Wie ein Bulldozer: Dieser Kongolese ist der gigantischste Spieler an der Handball-WM
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Wie ein BulldozerDieser Kongolese ist der gigantischste Spieler an der Handball-WM

Gauthier Mvumbi ist Kreisläufer des kongolesischen Nationalteams. Dieses will bei der Premiere an der Handball-WM die Gegner ärgern.

von
Adrian Hunziker

Mvumbi zeigt vollen Körpereinsatz gegen Argentinien.

Video: Twitter

Darum gehts

  • Gauthier Mvumbi tritt mit dem kongolesischen Nationalteam an der Handball-WM an.

  • Für Kongo ist die Teilnahme eine Premiere.

  • Der 26-jährige Kreisläufer weist viel Masse auf und ist kaum zu bremsen.

  • Trotzdem ist Kongo ein riesiger Aussenseiter.

  • Sie wollen ihre Gegner ärgern, heisst es – zu mehr wird es auch nicht reichen.

Wie ein Bulldozer. So müssen sich ihn die Gegenspieler vorstellen, wenn er auf sie zurollt – oder besser rennt. Er ist Gauthier Mvumbi, 26 Jahre alt, Handballer aus Kongo. Und er ist mit grösster Wahrscheinlichkeit der schwerste Spieler an der Handball-WM in Ägypten. Offiziell wird er mit 110 Kilogramm Körpergewicht geführt – er ist ziemlich sicher schwerer, wiegt wohl eher gegen 130 Kilos.

Aber auch wenn Mvumbi nicht aussieht wie der typische Athlet, so ist er erfolgreich in dem, was er tut. Beim ersten Spiel der kongolesischen Nationalmannschaft an einer Handball-WM schoss «El Gigante», wie er sich selber nennt, bei vier Wurfversuchen vier Tore. Trotzdem verlor Kongo gegen Argentinien 22:28.

Wenn sich Kreisläufer Mvumbi durchtankt, gibt es kein Halten, dann kommt er meistens auch zum Abschluss. 

Wenn sich Kreisläufer Mvumbi durchtankt, gibt es kein Halten, dann kommt er meistens auch zum Abschluss.

Foto: AFP

Die Niederlage tut Mvumbis guter Laune jedoch keinen Abbruch. «Ich will Spass haben», sagt der Brocken, der in Frankreichs 4. Liga spielt. Und das scheint der Kreisläufer zu haben. Nun geht es jedoch am Sonntag gegen Dänemark, den Titelverteidiger. Mvumbi glaubt selber nicht daran, dass sie den Übergegner besiegen könnten. Aber das ist auch nicht so wichtig.

Denn der Kongolese hat ein anderes Ziel vor Augen. Er will Starspieler Mikkel Hansen dessen Markenzeichen abjagen: das Stirnband. Da scheint er aber nicht der Einzige zu sein, es soll im kongolesischen Team ein Wettbewerb entstanden sein, wer Hansen das Stirnband stiehlt. «Ich bin sehr stolz, dieses Trikot zu tragen», sagte Mvumbi vor Turnierbeginn gegenüber «L'Echo Républicain». Noch stolzer wird er nur mit der dänischen Trophäe sein.

Mvumbi sieht nicht sehr durchtrainiert aus, aber der 26-Jährige hat Spass bei dem, was er tut. 

Mvumbi sieht nicht sehr durchtrainiert aus, aber der 26-Jährige hat Spass bei dem, was er tut.

Foto: AFP

Spielabsage wegen Corona-Fällen

Das für Sonntagabend geplante zweite WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde ist wegen mehrerer Corona-Fälle im Team der Afrikaner abgesagt worden. Dies teilte der Weltverband IHF am Sonntagmittag offiziell mit. Die Partie wird mit 10:0 für die DHB-Auswahl gewertet, die damit vorzeitig die Hauptrunde bei den Titelkämpfen in Ägypten erreicht hat. (dpa)

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