägeli. «Da fragt man sich schon, was in den Kisten drin war», sagt Meier.

Die Sicherheitsfirma, die anonym bleiben möchte, bestätigt den Vorfall. Das Fahrzeug sei am Mittwoch 21. Februar 2013 mit einer Zweimann-Besetzung auf der A 53 Richtung Zürich unterwegs gewesen. «Im Grossraum Zürich bemerkte der Fahrer die offene Hecktüre», schreibt die Mediensprecherin. Darauf habe er gemäss internem Sicherheitskonzept gehandelt und sei sofort auf den Pannenstreifen gefahren.

Nur Kleinstwerte und Hilfsmittel

«Nach Kontaktaufnahme und unter permanenter Überwachung durch die Einsatzzentrale schloss der Fahrer die Hecktüre und führte das Fahrzeug umgehend an den nächstgelegenen Sicherheitsstandort.» Es habe sich nur um ein paar wenige Augenblicke gehandelt, während derer die Hecktüre offen stand.

Das Fahrzeug sei mit einem Mehrkammersystem mit komplexen Sicherheitsvorkehrungen ausgerüstet. In der hintersten Kammer vor der Hecktüre würden nur Kleinstwerte, leere Sicherheitsbehältnisse, Hilfsmittel und Verbrauchsmaterial transportiert.

Die Hecktüre könne in fahrendem Zustand nicht geöffnet werden. Man vermute darum einen technischen Defekt. Zur Zeit werde der Fall bei den Fachstellen intern abgeklärt.

Die Mediensprecherin betont zudem: «Alle transportierten Güter sind vollständig und unversehrt in Zürich angekommen.»

Was die Polizei dazu sagt:

«Wenn ein Transporter mit einer offenen und ungesicherten Hecktüre herumfährt, ist das Fahrzeug aufgrund der Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern in einem nicht betriebssicheren Zustand. Andererseits besteht die Gefahr, dass ungesicherte Ladung aus dem Fahrzeug fallen könnte. Beides kann zu Verzeigungen führen.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.