02.08.2020 13:36

1.-August-Knallerei

Dieser Hund hat überhaupt keine Angst vor dem Feuerwerk

Die Knallerei am Bundesfeiertag versetzt Haustiere in Angst und Schrecken. Viele Katzen, Hunde und Co. verkriechen sich in die hinterste Ecke. Nicht so dieser Vierbeiner.

Darum gehts

  • Die Knallerei am Bundesfeiertag ist für die meisten Katzen und Hunde eine Qual.
  • Nicht so für Hündin Gina: Der Bulldogge-Amstaff-Mischling schaute seelenruhig dem Feuerwerk zu.
  • Das hat sogar Halterin Gabriela Komminoth überrascht.

Für viele Menschen kann es am 1. August nicht laut genug knallen. Für Haus- und Wildtiere dagegen bedeuten die Böller und Raketen Stress pur. So reagieren Katzen und Hunde oftmals mit Durchfall, verweigern die Nahrungsaufnahme oder verkriechen sich in die hinterste Ecke. Blind vor Angst verunfallen sogar manche oder können sich aus ihrem engen Versteck nicht mehr befreien.

Es gibt allerdings Ausnahmen – wie zum Beispiel Hündin Gina aus Schönenwerd SO. Halterin Gabriela Komminoth wollte mit dem neunjährigen Bulldogge-Amstaff-Mischling noch kurz einen Spaziergang an der Aare unternehmen, ehe das Feuerwerk am Samstagabend losging. Doch die beiden wurden überrascht: Plötzlich ging auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses eine Rakete nach der anderen hoch. Von Panik war bei Gina aber keine Spur: «Sie setzte sich neben ein Bänkli und schaute genüsslich dem Feuerwerk zu», erzählt Komminoth.

«Dass sie so ruhig geblieben ist, hat mich mega verwundert», so die 28-Jährige, die die Hündin erst seit etwa eineinhalb Jahren bei sich hat. Andererseits sei Gina aber auch sonst eine, die ihre Umgebung aufmerksam beobachte, zum Beispiel die Vögel und Eichhörnchen in den Bäumen. Komminoth nahm schliesslich ebenfalls Platz und guckte mit ihrem Vierbeiner dem Treiben am Himmel zu: «So feierten Gina und ich gemeinsam den 1. August.»

So schützen Sie Ihr Haustier vor der Knallerei

Die Susy-Utzinger-Tierschutzstiftung rät, schreckhafte Hunde am 1. August sowie an Silvester während des ganzen Tages vorsorglich an die Leine zu nehmen. So kann verhindert werden, dass der Vierbeiner erschrickt und wegläuft. Ebenso sollten Freigängerkatzen frühzeitig ins Haus geholt und bis zum nächsten Morgen dort behalten werden. Helfen kann auch eine gewohnte Geräuschkulisse: Fenster und Läden schliessen, Radio und TV aufdrehen. Für extreme Fälle empfiehlt die Stiftung, beim Tierarzt ein entsprechendes Medikament zu besorgen oder pflanzliche Mittel anzuwenden. Dringend abgeraten wird von Ohrstöpseln: Diese führen zu Verletzungen, denn Tiere haben andere Gehörgänge als Menschen.

(sul)

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95 Kommentare
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Realistus

03.08.2020, 15:01

schon traurig, ein paar Egoisten befriedigen ihre primitiven Triebe, und die grosse Öffentlichkeit, die Tiere, die Ruheliebenden müssen sich unterordnen. Willkommen in der Barbarei Schweiz.

Linke

03.08.2020, 08:27

Sclechter Film

Roland Peter

03.08.2020, 08:12

Das Problem ist in vielen Fällen der Mensch. Sie wollen den Hund trösten, ruhig stellen und bestärken ihn damit in seiner Angst. Das ganze machen sie dann noch mit kindischer Sprache und Gesten, die der Hund aber ganz anders interpretiert. Besser einen dunklen Raum mit ruhiger Musik bereitstellen und dem Hund zeigen. Dann kann er, wenn er denn will, sich dorthin zurückziehen. Ansonsten nicht gross beachten. Bei unseren Hunden hat es sehr gut gewirkt.