Vielversprechende Resultate: Dieser Impfstoff könnte vor dem Coronavirus schützen
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Vielversprechende ResultateDieser Impfstoff könnte vor dem Coronavirus schützen

Eine Studie, die in einer bekannten Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, zeigt: Ein neu entwickelter Impfstoff hat in den bisherigen Testphasen einen effektiven Schutz vor Corona-Infektionen geboten.

von
Reto Heimann
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Ein neu entwickelter Impfstoff macht Hoffnung, dass er gegen das Coronavirus schützen könnte.

Ein neu entwickelter Impfstoff macht Hoffnung, dass er gegen das Coronavirus schützen könnte.

KEYSTONE
Erste non-klinische Tests zeigten vielversprechende Resultate.

Erste non-klinische Tests zeigten vielversprechende Resultate.

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So zeigte sich bei Affen, denen der Impfstoff verabreicht wurde, ein nahezu vollständiger oder vollständiger Schutz der Lunge vor dem Coronavirus.

So zeigte sich bei Affen, denen der Impfstoff verabreicht wurde, ein nahezu vollständiger oder vollständiger Schutz der Lunge vor dem Coronavirus.

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Darum gehts

  • Ein allfälliger Impfstoff hat in präklinischen Studien verheissungsvolle Resultate erzielt.
  • Eine Studie, die im renommierten Wissenschaftsmagazin «Nature» veröffentlicht wurde, zeigte einen fast vollständigen oder vollständigen Schutz vor dem Virus.
  • Der Impfstoff wird nun klinisch an gesunden Freiwilligen getestet.
  • Der Schweiz kommt in der Produktion und Distribution des Impfstoffes eine tragende Rolle zu.

Ein vom US-amerikanischen Pharmakonzern Johnson & Johnson hergestellter Impfstoff zeigt vielversprechende Resultate. In den präklinischen Studien, deren Resultate im bekannten Wissenschaftsmagazin «Nature» veröffentlicht wurden, schützte er effektiv vor dem Coronavirus. Das schreibt Johnson & Johnson in einer am Mittwoch veröffentlichten Medienmitteilung.

Der Impfstoff löste eine «robuste Immunantwort» aus. Das bedeutet: Wem der Impfstoff verabreicht wird, der entwickelt neutralisierende Antikörper und ist so erfolgreich von einer nachfolgenden Infektion geschützt. In der präklinischen Phase bot der Impfstoff so «einen vollständigen oder fast vollständigen Schutz der Lunge» vor dem Coronavirus. Der Impfstoff wurde an Affen, sogenannten nicht humanen Primaten, getestet.

Nun klinische Studie am Menschen

«Die präklinischen Daten, die in Zusammenarbeit mit dem Team von Johnson & Johnson erarbeitet wurden, unterstreichen das Potenzial dieses Impfstoffkandidaten», sagt Dan Barouch, Direktor des Zentrums für Virologie und Impfstoffforschung bei Johnson & Johnson.

Basierend auf den ermutigenden bisherigen Ergebnissen startet nun die erste klinische Phase. Der Impfstoff wird an gesunden Freiwilligen in den USA und in Belgien getestet. Parallel dazu laufen Planungen für weitere Studien in den Niederlanden, Spanien, Deutschland und Japan.

In der Schweiz abgefüllt

Eine tragende Rolle kommt dabei auch der Schweiz zu. Das Kompetenzzentrum für virale und bakterielle Impfstoffe Janssen Vaccines in Bern-Bümpliz ist in die Produktion des allfälligen Impfstoffs massgeblich eingebunden. Dort werden die finalen Impfstoffmuster steril abgefüllt und ausgeliefert. Die gleiche Rolle kam dem Berner Labor schon bei der Suche nach einem Ebola-Impfstoff zu.

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