Aktualisiert 06.05.2020 08:44

Gesundheits-Check

Dieser Kleber misst, ob man den Corona-Husten hat

Ein neues Gerät soll die Ferndiagnose mit Covid-19 erleichtern. Dafür misst es verschiedene Symptome und sendet diese in einen Cloud-Speicher.

von
Dominique Zeier
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Dieser Kleber ist ein Gesundheitsmesser.

Dieser Kleber ist ein Gesundheitsmesser.

Northwestern University
Er überwacht Symptome wie beispielsweise Husten, Herzfrequenz oder die Körpertemperatur.

Er überwacht Symptome wie beispielsweise Husten, Herzfrequenz oder die Körpertemperatur.

Northwestern University
Aussehen tut er wie ein Pflaster.

Aussehen tut er wie ein Pflaster.

Northwestern University

Darum gehts

  • Forscher in den USA haben ein neues Gerät zur Erkennung des Coronavirus entwickelt.
  • Eine Art Pflaster wird dafür in die Kehlgrube geklebt.
  • Die gesammelten Daten werden an einen Cloud-Speicher geschickt.
  • So könnten Personen, die an Covid-19 erkrankt sind, aus der Ferne diagnostiziert werden.
  • Das Gerät befindet sich noch in der Testphase.

Wissenschaftler aus Chicago haben ein neues Gerät vorgestellt, das messen soll, ob eine Person am Coronavirus erkrankt ist. Es handelt sich dabei um einen Kleber, der einem Pflaster ähnlich sieht und an den Hals in die Kehlgrube geklebt wird. Dort misst er unter anderem Hustensymptome, die Atmung, Körpertemperatur und Herzfrequenz des Nutzers.

Diese Daten werden dann in eine Cloud geladen und mit Symptomen verglichen, die für das Coronavirus typisch sind. So könnten Personen, die möglicherweise erkrankt sind, ohne einen Besuch beim Arzt oder im Spital diagnostiziert werden. Laut den Wissenschaftlern könnte eine weite Verbreitung dieser Erhebungsmethode darüber hinaus dazu führen, dass die Behörden ein akkurateres Bild über die Ansteckungszahlen haben, als dies momentan möglich ist.

«Es wurden noch nie zuvor Daten auf diese Weise gesammelt»

«Mit solchen Sensoren können das Gesundheitspersonal und andere Patienten geschützt werden», sagt der Studienleiter Arun Jayaraman zu Digitaltrends.com. «Auf diese Art und Weise können nämlich neue tele-medizinischen Strategien eingesetzt werden, ohne dass ein Patient physisch für eine Untersuchung anwesend sein muss. Ärzten wäre es möglich, ihre Patienten über Stunden, Tage oder sogar Wochen zu beobachten und sich so ein Bild über ihren Gesundheitszustand zu machen.»

Laut John A. Rogers, einem Forscher der Northwestern University, die ebenfalls an der Entwicklung des Gerätes involviert war, hat es noch nie zuvor eine solche Technologie gegeben. «Bisher hat noch niemand auf diese Art und Weise Daten gesammelt. Es macht die Früherkennung von Corona viel einfacher und effizienter.»

Laut den Wissenschaftlern werden bisher mehrere Dutzend Geräte pro Woche in Chicago produziert und an Personen getestet. Es werde aber mit Hochdruck daran gearbeitet, die Produktionskapazitäten zu vergrössern.

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134 Kommentare

ninu

13.05.2020, 19:19

lustig, ich weiss das einige Leute nur unter Durchfall gelitten hatten, wo sollte man den dann hinkleben? bei kopfschmerzen? oder bei erbrechen? waren alles symptome ohne Fieber von Corona.. sorry Profis.

Martial2

11.05.2020, 10:56

Diese Kleber sind nicht unbedingt sehr gesund. Es ist zu vermeiden, genau wie auch Tabak-Pflaster!

Corado Pardini

09.05.2020, 09:51

Wird nun wirklich alles einfach aus dem WWW als "Artikel" gebracht? Das kommt wohl davon wenn man Influenzer einstellt anstelle von Journalisten..... Einfach nur noch Propaganda