10.09.2020 10:29

Erfolgreiches Start-upDieser Gin ging mitten in der Corona-Krise durch die Decke

Tortz Corona und Lockdown wagt ein Paar aus dem Kanton Bern, einen eigenen Gin zu produzieren. Mit Erfolg: Die Produkte von Aaregin sind bereits zwei Wochen nach dem Erscheinen ausverkauft. Nun sind weitere Sorten geplant.

von
Lara Hofer
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Dieser Gin wurde während Corona gross: Aaregin von Loris Berger und Jasmin Toth.

Dieser Gin wurde während Corona gross: Aaregin von Loris Berger und Jasmin Toth.

Foto: pd
Der 26-Jährige und die 28-Jährige produzieren und vertreiben das Destillat in ihrer Freizeit.

Der 26-Jährige und die 28-Jährige produzieren und vertreiben das Destillat in ihrer Freizeit.

pd
600 Flaschen hat das Paar bereits verkauft: «Wir haben nie mit einer solchen Absatzquote gerechnet», so Berger.

600 Flaschen hat das Paar bereits verkauft: «Wir haben nie mit einer solchen Absatzquote gerechnet», so Berger.

pd

Darum gehts

  • Ein junges Paar schafft mitten in Corona mit einem Gin den Durchbruch.
  • Dies, obschon derzeit wegen Corona die Alkoholnachfrage gering ist.
  • Die Produktion des Aaregin soll ausgebaut werden, und neue Geschmacksrichtungen sollen folgen.

Als Loris Berger (26) und Jasmin Toth (28) im Mai 2020 ihre ersten Berner Gin-Produkte auf den Markt brachten, waren diese innerhalb von zwei Wochen ausverkauft. Ihr frisch gegründetes Unternehmen Aaregin konnte mitten in der Corona-Krise durchstarten. Seit dem Lockdown sind viele Restaurants, Clubs und Bars geschlossen oder können nur noch eine begrenzte Anzahl Gäste bewirten – die Alkoholnachfrage ist dementsprechend tiefer als sonst. Doch trotz dieser schwierigen Umstände konnte sich Aaregin in den letzten vier Monaten erfolgreich durchsetzen. 600 Flaschen wurden bisher bereits verkauft: «Wir haben nie mit einer solchen Absatzquote gerechnet. Es war sehr emotional», erzählt Berger. 25’000 Franken hätten sie damit umgesetzt. Es sei hart verdientes Geld: «Der Start war sehr turbulent und stressig, aber auch schön.»

Derzeit gibt es den Aaregin in doppelter Ausführung: Der blaue Gin schmeckt nach Orange und Zimt, der gelbe hingegen nach tropischer Ananas und Mango. Das Rezept hat Berger mit Toth selber kreiert – ohne jegliches Hintergrundwissen. Berger: «Ich wollte etwas Exklusives, Abgehobenes kreieren, das es noch nicht gibt.» Exklusivität hat seinen Preis: Die Flasche Aaregin kostet rund 50 Franken.

Es braucht mehr

In Zukunft sollen weitere Sorten erscheinen, doch Fans müssten sich noch etwas gedulden. Die neuen Kreationen kommen laut Berger wohl erst 2021 in die Läden: «Wir sind bloss zu zweit und arbeiten beide Vollzeit.» Berger arbeitet hauptberuflich als Projektleiter in einer Malerei, Toth ist Betriebsleiterin im Facility Management. «Wir sind Quereinsteiger und Aaregin ist für uns derzeit noch ein Hobby», sagt Toth.

Der Gin wird in Solothurn gebrannt und in Bern fertiggestellt und verkauft. Erhältlich ist dieser online sowie in ausgewählten Läden. Grossunternehmen müssen auf den Berner Gin verzichten. «Wir wollen nicht möglichst viel Absatz machen, sondern uns selber treu bleiben», so Toth. Trotzdem will das Unternehmen noch etwas wachsen. Seit der ersten Charge lässt Aaregin stetig mehr Flaschen brennen. «Wir rechnen damit, dass wir bald auch die Produktionsanlage ausbauen müssen.»

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101 Kommentare
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Ado52

11.09.2020, 00:53

Lebensmittel Farbe ,sollten anders eingesetzt werden ,es kann zu Täuschungen kommen ,für Kinder ,sehr Gefährlich

Wilhelm

10.09.2020, 14:05

es ist wie zu DDR zeiten. Was 20 Min. nicht passt wird gelöscht

larve

10.09.2020, 13:32

in dieser Zeit braucht es was zum desinfizieren!