Aktualisiert 21.08.2012 20:15

Die wahren AC/DCDieser Gitarrist steht unter Hochspannung

Das ist doch mal eine E-Gitarre! Der Chinese Wang Zengxiang untermalt seinen Sound mit einer Million Volt aus dem Tesla-Generator. Ein funkiges Spektakel.

von
kmo

Seit zehn Jahren experimentert Wang Zengxiang mit dem Tesla-Transformator. Das Gerät, das 1891 von Nikola Tesla erfunden wurde, kann eine Spannung von einer Million Volt erzeugen. Eine gefährliche Sache also. Ein kleiner Fehler, und man ist tot.

Tesla-Transformatoren werden immer wieder gern von Künstlern eingesetzt. Sei es als unabdingbare Gerätschaft für einen verrückten Professor im Film – etwa in Fritz Langs Stummfilm «Metropolis» – oder als Teil einer Bühnenshow, wie man eben bei Wang Zengxiang sieht.

Bühnendress aus Metall

Mutig leitet der Chinese den funkenden Strom duch seinen Körper. So wirkt es zumindest, wenn man sich die Bilder anschaut. In Wirklichkeit wird die Elektrizität natürlich um den Körper herum geleitet. Das funktioniert deshalb, weil Wang Zengxiang sich eine Art Metall-Gewand überzieht. Dasselbe macht er mit der Gitarre, die er ebenfalls in eine Art Käfig steckt.

Die Effekte, die der chinesische Gitarrist damit hervorruft, sind tatsächlich elektrisierend. Kein Wunder also, dass auch andere Musiker darauf zurückgreifen. Videos der US-Band ArcAttack, die seit 2005 dieselbe Technik verwendet, zeigen, wie Bühnenshow und Musik harmonieren können.

ArcAttack 2010 in der Show «America's Got Talent»:

Quelle: Youtube.com/Fel0096

Tesla-Szene aus Fritz Langs «Metropolis» (1927):

Quelle: Youtube.com/ISToulouseHumsweb

Das Tesla Orchestra aus Cleveland spielt Bach mit zwei Tesla-Transformatoren:

Quelle: Youtube.com/teslaorchestra

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