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Navigation NowhereDieser Mann lebt in einem selbst umgebauten Bus

Winzige Häuser, «Tiny Homes», sind ein Trend. Das Zuhause von Michael Fuehrer ist nicht nur klein, es fährt ihn auch quer durch die USA.

von
Meret Steiger
26.8.2018
Dieser Bus gehört dem US-Amerikaner Michael Fuehrer.

Dieser Bus gehört dem US-Amerikaner Michael Fuehrer.

Navigation Nowhere / Michael Fuehrer
Der Bus war einst ein klassischer, gelber Schulbus.

Der Bus war einst ein klassischer, gelber Schulbus.

Navigation Nowhere / Michael Fuehrer
Innert neun Monaten hat Michael den Bus komplett umgebaut.

Innert neun Monaten hat Michael den Bus komplett umgebaut.

Navigation Nowhere / Michael Fuehrer

Michael Fuehrer aus New Jersey wohnt seit 2016 in einem umgebauten Schulbus. Alle Umbauarbeiten hat er innert neun Monaten selbst durchgeführt. Seit er fest im Bus lebt, reist er durch die USA: 33 Staaten, unter ihnen Alaska, hat er schon bereist. Selbst Kanada war er schon.

Wenig Platz, wenig Stauraum

Sein Bus hat 13 Quadratmeter – damit lebt Michael auf deutlich weniger Raum als die meisten anderen Menschen. Damit das möglich ist, muss der US-Amerikaner jeden Zentimeter Platz perfekt nutzen. So hat es in den 13 Quadratmetern sogar noch Platz für einen kleinen Arbeitstisch.

Dank dem Solarpanel auf dem Dach des Busses ist er selbstversorgend. Übrigens: Der Bus war einst ein klassischer, gelber Schulbus und heisst Navi. Seine Reise dokumentiert Michael unter «Navigation Nowhere» auf Instagram, Facebook, Youtube und seiner Website.

Lieblingsplatz Küche

Der beste Ort im Bus ist laut Michael die Küche. «Ich finde es super, dass ich einen richtigen Ofen und ein grosses Waschbecken eingebaut habe», sagt er gegenüber dem Online-Magazin «Apartment Therapy». Auch der Kühlschrank hat Normalgrösse, was bei fahrenden Häusern sehr selten ist. «Der Kühlschrank ist der grösste Stromfresser, aber für mich fühlt sich der Bus so auch mehr wie ein normales Zuhause an. Dadurch kann ich grössere Mengen frische Lebensmittel auf meine Reise mitnehmen.»

Wie bei vielen «Tiny Homes» hat fast alles in Michaels Zuhause mehrere Funktionen. Ein Esstisch, an dem acht Personen Platz finden, lässt sich beispielsweise so unters Sofa schieben, dass er keinen Platz mehr braucht. Der Tisch war Michael auch sehr wichtig: «Ich wollte weiterhin die Möglichkeit haben, Leute einzuladen und gemeinsam zu essen.»

Wenn die Toilette in der Dusche steht

Es gibt mehrere Sofas, alle lassen sich zu Betten ausklappen und bieten zusammen Platz für bis zu sechs Personen. Das Badezimmer ist ebenfalls zweckmässig: Aus Platzgründen steht die Toilette gewissermassen in der Dusche. Michael stört das überhaupt nicht, im Gegenteil: «Es ist so ganz einfach, alles zu putzen.»

Für Menschen, die es ihm nachtun wollen, hat Michael ein paar Tipps: «Denkt nicht: ‹Ich lebe in einem Schulbus›. Denkt lieber: ‹Meine Wohnung kann fahren!›.» Und: «Instagram ist eine tolle Inspirationsquelle. Ich habe viele platzsparende Designideen von dort.»

In einem seiner Youtube-Videos erzählt Michael, wie es ist, in einem Bus zu leben:

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